Wolfgang Schlenker: nachtwächters morgen
Es sind Gedichte „im Schatten von aber-das-ist-eine andere Geschichte“.
Es sind Gedichte „im Schatten von aber-das-ist-eine andere Geschichte“.
HEITER SEI MEIN ABENDESSEN – Heiter sei mein Abendessen, / Wenn’s zur Nacht auch traurig geht. /
„die wahrheit der eigenen schritte“ kann hier auf verwischten Spuren verfolgt werden. Wohin das führt bleibt Poesie und Verrat.
Prominente Persönlichkeiten wurden gebeten, ihr liebstes Gedicht auszuwählen und in einem kurzen Essay zu erzählen, was es ihnen bedeutet. Auf diese Weise ist nicht nur eine Auswahl entstanden, die all die großen Dichter versammelt – gleichzeitig bezeugt sie die Faszination und Wirkungskraft der Poesie in der Türkei.
Der essayistische Dialog zwischen den Dichtern und den zeitgenössischen Interpreten wirft zudem zahlreiche Schlaglichter auf die Gedankenwelt und die Repräsentanten der heutigen Kulturszene.
WER WEISS ZU LEBEN? – Wer weiß zu leben? Wer zu leiden weiß. / Wer zu genießen? Der zu meiden weiß.
DAS SONETT – Zwei Reime heiß ich viermal kehren wieder, / Und stelle sie, geteilt, in gleiche Reihen, / Dass hier und dort zwei eingefasst von zweien
AUF ERDEN STEHET NICHTS – Auf Erden stehet nichts, es muß vorüberfliegen. / Es kommt der Tod daher, du kannst ihn nicht besiegen.
Dem Klischee und Schreckensbild von der unter dem Schleier verstummten Araberin treten sechsundfünfzig Dichterinnen entschlossen entgegen. Vom überraschend freizügigen erotischen Gedicht aus dem 7. Jahrhundert bis zum zeitgenössischen Text über das Leben im Exil – eindrucksvoll setzen sich die Frauen mit ihrer Lebenssituation auseinander. Dieses Buch beweist: Die großartige arabische Dichtkunst ist keine ausschließliche Domäne der Männer.· Eine Anthologie wider westliche Vorurteile.· Frauenstimmen der arabischen Kultur: kraftvoll, sinnlich, jenseits patriarchalischer Entmündigung.
Stingl gehört sicher nicht zu den HABITUES des Negresco, die Barschaft dürfte kaum zu mehr als einem Tee ausreichen; aber er hat diesen Hang zur Größe oder zur großen Geste; diese Spielart des Dandytums unterscheidet ihn.
Zwar ist Stingl nicht zimperlich, wenn es um gewisse Ausdrücke geht, aber immer wird einem bewußt, daß da einer schreibt, der von Rilke beeinflußt ist und die Sonette von Shakespeare kennt und liebt.