Peter Szondi: Celan-Studien

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Peter Szondi: Celan-Studien

Szondi-Celan-Studien

DURCH DIE ENGE GEFÜHRT

– Versuch über die Verständlichkeit des modernen Gedichts. –

[1,1] VERBRACHT ins
aaaaGelände
aaaamit der untrüglichen Spur:

Mit den ersten Worten des Gedichts, das Celan 1958 schrieb, beginnt die Schwierigkeit des Verständnisses, zugleich aber auch die Möglichkeit, zu erkennen, daß die traditionellen Mittel der Lektüre versagen. Zumal wenn sie auf Texte angewendet werden, die man als dunkel bezeichnet, verfälschen sie die Lektüre wie den gelesenen Wortlaut. Man fragt sich zwangsläufig, doch zu Unrecht bei diesen ersten Versen von „Engführung“, was mit dem „Gelände / mit der untrüglichen Spur“ gemeint sei. Gewiß ist man zunächst versucht, wie üblich Parallelstellen heranzuziehen, ein Verfahren, nach dem man die Verse „Gelände / mit der untrüglichen Spur“, deren Sinn man nicht kennt, mit anderen Versen aus Celans Werk vergleicht, die man schon zu verstehen glaubt und in denen eben einer dieser Ausdrücke vorkommt. Spräche selbst, was an sich fragwürdig ist, etwas für die Annahme, daß dieselbe Wendung an verschiedenen Stellen auch dieselbe Bedeutung hat, ja schiene selbst das Verständnis, das an der einen Stelle gesichert scheint, den Sinn des Verses, den man zu verstehen sucht, zu erläutern, so wird dieser doch klar, ohne daß man ihn verstanden hätte, denn was die Worte bedeuten, ergibt sich gerade erst durch den besonderen Gebrauch, der sich zunächst dem Verständnis entzieht. Fürs erste muß daher die Frage, was denn mit der „untrüglichen Spur“ gemeint sei, der Feststellung weichen, daß in diesen drei ersten Versen nicht gesagt wird, was die „untrügliche Spur“ ist, wenngleich die wiederholte Verwendung des bestimmten Artikels voraussetzt, der Leser wisse schon, um welches „Gelände“ und welche „Spur“ es sich handelt. Und darum ist am Beginn von „Engführung“ weniger der (mögliche) Sinn der verwendeten Wörter von Bedeutung als der Umstand, daß der Leser in einen Kontext geführt wird, den er nicht kennt, und in dem er dennoch wie jemand behandelt wird, der ihn kennt, genauer: wie jemand, der nicht wissen  d a r f. Der Leser ist von Anfang an „verbracht“ – in eine fremde und fremdartige Gegend. Ob dieser Ort das „Gelände / mit der untrüglichen Spur“ ist, weiß man nicht, man weiß es  n o c h  nicht. Soviel aber hat sich bereits gezeigt: würden diese Verse präzisieren, um was es geht, so wäre der Leser nicht in der Lage, sich zu fragen, ob er nicht selbst gemeint sei. Wiederum muß also an die Stelle der Frage, von wem denn gesagt werde, er sei „verbracht ins  Gelände / mit der untrüglichen Spur“, die Feststellung treten, daß es nicht gesagt wird, und daß eben dadurch, daß es ungesagt bleibt, der Leser annehmen kann, es ginge (auch) um ihn. So läßt „Engführung“ gleich zu Anfang den Leser verstehen, daß er vom Dichter nicht angesprochen wird (wie es oft tatsächlich der Fall ist), und daß er auch nicht Gegenstand des Gedichts ist; vielmehr wird er derart ins Innere des Textes versetzt, daß es unmöglich wird, zwischen dem, der liest, und dem, was er liest, zu unterscheiden; das lesende Subjekt fällt zusammen mit dem Subjekt des gelesenen Gedichts.

Die drei Verse, die die erste Strophe bilden, enden mit einem Doppelpunkt. Der Leser ist so darauf vorbereitet, in den folgenden Versen zu erfahren, was er noch nicht weiß, und was nicht zu wissen, die Lektüre des Beginns von „Engführung“ gerade zum Inhalt hat.

(…)

 

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Vorwort

Das Projekt eines Buches über Paul Celan, von dem Peter Szondi seit langem sprach, hat erst zu Beginn des Jahres 1971 eine konkretere Gestalt angenommen, nachdem er die beiden ersten Aufsätze dieses Bandes geschrieben hatte. „J’ai écrit, schrieb er mir am 29.12.1970, „un article sur la traduction du sonnet 105 de Shakespeare par Paul. Je crois qu’il n’est pas mauvais. Fortement influencé par ma lecture de Jakobson, Derrida et Benjamin“. Gleich darauf (vom 16.1.–1.11.71) entstand „Lecture de Strette“, der erste größere Text, den Szondi direkt in französischer Sprache geschrieben hat. Er löste ein Versprechen ein, das er dem Dichter selbst bei ihrer letzten Begegnung (am 17. März 1970) gegeben hatte. Paul Celan hatte Jacques Derrida nahegelegt, ihn um einen Beitrag für die Zeitschrift Critique zu bitten, die einen Aufsatz über sein Werk veröffentlichen wollte. Peter Szondi erzählte, Celan sei am Tage dieses Gesprächs, da der Dichter selbst auf diese Sache zu sprechen kam, so traurig gewesen, daß er den Artikel, den er ohnehin geschrieben hätte, danach als eine Aufgabe betrachtete, der er sich in keiner Weise entziehen konnte.
Von diesem Zeitpunkt an lag ihm soviel an der Verwirklichung dieses Planes, daß er andere Bände, deren Veröffentlichung er schon im einzelnen vorbereitet hatte – Poetik und Geschichtsphilosophie I, vor allem Lektüren und Lektionen – zurückhielt. So sollte ursprünglich Poetik der Beständigkeit den zweiten dieser Bände beschließen. Shakespeare sollte darin mit der frühen Miniatur über einen Vers aus Romeo and Julia den Anfang und dem linguistischen und sprachphilosophischen Aufsatz den Schluß bilden. Ohne den zweiten dieser Texte war das Gleichgewicht des Bandes Lektüren und Lektionen in Frage gestellt.1
Doch war er seit vielen Jahren mit diesen Gedichten auf eine ihm eigene Weise beschäftigt – sie sagten ihm mehr und schienen ihm wichtiger als jede andere Dichtung der Gegenwart. Auch dem Menschen war er freundschaftlich zugetan, gewillt, für ihn einzustehen. Zusammen mit ihm bin ich Paul Celan zum ersten Mal im Jahre 1959 begegnet. Szondi wußte die Besorgtheit, die die Beziehung einschloß) mit unbedingter Anerkennung zu verbinden. Den Angriffen, denen der Dichter ausgesetzt war, trat er mehrmals mit großer Entschiedenheit entgegen.
Schon 1961 hatte Szondi in Berlin die Gedichte „Sprachgitter“ und „Engführung“ in einem Seminar über moderne Lyrik behandelt.2 Als er 1963 aufgefordert wurde, auf der Germanistentagung ein Referat zu halten, findet sich die Interpretation des Gedichts „Blume“ unter den Themen, die er den Veranstaltern zur Wahl stellte. Und schon damals beabsichtigte er, gerade von dieser Lyrik auszugehen, um auch für das breitere Publikum des Rundfunks einen Vortrag über die Verständlichkeit des modernen Gedichts zu verfassen. Gewiß hat ihn der Tod Celans bewogen, diese langjährigen Studien zu einem Abschluß zu bringen. Die Besonderheit eines jeden Essays des vorliegenden Bandes und die spezifische Zielsetzung läßt sich gerade auch auf den Umstand zurückführen, daß die Beschäftigung mit dem Werk des Dichters sich fast auf die gesamte Dauer der literarischen Reflexion Szondis erstreckt.
Der Aufbau des Bandes stand fest. Er schrieb mir am 8. Februar 1971:

J’ai décidé d’écrire un petit bouquin sur Paul. Il se composera de cinq études: 1) „Blume“ (Sprachgitter), 2) „Engführung“, 3) Übertragung von Shakespeares Sonett CV, 4) „Es war Erde in ihnen“ (Niemandsrose), 5) „Wintergedicht“ – Celans Berliner Aufenthalt. – Dans ce dernier article j’essaierai de donner tous les détails qui aident à comprendre le poème („Da liegst im großen Gelausche…“) sur Rosa Luxemburg et Liebknecht, tout en montrant combien il faut connaître de détails pour comprendre les poèmes des dernières années. Une Anti-lecture donc, mais pur cause.

Wir haben diese Reihenfolge nicht geändert. Nur mußten wir die knappen Aufzeichnungen zu „Blume“ und „Es war Erde in ihnen“, die allein vorhanden sind, von den ausgeführten Essays trennen. In derselben Anordnung sind die fünf Arbeiten mit dem Titel „Celan-Studien“ in seinem Notizbuch verzeichnet; darin ist auch die Zahl der Seiten für die Essays angegeben, die er noch nicht geschrieben hatte: (15) für „Blume“, (20) für „Es war Erde in ihnen“ und (10) für „Eden“ (neben den 60 von „Engführung“ und den 40 der Sonettübersetzung).3 Es ist nicht auszumachen, ob auch die letzte Fassung von „Eden“ nicht noch weiter ausgeführt worden wäre. Wenigstens sind in einer Kopie der Reinschrift am Ende mit Bleistift drei Punkte hinzugefügt, die wir vielleicht zu Recht abgedruckt haben.
Auf dem Blatt des Notizbuches sind die Wörter „Es war“ und „In ihnen“ durchgestrichen. Szondi hatte sich wohl schon für den Titel „Erde“ entschieden, wie darauf auch, dem korrigierten Typoskript entsprechend, die Überschrift „Wintergedicht“ durch „Eden“ ersetzt ist (in der Photokopie des Typoskripts steht als wohl früherer Titel „Eden Berlin“). Für die geplante deutsche Fassung von Lecture de Strette war als Titel zuerst: „Engführung“, dann „In…“, schließlich: „Durch die Enge geführt“ vorgesehen. Diese Angaben sind zwei (verschiedenen) Inhaltsverzeichnissen von Lektüren and Lektionen zu entnehmen, die er Anfang 1971 entworfen hat, als er die Aufsätze jenes Essaybandes zusammengestellt, die Celan-Studien aber noch nicht als getrennte Publikation konzipiert hatte. Es wird darin auch der Titel durch eine zweite Angabe: „Versuch über die Verständlichkeit des modernen Gedichts“ präzisiert.
Es schien richtig, den von mir mit dem Autor gemeinsam für Critique durchgesehenen Text von „Engführung“ ins Deutsche zu übersetzen, da die Absicht Szondis, eine deutsche Fassung zu schreiben, eindeutig feststand.
Der Aufsatz über das Shakespearesonett sollte ursprünglich in der Celan gewidmeten Sondernummer der Études Germaniques (1970, No. 3) erscheinen.4 Szondi konnte ihn aber nicht rechtzeitig fertigstellen. Er hatte auch daran gedacht, seine vor mehr als zehn Jahren erschienene Richtigstellung: „Anleihe oder Verleumdung? Zu einer Auseinandersetzung über Paul Celan“ (Neue Zürcher Zeitung, 19.11.1960, siehe auch Neue Deutsche Hefte, 78, Januar 1961) wieder abzudrucken, doch fand er bald, daß es nicht viel Sinn hätte, auf die häßliche Angelegenheit zurückzukommen:

… moi-même, peu de temps après vous avoir écrit, je me suis dit qu’il vaudrait mieux ne pas revenirs sur cette affaire (an Claude David, 3.7.1970).

Jean Bollack, Paris, Juni 1972, Vorwort

 

 

Peter Szondi,

der im Oktober 1971 aus dem Leben ging, war einer der profunden Kenner der Dichtung Celans. Die drei vorliegenden Studien, von denen zwei zum ersten Mal gedruckt werden, nähern sich dem Werk Celans von ganz verschiedenen Seiten, steuern jedoch alle den zentralen Punkt der spezifischen Sprachkonzeption Celans an. – Szondi gelingt nicht allein die luzide Beschreibung, Lektüre und Auslegung einzelner Gedichte von Celan, sondern zugleich eine äußerst differenzierte Erhellung des Problems von Poesie als Realitätsmodus.

Suhrkamp Verlag, Klappentext, 2016

 

Man sollte Celan nicht vergessen

– Drei Essays Szondis über Celan und eine Auswahl der Gedichte. –

Erst 42jährig ist der bedeutende Literaturwissenschafter Peter Szondi aus dem Leben geschieden: anderthalb Jahre nach dem Selbstmord seines Freundes Paul Celan.
Welchen Verlust nicht nur die Germanistik, sondern jeder am Verstehen von Dichtung und Literatur Interessierte mit dem Tode Szondis erlitten hat, das zeigen die jetzt aus dem Nachlass publizierten Celan-Studien. Diese drei Essays zeichnen sich aus durch Präzision und Intuition, methodische Klarheit und ungewöhnliches Gespür für das Kunstwerk. Immer geht Szondi vom Text aus, keine seiner Feststellungen bleibt unbewiesen, höchste Genauigkeit und Prägnanz zeichnen seine Arbeiten aus.
Die erste Arbeit gilt Celans Uebertragung von Shakespeares Sonett 105. Sie wird als eine bewusste Umdeutung der Vorlage nachgewiesen, eine Neudeutung, die mehr ist als eine blosse Akzentverschiebung, sondern auf eine andere „Art des Meinens“ hindeutet. Aus einem traditionellen symbolistischen Gedicht, das sich selbst zum Gegenstand hat, ist bei Celan ein Gedicht geworden, „das von sich selbst nicht mehr handelt, sondern es ist“. Dieser Essay Szondis erklärt nicht nur die „Celanisierung“ in den Uebertragungen, die bisher oft mit Skepsis gesehen wurde, als bewusste Abweichung vom Original, bisweilen sogar als seine Negation; er leistet auch einen wichtigen Beitrag zum grundsätzlichen Problem des Uebersetzens, indem er deutlich macht, dass die herkömmlichen Kategorien von „Treue“ oder „Freiheit“ von Uebersetzungen nicht mehr ausreichen.
Eine weitere Frage von grundsätzlicher Bedeutung – ob nämlich das Verständnis eines Gedichts von der Kenntnis seines biographisch-historischen Materials abhängt – diskutiert Szondi in dem Beitrag „Eden Berlin“. Er untersucht ein Gedicht Celans, das im Dezember 1967 in Berlin entstanden ist, auf die Grunderfahrungen, die sich hier artikulieren.
Im Hauptaufsatz des Buches weist Szondi anhand der Interpretation des grossen Gedichts „Engführung“ nach, dass diese Dichtung nicht mehr „Repräsentation“ ist, sondern „poetische Realität“: ein Text, „der keiner Wirklichkeit mehr folgt, sondern sich selbst als Realität entwirft und begründet“. Die Realität der Vernichtungslager – Thema der berühmten „Todesfuge“ – bestimme auch dieses Gedicht Celans, und die Erinnerung an diese Lager, in denen Celans Eltern ermordet worden, sei zugleich das Ende und die Voraussetzung von Celans Dichtung. „Engführung“ sei die Widerlegung des AdornoWortes, nach Auschwitz sei es unmöglich geworden, Gedichte zu schreiben. Szondi:

Nach Auschwitz ist kein Gedicht mehr möglich, es sei denn auf Grund von Auschwitz.

In derselben Bibliothek Suhrkamp, in der Szondis Celan-Essays erschienen sind, liegt im übrigen auch ein Band Ausgewählte Gedichte Celans vor, zusammengestellt von Klaus Reichert. Der Band enthält unter anderen die von Szondi kommentierten Gedichte „Todesfuge“ und „Engführung“.

Jürgen P. Wallmann, Neue Zürcher Nachrichten, 24.11.1972

 

 

Christine Ivanovic: Celan und kein Ende? Möglichkeiten und Grenzen des „Umgangs“ mit Person und Werk

Walter Jens: Leichtfertige Vorwürfe gegen einen Dichter, Die Zeit, 9.6.1961

Hans Mayer: Erinnerung an Paul Celan, Merkur, Heft 272, Dezember 1970

Harald Weinrich: Befangenheit vor Paul Celan, Die Zeit, 23.7.1976

Helmut Böttiger: „Alle Dichter sind Juden“. Der Auftritt Paul Celans bei der Gruppe 47 im Mai 1952

Schwarze Flocken. Über Paul Celan, Die Zeit, 27.10.1995

Wo ich mit meinen Gedanken bin, Die Zeit, 27.10.1995

Hans Ulrich Gumbrecht: Am Rand des Verstummens. Paul Celans poetisches Werk kam aus der Katastrophe – und mündete in sie, Neue Zürcher Zeitung, 10.9.2022

Zwischen „Grabschändern“ und „Linksnibelungen“ – Wolfgang Emmerich im Gespräch mit Michael Braun über Paul Celans Verhältnis zu Deutschland und seinen deutschen Kritikern

Felix Philipp Ingolds Skorpioversa – Kehraus mit Celan

Carolin Callies, Ann Cotten, Daniela Danz, Aris Fioretos, Norbert Hummelt und Rainer René Mueller kommentieren Paul Celans Gedicht „Was es an Sternen bedarf“.

 

Paul Celan: Dichter ist, wer menschlich spricht. Ein Film von Ulrich H. Kasten und Hans-Dieter Schütt mit Eric Celan und Bertrand Badiou.

 

Gerhart Baumann hielt seinen Vortrag Paul Celan: Um-Wege zu sich und die offene Frage des Gedichts auf der Tagung Vom Sinn moderner Lyrik am 23. Januar 1971 im Haus der Katholischen Akademie in Freiburg.

 

 

Niemand zeugt für den Zeugen. 100 Jahre Paul Celan. Literarische Soirée am 30.9.2020 im Haus am Dom Limburg.

 

„wir wissen ja nicht, was gilt“ – Paul Celan zum 100. Geburtstag

 

Ein Abend zu Paul Celan am 18.5.2020 im Literaturhaus Berlin mit Hans-Peter Kunisch und Thomas Sparr. Es moderiert Eveline Goodman-Thau.

 

Paul Celan, Czernowitz & die „Todesfuge“. Helmut Böttiger berichtet.

 

Erreichbar, nah und unverloren. Reisen zu Paul Celan. Teil 1. Gespräch mit Helmut Böttiger.

 

Todesfuge – Biographie eines Gedichts. Alexander Suckel im Gespräch mit Thomas Sparr am 17.4.2020 im Literaturhaus Halle.

 

„Ästhetik und politische Dimension der Dichtung Paul Celans“. Mit Helmut Böttiger, Thomas Sparr und Monika Rinck; Moderation: Dieter Stolz am 23.11.2020 im Literaturforum im Brecht Haus.

 

Paul Celan in Europa – Videogespräch am 22.9.2020 im Rahmen der trilateralen Forschungskonferenzen 2020–2023 in der Villa Vigoni.

 

Paul Celan übersetzen – Gabriel Horatiu Decuble im Gespräch mit Ton Naaijkens und Alexandru Bulucz, Moderation Ernest Wichner am 6.11.2021 im Literaturhaus Halle im Rahmen der Tagung „Was setzt über, wenn Gedichte übersetzt werden“.

 

Clément Fradin, Julia Maas und Michael Woll stellen Paul Celans Bibliothek im Deutschen Literaturarchiv Marbach vor.
Michael Woll stellt Paul Celans Nachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Hölderlin-Bezüge in Celans Texten.

 

„Die Todesfuge. Zur Biographie eines Gedichts im Archiv“ – Thomas Sparr im Gespräch mit Jan Bürger, Kai Uwe Peter und Michael Woll

 

Paul Celan liest Gedichte in Jerusalem am 9.10.1969

Zum 50. Todestag von Paul Celan:

Daniel Jurjew / Klaus Reichert: Paul Celan: Ich sehe seine Hellsichtigkeit, bei anderem denke ich einfach: er übertreibt
Frankfurter Rundschau, 19.4.2020

Gregor Dotzauer: Das Eigene und das Andere
Der Tagesspiegel, 19.4.2020

Susanne Ayoub: Es ist Zeit, dass es Zeit ist
Der Standart, 19.4.2020

Sandro Zanetti: Akute Dichtung: Celans Zumutungen
Geschichte der Gegenwart, 19.4.2020

Friederike Invernizzi: Sprechen zwischen Wunde und Narbe
Forschung & Lehre, 19.4.2020

Frank Trende: Die bewegende Geschichte der Todesfuge
shz.de, 19.4.2020

Dunja Welke: Paul Celan – Ein zerrissener Dichter
RBB, 18.4.2020

Stefan Lüddemann: Paul Celan, Dichter des Holocaust, starb vor 50 Jahren
Neue Osnabrücker Zeitung, 19.4.2020

Shmuel Thomas Huppert: Erinnerungen an Paul Celan
SR 2, 26.2.2020

Christoph Bartmann: Ein Riss, der nicht zu heilen war
Süddeutsche Zeitung, 20.4.2020

Christine Richard: Ein Leben, immer nahe am Untergang
Tages-Anzeiger, 20.4.2020

Anton Thuswaldner: „Die Welt ist gegen mich losgezogen“
Salzburger Nachrichten, 19.4.2020

Klaus Reichert im Gespräch mit Niels Beintker: Erinnerungen an Begegnungen und Gespräche mit Paul Celan
BR24, 20.4.2020

Rüdiger Görner: Asche atmen: Zu Paul Celan
Die Presse, 23.4.2020

Marko Martin: Paul Celan und die „Linksnibelungen“
Welt, 27.4.2020

Evelyne Polt-Heinzl: Paul Celan Ein Migrant in Wien
Die Furche, 8.4.2020

 

 

Zum 100. Geburtstag von Paul Celan:

Björn Hayer: Herzhell leuchten die Toten

Andreas Wirthensohn: Todesklage für die Überlebenden
Wiener Zeitung, 21.11.2020

Klaus Demus: „Eine sehr große Freundschaft“
literaturoutdoors.com, 22.11.2020

Claus Löser: Fünf Filme für Paul Celan
Berliner Zeitung, 21.11.2020

Krisha Kops: Paul Celan: Dichter, Überlebender, Heimatloser
Deutsche Welle, 22.11.2020

Ulf Heise: Lyrik als Flaschenpost
Freie Presse, 22.11.2020

Susanne Ayoub: Paul Celan: Verlust der Heimat, Trauer um die Eltern
Der Standart, 22.11.2020

Wolf Scheller: Was nicht gesagt, nur angedeutet werden kann
Der Standart, 23.11.2020

Andreas Montag: Dichter Paul Celan – Der Schleier des Herbstes
Mitteldeutsche Zeitung, 23.11.2020

Andreas Müller: Paul Celan – zum 100. Geburtstag
Wiesbadener Kurier, 23.11.2020

Stefan Kister: Unter die Deutschen gefallen
Stuttgarter Zeitung, 22.11.2020

Paul Jandl: Vielleicht war Paul Celan einmal ganz er selbst. Da spielte er die Dürrenmatts beim Tischtennis in Grund und Boden
Neue Zürcher Zeitung, 23.11.2020

Sabine Glaubitz: Er schrieb das Unsagbare auf: Nachkriegsdichter Paul Celan wäre heute 100 Jahre alt geworden
stern, 23.11.2020

Volker Weidermann: Ein Grab in den Lüften
Der Spiegel, 20.11.2020

Jochen Hieber: Im Höhenrausch mit Ingeborg Bachmann
Der Spiegel, 23.11.2020

Stefan Brams: Interview mit Thomas Sparr – Paul Celan stiftet zur Erinnerung an
Neue Westfälische, 23.11.2020

Helmut Böttiger: Die graue Sprache
Süddeutsche Zeitung, 22.11.2020

Helmut Böttiger: Auf der Suche nach einer graueren Sprache
Jüdische Allgemeine, 21.11.2020

Albrecht Dümling: Die Todesfuge in Tönen
Deutschlandfunk Kultur, 20.11.2020

Nikolaus Halmer im Gespräch mit Barbara Wiedemann: Paul Celan: „Es sind noch Lieder zu singen jenseits der Menschen“
Die Furche, 11.11.2020

Harald Seubert: Lieder jenseits der Menschen und kodierte Zeit: Paul Celan (1920–1970). Zum Gedenken
youtube.com, 15.6.2020

Celebrating Paul Celan: An Evening with Pierre Joris and Paul Auster
youtube.com, 21.11.2020

Stadtführung „Auf den Spuren von Paul Celan“
youtube.com, 10.9.2020

Paul-Celan-Literaturtage 2020. Videopräsentation vom Paul Celan Literaturzentrum Czernowitz

Ausstellung Paul Celan 100 – Unter den Wörtern

Online-Begleitprogramm zur Ausstellung Paul Celan – Meine Gedichte sind meine Vita

 

 

West-östliche Konstellationen. Internationale Tagung als hybride Veranstaltung im Lyrik Kabinett, München, sowie online.
Tagungskonzeption und -organisation: Prof. Markus May und PD Dr. Erik Schilling (Institut für deutsche Philologie der LMU München)
8.–9.10.2020

Eröffnung

 

Ambivalente Topographien. Rilkes Dritte Duineser Elegie und Celans „Walliser Elegie“

 

„West-östliche“ Lesarten im Jahrhundert nach Celan

 

Das Schweigen über Brücken. Orte Celans bei Robert Schindel

 

Abendvortrag: Todesfuge. Biographie eines Gedichts

 

„Wortaufschüttung“. Materialität als Indexikalität bei Paul Celan

 

Betreten. Zum Anfang von Engführung

 

Celans Draußen. Über reale und sprachliche Räume in seiner Dichtung

 

„Stimmen vom Galgenbaum“. Celans west-östliches Rotwelsch

 

Fakten und Vermutungen zu Paul Celan + Instagram + ÖM + IZA 1 & 2 + IMDbKLGPCLZ + PCLZKanal + Archiv 1 & 2 + Internet ArchiveKalliope + Georg-Büchner-Preis 1 & 2
Porträtgalerie: Keystone-SDA
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Nachrufe auf Paul Celan: Neue Literatur ✝︎ NZN



Paul Celans Todesfuge interpretiert von Diamanda Galas im Teatro Albeniz, Madrid, 15.10.2008.

 

Zum 80. Geburtstag des Autors:

Ulrich Weinzierl: Versuch über das Tragische
Die Welt, 27.5.2009

Zum 50. Todestag des Autors:

Nikolai E. Bersarin: „Du liegst im großen Gelausche“
AISTHESIS, 18.10.2021

 

Fakten und Vermutungen zum Autor + Kalliope + Archiv + Internet Archive

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