Für jeden Tag ein Gedicht – ausgewählt und begleitet von Michael Braun
PSALM – herr / du kannst alles anbeten / neben mir / denn ich habe den anspruch der einzigartigkeit /
EINSAMER NIE – Einsamer nie als im August: / Erfüllungsstunde - im Gelände / die roten und die goldenen Brände,
NEIN – Über die Po-Ebene - das wird öde. / Die Po-Ebene queren - lange Fahrt. // Po-Ebene - still doch. Vermutlich nie,
DER ÜBERLÄUFER – In den Garten wollen wir gehen, / Wo die schönen Rosen stehen, / Da stehen der Rosen gar zu viel,
Wunschinsel – Ich hör und spür dich gern / Möcht für dich allein / auf einer Insel ein Lehnstuhl /
VERZEIHLICH – Er ist ein Dichter, also eitel. / Und, bitte, nehmt es ihm nicht krumm, / Zieht er aus seinem Lügenbeutel
Die Linien des Lebens sind verschieden / Wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen. / Was hier wir sind, kann dort ein Gott ergänzen
KINDERREIM – Mitten auf der Elbe / schwimmt ein Krokodil, / wackelt mit dem Schwanze, / weiß nicht, was es will.
SOMMERLIED – wir sind die menschen auf den wiesen / bald sind wir menschen unter den wiesen /
AM RANDE – Manchmal auf einer Schwelle sitzen, / ausruhn vom Gehen, das nicht ankommt, / die Tür hinter dir und nicht klopfen.
ERMUNTERUNG – In dem Marterpfahl, kann sein, / Sitzt der Wurm, / Und ein Wetterstrahl, kann sein, /
BEIM EINGRABEN – Und bin ich tot, nur eines ist mir leid: / Die viele bittre ungelebte Zeit. /









