Eugen Roths Gedicht „Mitmenschen“
MITMENSCHEN – Ein Mensch schaut in der Straßenbahn / Der Reihe nach die Leute an: / Jäh ist er zum Verzicht bereit
MITMENSCHEN – Ein Mensch schaut in der Straßenbahn / Der Reihe nach die Leute an: / Jäh ist er zum Verzicht bereit
ABEND – Der schnelle Tag ist hin / die Nacht schwingt ihre Fahn / Vnd führt die Sternen auff. Der Menschen müde Scharen
WAR DA WAS – Da war etwas Gutes / vorhin, / woanders. / Schade, / daß es so schwer ist,
SEHNEN – Die Hände strecken / Starre bebt / Erde wächst an Erde / Dein Nahen fernt
BLEIB SAUBER! – Vor dem Schlafen / nach dem Essen / Zähneputzen nicht vergessen! // Vor dem Keilen
UM MITTERNACHT – Gelassen stieg die Nacht ans Land, / Lehnt träumend an der Berge Wand,
EINFACHE DINGE – Einerlei geh ich / Zweierlei seh ich / Dreierlei leb ich / Viererlei freut mich am Tage
FÜRSTENSPIEGEL – Drei Lehren fass’ ein Herrscher wohl ins Herz. / Die eine: dass er über Menschen herrscht;
DER DUNKLE SCHWARM – der dunkle schwarm ist mir zuerst erschienen / über der backsteinmauer, nahe dem gerüst
OBJEKT – Er schläft leicht ein / du mußt ihm die Augen offenhalten / Er ißt gern lange