Ernst Jandls Gedicht „my own song“
MY OWN SONG – ich will nicht sein / so wie ihr mich wollt / ich will nicht ihr sein
MY OWN SONG – ich will nicht sein / so wie ihr mich wollt / ich will nicht ihr sein
ICH ATME FRUCHT – Ich atme Frucht und Phlox / Und ich denke an mich. / Meine Hymnen für euch Gesocks
MÜDE WAREN WIR U. SCHLIEFEN MIT DEM LICHT – unsre ellenbogen waren rötungen / verstoßene wärme u. zu
SONETT – so weit so gut so zart so nett / so viel so kurz so stein so brett / so still so klar so fluß so zeit
MÜDE – Ich schließ die Thüre hinter mir, / Will ohne Gäste sein; / Ich hab mich selbst verlassen,
Empor nun, ganzes Auditorium! / Aufschwingt euch zum Emporium, / Allwo unbeschnipfelt / Die Idee sich gipfelt,
VERGÄNGLICHKEIT – Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen: / Wie kann das sein, daß diese nahen Tage
ERINNERUNG – Ich weiß nicht, woher ich den Apfelbaum / nehme, die Katze, den Schatten, der Großvater
WOLKEN – wolken treiben mich mit sich fort / wolken dunkel und wolken hell / wolken träge und wolken schnell
KINDER AM UFER – O sieh doch! siehst du nicht die Blumenwolke / Da drüben in dem tiefsten Weiherkolke?