Wulf Kirsten: Wettersturz
Gedichte 1993–1998.
Der Band mit Gedichten aus den Jahren 2005 bis 2011 wurde noch mit Wisława Szymborska zusammen geplant. Nun ist er zu ihrem Vermächtnis geworden.
Der Vorläufer von Heiner Müller: Warten auf der Gegenschräge.
Die 33 Epitaphe „Den Teuren Toten“ singen das Lob der Entfremdung.
Von der beschwingten Liedhaltigkeit seiner frühen Gedichte bis zu der schmucklosen, gedankentiefen Alterslyrik, die sich mit der Unerbittlichkeit des Geschicks und der Unausweichlichkeit des Todes auseinandersetzt , führt der wechselvolle Weg von mehr als sechzig Schaffensjahren.
In diesem Band stellt Ilse Aichinger zum ersten mal ihre zwischen 1958 und 1978 entstandenen und bislang nur verstreut oder noch gar nicht publizierten Gedichte geschlossen vor, in einer Anordnung, die ihre Entstehungszeit unberücksichtigt läßt.
Die Sprache der Nelly Sachs wurzelt in den Büchern der Propheten, in den Psalmen, der Thora, den Legenden der Chassidim. Aber sie reicht auch weit in die Zukunft hinein. Schwebend im Uralten erhält sie sich jung.
Drei Zyklen, hier in einem Band zusammengefaßt, beherbergen eine Vielfalt lyrischer Formen, Tonlagen und poetischen Sprechens. Ein Thema zieht sich durch das gesamte Werk: das Verhältnis des Menschen zu seiner Geschichte.
In dem Gedichtband „Gewitter Epilog‟ konzentrierte sich Zbigniew Herbert am Ende seines Lebens noch einmal ganz auf sein ureigenes Gebiet, die Lyrik.