Werner Fincks Gedicht „Meines Lebens A und Z…“
Meines Lebens A und Z / sind der Divan und das Bett. / Freundschaft, Liebe und Verkehr,
Meines Lebens A und Z / sind der Divan und das Bett. / Freundschaft, Liebe und Verkehr,
VIELLEICHT EIN NARR WIE ICH – vielleicht ein narr wie ich / narren sind immer gleich / und wunderlich
SO FERN – So fern in der Nähe warst du mir, / so nah in der Ferne. // Wir berührten uns wie der Mond das Wasser,
MIT UNSERN GERETTETEN HÄLSEN – Mit unsern geretteten Hälsen, / Immer noch nicht gelyncht, / Ziehn wir von Babel nach Belsen
SCHÖNE SELTENE WEIDE – Manchmal, nach einem Herbststurm, / wenn die Luft still und gefegt ist,
EIN SCHWARZER TAG – An solchen Donnerstagen / hackt sogar der erfahrenste Metzger / sich einen Finger ab.
TISCH UND STUHL – tisch und stuhl / stehen schwul / im raum herum / und glotzen dumm //
SITTICH – lorenz böhler unfallkrankenhaus / wien 1987 // ich habe / kein gewicht. / so trägt mich
DER VERSPÄTETE WANDERER – Wo werd’ ich sein im künft’gen Lenze? / So frug ich sonst wohl, wenn beim Hüteschwingen
DAS ETSCHELBETSCHEL – Seht: Da kommt das Etschelbetschel / zieht mir frech ein freches Fletschel // streckt mir seine Zunge raus