Wolfgang Bächlers Gedicht „Der Kirschbaum“
DER KIRSCHBAUM – Durchs Schilfrohr ruft es / der Schwan, der Prophet. / Die Lerchen singen es weiter:
DER KIRSCHBAUM – Durchs Schilfrohr ruft es / der Schwan, der Prophet. / Die Lerchen singen es weiter:
NACHTS IN DER EMIGRATION – Nachts bin ich ganz allein im Weltenraum, / fern allen Freunden, die mich längst vergaßen.
DER MANN AUS DEM MEER – man findet ihn in einem frack aus salz / und sand. ein paß aus algen, ein ensemble
IM RÜCKEN DEINER TRÄUME – Warum freut mich das Singen / der Vögel? / Warum höre ich noch das Kreischen
MÖBEL – Alles Verläßliche verlassen, / die benutzten Sätze, das Besagte / verschweigen bis es geht,
METZGEREI (ODER: A MAN CAN BE DESTROYED AND DEFEATED) – Heut abend in der Metzgerei / stand ein alter Mann vor mir
INTERMEZZO – Ich bin der große Gaukler Vauvert. / In hundert Flammen lauf ich einher. / Ich knie vor den Altären aus Sand,
LEICHTER SOMMER – als läge noch eine schicht zwischen ihnen / und dem schmalen streif der küste
ICH BEGINNE ZU RASEN – ich beginne zu rasen / ich beisse dich roh / ich werde dich hassen
YEAH! – Hier kriecht und kriecht die Nacht heran: / Sie reißt den schwarzen Kasten auf.