Ernst Jandl: Poesiealbum 278

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Ernst Jandl: Poesiealbum 278

Jandl/Stein-Poesiealbum 278

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Der Plan für das Poesiealbum Ernst Jandl

reicht bis in die frühen siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Cheflektor und Verlagsleiter wissen mit dem Namen nichts anzufangen und fordern mich auf, fünf Probegedichte vorzulegen. Ich wähle: lichtung, ottos mops, vater komm erzähl vom krieg, schtzngrmm, bessemerbirnen. Stirnrunzeln, stiere Augen und das Begehren, mit weiteren Texten untertänigst zu antichambrieren, um schließlich zu unterliegen. Der Weltautor scheitert an der Kreisklasse des Geistes.

Bernd Jentzsch, MärkischerVerlag Wilhelmshorst, Klappentext, 2008

Jandl verfaßt Gedichte,

indem er sich der Sprache stellt, sie aufgreift und in sie eindringt. Die inhaltliche Assoziation wird ebenso benutzt wie die klangliche, die Diskrepanz zwischen Schrift- und Lautbild ausgenutzt, die Ausdruckskraft entdeckt des unvollständigen, rudimentierten Satzes und Worts wie des Kalauers, Übersätze zu Wortfeldern aufgeschwemmt usw. Immer wieder ist es nicht die Abfolge der grammatischen Logik, die den Zusammenhang bestimmt, sondern der Fortgang von Überraschung wortwörtlich Unerwartetes, schnellt Sprache fort.

Helmut Heißenbüttel, MärkischerVerlag Wilhelmshorst, Klappentext, 2008

 

Jandl im Landl

Es wirkt wie blanker Hohn und ist nicht leicht erträglich, wenn Ernst Jandl vor ausgesuchtem Publikum im TIP, im Theater im Palast der Republik, seine quirligen Texte vortragen darf – ein Beweis dafür, wie „liberal“ die DDR ist −, die ihm geistesverwandten jüngeren Autoren im Landl jedoch mit striktem Auftrittsverbot geschlagen sind, von der Drucklegung ihrer Werke ganz zu schweigen: Nach innen dumpfer und höhnischer Terror, da man gleichzeitig dem Österreicher und anderen gegenüber demonstriert, wie „großzügig“ man in „ästhetischer Hinsicht“ zu denken gelernt hat, wenigstens solange die „Protokollveranstaltung“ dauert. Glücklicherweise gelingt es, Ernst Jandl mit List und Tücke in den Prenzlauer Berg zu entführen, nämlich in die Wohnung unserer Freundin Helga Paris, der Fotografin, wo Jandl in eine der typischen „Wohnungslesungen“ integriert wird; neben Jandl, der sehr viel bodenständiger wirkt als erwartet, lesen unter anderem Papenfuß, Döring, Faktor, die „Jandlianer“ der DDR, um es vereinfachend zu sagen. Kein Zweifel, daß es demnächst wieder eine besorgte „Sitzung“ der offiziell-literarischen Führungs- und Leithammel geben wird (erfahren werden sie von dem Treffen mit Sicherheit, z.B. durch den Protestmenschen Jandl), zumal der Gast aus Wien auch über die Mißlichkeiten informiert wird, denen wir „Asoziale“ ausgesetzt sind; ungläubig lauscht er dem Bericht über die Drohung mit jenem sagenhaften „Gesetz zum Schutz der Berufsbezeichnung Schriftsteller“, das sich in Vorbereitung befinden soll, ein Gesetz zum Schutz der Pfuscher und Trivialliteraten letztendlich, da der Beruf des Schriftstellers, falls er nicht vom Verband „zugeteilt“ ist, aufgrund der Höhe des Einkommens definiert werden soll… „Sie wollen es nicht glauben, Herr Jandl? So ist die DDR, genau so!“ natürlich hoffen wir, daß der Meister überall Krach schlägt. – Jedenfalls hat die „Szene“ in ihm, dem schwer beeindruckten, einen neuen Propagandisten gefunden, welcher verspricht, in Österreich dies und das in die Wege zu leiten für Papenfuß, Döring, Faktor.

Adolf Endler, aus: Tarzan im Prenzlauer Berg, Reclam Verlag Leipzig, 1996

Ernst Jandl

− Die schöpferischen Widersprüche. −

Da ich Ernst Jandl während seines ersten England-Aufenthaltes in den fünfziger Jahren nicht kennenlernte, wohl auch zu jener Zeit nichts von seinem Werk wußte, da es in der 1962 abgeschlossenen zweisprachigen Anthologie, die ich zusammen mit Christopher Middleton herausgab, fehlt, begegnete ich Jandl zuerst als Autor und Sprecher seiner Laut- und Sprechgedichte, die er Mitte der sechziger Jahre in England bei schon historisch gewordenen Lesungen mit großem Erfolg vortrug. 1965 und 1967 erschienen auch in England kleine Gedichtsammlungen. Spätestens 1965 folgte über die persönliche Bekanntschaft eine Ergänzung meines Jandl-Bilds durch die Lektüre seines ersten Gedichtbuchs, Andere Augen, in dem ich schon alle sich anscheinend widersprechenden Möglichkeiten und Tendenzen dieses Dichters vorgezeichnet fand, obwohl darin die Wortgedichte noch vorherrschten und die Richtung zum rein Konkreten nur angedeutet war.
Daß die Eigenart eines dichterischen Werks als Ganzes sehr oft durch die anscheinenden Widersprüche in der Theorie oder Praxis am deutlichsten hervortritt, war mir schon bei vielen anderen Autoren, mit denen ich mich als Leser, Kritiker oder Übersetzer befaßt hatte, aufgefallen. Die Konflikte, die Reibungen, erzeugen ja schöpferische Kraft, zeigen außerdem, in welchem Spannungsfeld sich diese Kraft bewegt. Der irische Dichter W.B. Yeats hatte darauf hingewiesen, daß Gedichte aus einem „Streit mit sich selber“ entstehen, während Rhetorik aus „einem Streit mit anderen“ entsteht. „Schmerz durch Reibung“ hieß ein frühes Lautgedicht Ernst Jandls. Dieselbe Reibung erzeugt aber auch die schöpferische Lust – die Lust an der Arbeit des Schreibens und die „Faszination des Schwierigen“ −, um Yeats noch einmal zu zitieren −, welche zugleich den Streit eine Weile lang schlichtet, eine Lösung der Schwierigkeit bietet, bis schon bei der nächsten Arbeit neue Spannungen, neue Reibungen andere Lösungen erfordern.
Eben sprach ich von der „Theorie oder Praxis“ eines Dichters, als ob diese für einen Künstler gleichberechtigt oder gleichwertig wären. Selbstverständlich meinte ich mit „Theorie“ nur jene Aussagen, die ein Dichter manchmal von sich gibt, um seine Praxis zu erklären, um sich selber klarzumachen, was er tut oder schon getan hat, oder auch um seine Praxis zu rechtfertigen. Da das Spannungsfeld Ernst Jandls vom ersten Buch an ein ganz außerordentlich weites war, weil es sich bis zu den äußersten Gegensätzen zwischen der mimetischen und der absoluten Poesie erstreckt, so daß sogar seine Lautgedichte meistens keineswegs abstrakt oder auch konkret waren, indem das Spiel mit dem rein sprachlichen Material zugleich einen Witz oder eine Pointe vermittelte und im nichtsprachlichen Erlebnis verankert war, hätte ich kaum gewagt, dieses Spannungsfeld zu umreißen, wenn nicht Ernst Jandl durch solche Aussagen schon fast alles selber ausgesprochen hätte, was seine Leser und Deuter wissen müssen. Das hat er auf eine ganz exemplarische Weise geleistet nämlich mit einer bei Lyrikern ganz seltenen Aufrichtigkeit, Sachlichkeit und Deutlichkeit. Daß er dabei weder übertrieben noch provoziert hat, beweist auch, daß es ihm dabei nicht um Rechtfertigung, sondern um Klärung und Erklärung ging. Dieselbe Aufrichtigkeit, Sachlichkeit und Deutlichkeit kennzeichnen übrigens auch das dichterische Werk Ernst Jandls – selbst dort, wo es am gewagtesten ist und sich am weitesten von der Alltagssprache entfernt. Darum scheute sich Ernst Jandl nicht, in den Selbstkommentaren die Geheimnisse seiner Arbeitsweisen ohne Rückhalt aufzudecken.
Schon in dem Vortrag Voraussetzungen, Beispiele und Ziele einer poetischen Arbeitsweise aus dem Jahre 1969 hat Jandl die wesentlichen Spannungen und Gegensätze in seinem Werk angedeutet – so jene zwischen Tradition und Neuerung, zwischen dem Drang zum absoluten Gedicht, dem konkreten, welches „ein Gegenstand ist, nicht eine Aussage über einen Gegenstand“, und der Erkenntnis, daß das absolute Gedicht nicht realisierbar ist, denn „wer mit Wörtern arbeitet, arbeitet mit Bedeutungen“. Wichtig in dem Vortrag ist auch Jandls Bekenntnis zur Kunst als „fortwährende Realisation von Freiheit“. Diese Freiheit bewahrt er in dem eigenen Werk, indem er das ganze Spannungsfeld zwischen den äußersten Möglichkeiten des Gedichts für sich offen läßt, also verschiedene Arten von Gedichten schreibt, die mehr oder weniger experimentell sind, auch keine einzige Tradition anerkennt. „Tradition besteht aus Traditionen“, heißt es in dem Vortrag; und auch vom experimentellen Dichter heißt es: „Schon indem er Gedichte schreibt, setzt er eine Tradition fort.“ Obwohl Jandl in seinen Aussagen das Persönliche sauber von dem Handwerklichen der Kunst trennt, enthält der Vortrag auch eine merkwürdige Bemerkung über die eigene Entwicklung: „Als ich 9 Jahre alt war, hatte ich mein erstes Gedicht geschrieben. Ich stehe noch immer auf der gleichen Stelle.“ Das mag bei einem Autor, der so vieles und Verschiedenes geschrieben hat, immer wieder Neues wagt und bewältigt, fast paradox und provozierend klingen; aber es hängt mit einem nicht nur persönlichen Widerspruch zwischen der Notwendigkeit der Neuerungen in den Künsten und der ewigen Wiederkehr des Gleichen zusammen übrigens auch mit Jandls Vorliebe für eine auf primitive Sprachgesten reduzierte, kindliche Lyrik. Freilich entspricht auch diese Vorliebe wieder nur einer unter vielen Richtungen und Möglichkeiten seines Werks. Entscheidend ist immer die ganze Reichweite der Spannungen, das gesamte Kraftfeld. Darum ist es auch ganz gleichgültig, ob wir Jandl als experimentellen oder als traditionellen Dichter bezeichnen: daß er beides zugleich ist und es auch weiß, kennzeichnet sein Werk. Er selber sagte in dem Vortrag: „Die experimentelle Dichtung, wie jede Art Dichtung, und zu jeder Zeit, entsteht zwischen den Mustern der Umgangssprache und den Mustern der Poesie. Dazwischen – das ist ihr Raum.“
Auch die verschiedenen Gedichtarten, die Jandl in seinem Werk erkennt, wurden in dem Vortrag schon berührt. Ausführlicher behandelte er sie dann in dem Buch Die schöne Kunst des Schreibens, welches 1976 erschien. Nach dem schon Gesagten versteht es sich, daß auch die vier dort genannten Gedichtarten – Gedicht der Alltagssprache, Sprechgedicht, Lautgedicht und visuelles Gedicht – für Jandl weder ganz getrennte Gebiete noch endgültige Bezeichnungen aller seiner Gedichte sind. Es gibt in seinem Werk Zwischenformen, Mischformen und Ausnahmen, deren Eigenheit von den vier Hauptkategorien nicht erfaßt wird. Schon die Kategorie „Gedicht in der Alltagssprache“ umfaßt ja alle schon längst unterschiedenen Arten des herkömmlichen Gedichts; und fast alle diese Arten waren schon in dem ersten Gedichtbuch Ernst Jandls vertreten – wie auch die für ihn charakteristische Skala von „Scherz, Satire, Ironie“ bis zur „tieferen Bedeutung“ und einer gar nicht spielerischen Schwermut. Dazu kommen noch neue, seit 1976 entwickelte Möglichkeiten seiner Kunst – wie die schon erwähnte in der Richtung der „verkindlichten Sprache“ in dem Buch der gelbe hund, zu dem ich noch einiges sagen werde.
„Gründliche Einfachheit“ gehört aber von Anfang an zu Ernst Jandls Zielen. Das bestätigt er in der Schönen Kunst des Schreibens im Zusammenhang mit seinem frühen „Programmgedicht“ „Zeichen“ aus dem Jahre 1953:

zerbrochen sind die harmonischen krüge,
die teller mit dem griechengesicht,
die vergoldeten köpfe der klassiker-
aber der ton und das wasser drehen sich weiter
in den hütten der töpfer.

Die Sprache, Syntax und Geste dieses Gedichts sind so schlicht und knapp, daß sie an die Gebrauchslyrik Bertolt Brechts erinnern; und daß das Töpferhandwerk in diesem Programm das Positive, Dauerhafte, Gültige ist, sagt uns viel über die Kunst Jandls, selbst über den anscheinend entgegengesetzten Drang zum absoluten Gedicht, welches ein Gegenstand ist, aber – anders als für Gottfried Benn zum Beispiel- kein mit der Pathetik des Ästhetizismus beladener Gegenstand. Dieses Bestehen Jandls auf der schriftstellerischen Produktion nicht als Rausch oder Ekstase, wie bei Benn, sondern als schlichtes, aber lebensnotwendiges Handwerk wurde fast drei Jahrzehnte später auf die äußerste Probe gestellt; nämlich in jener Depression, die er durch das Schreiben der Sprechoper Aus der Fremde und der gleichzeitigen Gedichte überwand. Ohne den Rausch und die Ekstase, die ja seit der Romantik ein Ausspielen der Subjektivität gegen eine objektiv entfremdete oder sinnlose Welt waren, mußte für Jandl etwas anderes als die „Ausdruckswelt“ Benns die Lust am Handwerk bewahren. Wenn auch die Selbstaussage und Selbstdarstellung in seinem Werk so wenig ausgeschlossen ist wie das soziale und ethische Engagement Brechts, war für ihn immer das Material selber, nämlich die Sprache, das Primäre an seiner Kunst. Darum habe ich von anscheinenden Widersprüchen und Verschiedenheiten gesprochen: Jandls Beschäftigung mit der Sprache als Medium und Material seiner Kunst sehe ich als das bindende, konstante, alle Unterschiede einbegreifende Merkmal seines Schaffens. Ob dies auch das spezifisch Österreichische an seinem Schaffen ist, sollen andere entscheiden; aber daß es eine österreichische Besessenheit von der Sprache und dem Sprachlichen gibt – die zugleich Sprachmystik und Sprachskepsis sein kann, wie bei Hofmannsthal oder Wittgenstein und auch die Zeit- und Gesellschaftskritik beherrschen kann, wie bei Karl Kraus – steht wohl nicht in Frage. Trotz aller Abneigung gegen Philosophisches und Theoretisches hat Ernst Jandl in der Schönen Kunst des Schreibens sein Nachdenken über sprachliche Fragen bezeugt, in dem Passus über „normative, deskriptive und projektive Grammatik“, das „normative, deskriptive oder projektive“ Wörterbuch. Abgesehen von der „Tradition des Neuen“ und der österreichischen Sprachbesessenheit, überbrückt dieses Interesse Jandls auch jede Diskrepanz zwischen Umgangssprache und Poesiesprache, Wörtlichkeit und Wortspiel in seinem Werk. Jede Art von Sprache darin, auch die herkömmlichste und einfachste, stellt Sprachgewohnheiten in Frage, aus dem von ihm selber angegebenen Grund: „In der Poesie […] brauchen wir alles, woran wir uns nicht gewöhnt haben; wir brauchen es, um Poesie überhaupt anfangen zu können, und wir brauchen es, um mit Poesie etwas anfangen zu können, etwas, das ein Beginnen ist.“
Da die zwei erwähnten Prosawerke Jandls selbst Kommentare zu eigenen Gedichten enthalten und man sich auf alles, was Jandl zu eigenen Werken bemerkt, durchaus verlassen kann, bin ich eigentlich schon am Ende meiner verallgemeinernden und zusammenfassenden Übersicht. Hier könnte die wirkliche Kritik ansetzen – die Kritik einzelner Texte. Aber welcher Texte, unter so vielen? Jedenfalls nicht solche, die man vor allem hören oder sehen muß; und wenn man sie hören muß, am besten in der authentischen Stimme des Autors, wie man sie glücklicherweise zum Teil auf Platten hören kann. So glaubte ich, bevor ich Jandls eigene Lesung des Gedichts gehört hatte, daß die Laute „t-tt“ am Ende des Gedichts „schtzngrmm“ vor allem das Schießen eines Maschinengewehrs mimetisch wiedergäben, obwohl die Struktur des ganzen Gedichts auf dem Auslassen der Vokale beruht. Erst die Stimme des Autors vermittelte die Hauptbedeutung – „tot“. Wichtiger aber ist, daß die Sprechgedichte auf der Platte Laut und Luise, obwohl sie nicht zu den konkreten oder absoluten gehören, das seit Jahrhunderten gehegte Verlangen nach einer Lyrik, die Musik ist, erfüllen. Das kann ich zwar nicht theoretisch, aber aus der Erfahrung, belegen; durch das Vergnügen meiner damals ganz kleinen Kinder, die nur englisch sprachen, an den Gedichten auf der Platte Laut und Luise. Die Begeisterung meiner Kinder für diese Gedichte lag nicht daran, daß in manchen auch englische Wörter vorkommen. Die „tiefere Bedeutung“, die auch in den Gedichten steckt, entging ihnen. Statt dessen hörten sie aber eine reine Lautmusik jenseits der Sprachen. Auch die Freude am „nonsense-verse“, wie er ihnen schon aus Lewis Carroll und Edward Lear bekannt war, trug wohl zu der Wirkung bei. Für Kinder also bestehen keine festen Grenzen zwischen den verschiedenen Gedichtarten Ernst Jandls – in diesem Fall zwischen Sprechgedichten und Lautgedichten.
Freilich bleiben beide Arten auch im Grunde unübersetzbar – was nicht verhinderte, daß eine Sammlung von Sprechgedichten ohne Übersetzung in England mit dem ohnehin zweisprachigen Titel „mai hart lieb zapfen eibe hold“ erscheinen konnte. Als Übersetzer stieß ich darum auf jene Grenzen, die meine Kinder als Zuhörer ohne weiteres überschreiten konnten. Nur Gedichte von Jandl in der Alltagssprache konnte ich übersetzen; darunter aber auch solche, die die Alltagssprache durch das Zusammensetzen unerwarteter Bestandteile, durch Wortspiel oder durch grammatische Verschiebungen verfremden – also auch komische, satirische und groteske, wie die frühen Gedichte „Lied“, „Im Delikatessenladen“, „Taschen“ und „Jeder sein Edison“.
Jedenfalls wird nun das Thema Depression unvermeidlich. Es gibt ja Depressionen in der Stimmung, Depressionen im Wetter und Depressionen in der Wirtschaft, innere und äußere Depressionen, welche entweder unabhängig voneinander oder zusammenwirkend auftreten. Die Depression, in der Ernst Jandls Sprechoper und das Gedichtbuch der gelbe hund entstanden, wird darin als eine rein innerliche, rein psychische – also als die für den Betroffenen schlimmste aller möglichen – dargestellt. Das Charakteristische einer solchen, scheinbar grundlosen, Depression bei einem Künstler ist, daß sie die Kräfte lähmt. „Und manchen Gesang… / … den hat / Mir weggezehret die Schwermut“, steht in einem Gedichtbruchstück von Hölderlin. Die Schwermut, die Depression anders als Trauer oder bloße Traurigkeit – bringt die meisten Dichter zum Schweigen. Von Ernst Jandl darf man aber immer nur das Unerwartete erwarten. Das hat er wieder in jener Periode bewiesen, dadurch, daß er sich gerade von der Depression zur höchsten Produktivität antreiben ließ, die Depression sogar zum Ausgangspunkt neuer Wagnisse machte, den subjektiven Zustand zugunsten des Objekts – des Werks – überwand. Auch diese Leistung verdankt er der Sprachbesessenheit: noch die Leere, die Stille, das innere Verstummen, die Lähmung des Gefühls und Denkens mußten Sprache werden; und eben dadurch einen neuen Grad der Autonomie erreichen, da ja der Wille des Autors ausgeschaltet war, ein freies Feld für die Sprache leerstand. So in dem Gedicht „nichts und etwas“, am 13.6.79 niedergeschrieben:

nichts im kopf
setze ich mich
an die maschine
spanne ein blatt ein
mit nichts darauf
mit etwas darauf
ziehe das blatt ich
aus der maschine und lese als text
etwas aus meinem kopf

Mit solchen – fast täglich geschriebenen – Gedichten erreichte Ernst Jandl zugleich die höchste Einfachheit und Schlichtheit. „nichts und etwas“ ist ganz Umgangssprache, ohne grammatische Verfremdungen, ohne Wortspielerei, obwohl auch das ganze Gedicht ein einziges Wort- und Gedankenspiel ist, welches die Sprache dem Autor schenkte. In anderen Gedichten der Sammlung ist es die „verkindlichte Sprache“, die Jandl zu Hilfe kommt und den Leerraum ausfüllt; so ein Text vom 1.7.79:

DER NAGEL

festnageln ich will
diesen da tag, jeden da
jeden da tag da fest
nageln ich will daß nicht
mehr er entkomme mir daß nicht
mir er entkomme mehr daß nicht
einer entkomme mir mehr nicht ein
einziger mehr mir entkomme wie
vorher als so viele ich nicht
festgenagelt habe mit gedicht

Auch für die „verkindlichte Sprache“ solcher Gedichte gibt es zwar schon Ansätze und Modelle in Jandls erstem Gedichtbuch, aber in einem psychisch und zeitlich ganz anderen Raum. Beides ist wahr – daß Jandl „noch immer auf der gleichen Stelle steht“, weil er seine ersten Anfänge ins spätere Schaffen hinüberträgt, und daß er immer das Unerwartete fertigbringt. So auch in der Sprechoper Aus der Fremde, in der er es fertiggebracht hat, die Krise im eigenen Leben so darzustellen, daß das intim Persönliche ganz unpersönlich wird – Material, wie immer, für die formende Sprache. Das Material aus dem eigenen Erlebnis wird zwar mit minutiösem Realismus und rücksichtsloser Aufrichtigkeit verarbeitet, aber durch die Sprache von der Person so distanziert, daß sich das Bekenntnishafte in Stil auflöst. Dabei wird die Wirklichkeit keineswegs durch verschönende, ästhetisierende Ausflüchte verwandelt. Die seit der Romantik klaffende Lücke zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit, Formprinzip und Wirklichkeitstreue schließt sich mit solcher Selbstverständlichkeit, daß man gar nicht mehr daran denkt. Hinter der „gründlichen Einfachheit“ Jandls steckt eine ganz außerordentliche Radikalität, ein vor nichts zurückweichender Wille zur Kunst – zum Produzieren von Gegenständen aus Sprache. In der Sprechoper und der Gedichtsammlung der gelbe hund triumphiert dieser Wille über den äußersten Widerstand – über die Trägheit, Gleichgültigkeit, Sinnlosigkeit, die zum Schweigen drängen, aber bei Jandl wieder zur Sprache wurden. Die schöpferischen Widersprüche haben sich in extremis bewährt.

Freilich steht auch schon im ersten Gedichtbuch Jandls aus dem Jahre 1956 ein Gedicht über den Akt des Schreibens – das Gedicht

STILLEBEN

Ich habe meinen Kugelschreiber, der rot-blau schreibt,
auf die Zündholzschachtel gelegt.
Das ist aufregend wie die Feuerwehr,
verglichen mit dem Schreibpapier daneben.

Das gelang mir nach dem Versuch,
einen großartigen Gedanken zu haben.
(Ein Blatt Papier starb dabei an einem Ausschlag
von häßlichen blauen Buchstaben.)

Sachlichkeit, Nüchternheit, Humor, eine Selbstaussage, die zugleich selbstdistanziert ist, aber auch ein kindliches Staunen über Dinge und Vorgänge, die so einfach sind, daß sie für die Mehrheit der erwachsenen Menschen in der Selbstverständlichkeit verkümmern, zeichnen auch schon dieses frühe Gedicht aus. Die Umgangssprache genügt diesem Gedicht, dessen Selbstironie mehr auf Sprachskepsis als auf Sprachmystik deutet. Wenn aber die Sprachmystik nicht schon in dem Staunen über den Kugelschreiber und das verdorbene Papier enthalten wäre, hätte dieses Gedicht überhaupt nicht entstehen können. Die Spannungen, aus denen ein Gedicht entsteht, brauchen gar nicht ausgesprochen zu werden. Nur wenn wir das Werk eines Dichters als Ganzes verstehen wollen, stoßen wir auf die immer mitschwingenden Gegensätze, die das Kraftfeld bestimmen und begrenzen. Darum gilt es auch noch immer – selbst nach der bewältigten Krise, nach allem so Verschiedenen, so Vielfältigen und immer wieder Neuen der seither erschienenen Arbeiten −, daß Ernst Jandl „noch immer auf der gleichen Stelle“ steht. Auch das gehört zu den schöpferischen Widersprüchen.

Michael Hamburger, Klaus Siblewski (Hrsg.): Ernst Jandl, Texte, Daten, Bilder. Luchterhand, 1990

Erich-Fried-Ehrung 1991 für Ernst Jandl

Es leuchtet ein, daß, nun es eine Erich-Fried-Ehrung gibt, diese Ernst Jandl zuteil werden muß. Und der Hauptgrund besteht in der Art, sagen wir, der Friedschen Art dieser Ehrung: sie besteht darin, daß man einen anderen ehren darf, daß man einem Autor seines Herzens, seines Geistes, seiner Wahl den Erich-Fried-Preis zusprechen darf. So hat es im letzten Jahr Hans Mayer mit Christoph Hein gehalten, so Ernst Jandl dieses Jahr mit Bodo Hell. Und keineswegs lassen wir uns darauf ein, Ernst Jandl zu folgen, wenn er behauptet: „oder tue einen schritt / der mein dichters ein zertritt“. Vielmehr ist ja die Ehrung jüngerer Dichter, so hat es auch Jandl stets gesehen, eine der Erfüllungen des Dichterseins, aus dem er sich noch keineswegs zurückgezogen hat, auch wenn er vorgibt: „nur den lesern bleibe ich / noch ein weilchen dichterlich“. Mit einem Œuvre von vielen tausend Seiten hat sich Ernst Jandl nicht nur in die Literaturgeschichte eingeschrieben, sondern – und das ist vermutlich wichtiger – unseren Begriff von Lyrik, was immer das sei, entscheidend verändert.
Auch seine Stücke und seine Prosa lassen seinen Namen „aere perennius“ erscheinen. Jandl sagt in einem seiner Gedichte (1989):

vielleicht bin ich entzweit
mit mir und meiner zeit

Da wäre dann zu fragen, was denn das ist, „die Zeit“?! Die Ehrungen und Anerkennungen, Klaus Siblewski hat sie großenteils zusammengestellt, ergeben ein bedeutsames Gegengewicht, die Zeugnisse der geistigen Welt gehören, bitte, lieber Ernst Jandl, auch zu unserer Zeit!
„Die Sprache räkelt sich ohne zu denken“, behauptet Jandl von seinen Texten; von ihm selbst kann man das Gegenteil sagen. Die große Werkausgabe etwa zeigt, wie engagiert, innovativ und vielseitig Jandl das Schreiben als „eine Möglichkeit der Produktion von Kunst“ begriffen und ergriffen hat. Mit dieser Formel versucht er, seine Autorschaft gegen die Tradition, gegen die Ausdruckskunst abzusetzen:

da ich Texte nicht mache, um darin nachzudenken oder um mich darin auszusprechen.

Jeder neue Text, findet Jandl, erweitere und ändere die Vorstellungen des Lesers wie des Autors „nicht nur von der Kunst, sondern von der Welt“, und er folgert:

Das ist, glaube ich, politisch.

Wie bei Erich Fried bedeutet es für Jandl keinen Widerspruch gegen das politische und gesellschaftliche Engagement, wenn er sich für die Lyrik ausspricht:

Lyrik, denke ich, ist die beste Art, heute Literatur zu machen; richtig angewandt, erlaubt sie, mehr als jede andre Gattung, Schärfe, Präzision, Intensität.

Und, kann man hinzusetzen, Arbeit an einer Sprache, die immer wieder durchgearbeitet, durchsichtig gemacht sein will, neu angeeignet, zugeeignet werden muß, soll sie nicht zum Herrschaftsinstrument entfremdet werden. So hat man Jandls Dichtungen mit dem Etikett ,Öffentliche Lyrik‘ versehen, was man als Ehrentitel akzeptieren kann, was aber zu kurz greift, wenn es eine Schublade in der Kommode der Gattungen bezeichnen soll.
Was heißt ,öffentlich‘? was heißt ,hermetisch‘, also sinnvermittelnd, sinnverbergend? In seinem ersten Gedichtband Andere Augen (1956) hat Jandl eine poetische Absage an die hermetische Lyrik formuliert, die zeigt, daß er zugleich von Anfang an über solche Gegensätze hinaus war. So nimmt er ein Schlüsselwort von Paul Celan (aus Mohn und Gedächtnis, 1952) auf: „Krüge“, und Jandls Text besteht darauf, daß dieses Wort nicht bloß als ,Zeichen‘ verbraucht wird: „Zerbrochen sind die harmonischen Krüge“; das gilt dem Zeichen; aber das Zeichen ist immer mehr, ist Zeichen von etwas, ist Ding und Wort gleichzeitig, verschwindet nicht im Gedicht, sondern hält es stets offen, kommuniziert weiter mit der Wirklichkeit (und fordert so auch eine andere Celanlektüre):

aber der Ton und das Wasser drehen sich weiter
in den Hütten der Töpfer

Ein Protest, wenn man so will, gegen die lyrische Expropriation der Wirklichkeit.
Die Verwörtlichung der Zeichen bedeutet zugleich die Ermächtigung der Wörter, die Infragestellung des Subjekts (das nicht mehr nur ,Herr‘ der Zeichensetzung und der Wirklichkeit, sondern wie diese auch aus Sprache gebildet ist): „hier muß nicht erst sinn hinein“, heißt es im „2. Sonett“, vielmehr gilt:

die Sprache ist mit Sinn beladen

So bedeutet Jandls Dichten die Nachfrage nach den Spielräumen, die sich gewinnen lassen. Wie Erich Fried ist Jandl auch ein Dichter der Sprachwirklichkeit. Und einer plural entworfenen Subjektivität. Ein Gedicht, das nach einem Muster Erich Frieds gebildet sein könnte, beginnt:

viele wege kreuzen sich in mir
und ich gehe immer
mehrere Straßen zugleich

Jandls Texte lassen sich auch auslegen als „die Spuren eines Kampfes zwischen mir und mir“, wie er im Anschluß an Nestroy formuliert, das meint aber als die Erkundung jenes Prozesses, der das Subjekt konstituiert. Das ,ernste Wortspiel‘ (Fried) meint die Erprobung, die Redistribution von Wirklichkeit, die ja nicht unabhängig von Sprache, von Wahrnehmung zu denken ist, entwirft den poetischen Text als Intertext zur Wirklichkeit Text.
So entstehen auch Umwertungen:

Ikarus ging unter.

Die folgende Zeile löst den Punkt auf:

Ikarus ging unter
hoch über den anderen.

So würde man doch auch den Zeit-Widerspruch Jandls, des Dichters, deuten müssen: als einen Untergang, der hinausführt aus der allgemeinen Misere. (Ohne jetzt das Denkmodell Tragik auf einem Umweg einschmuggeln zu wollen.)
Viele Texte Jandls sind berühmt geworden und gehören zum Zitiergut der Gebildeten, vor allem seit dem Erfolg von Laut und Luise (1966) und den dann folgenden Sprechplatten, aber auch den Vortragsreisen. Gern, ja selbstverständlich widerstehe ich der Versuchung, in Gegenwart des Meisters einen seiner Texte zu zitieren und mit profanem Vortrag zu verfremden, vielleicht sogar zu entfremden. Aber wie großartig ist der Aphorismus, den er gestern vortrug und der behalten sei:

Wer hinkt, der geht.

Jandls Textarbeit hat Voraussetzungen, die hier in Wien nicht nachdekliniert zu werden brauchen. Wichtig ist mir der Hinweis, daß Ernst Jandls Arbeiten – und darin ist er gewiß Friederike Mayröcker vergleichbar – jeweils über alle Programme und Konzepte hinausreichen; seine Wortspiele, seine Reime, Sprüche, Aphorismen, seine Intertexte, seine Liebes- und Naturlyrik, die Parodien und Grotesken, die Szenen, Dialoge, Stücke erproben immer aufs neue den Dialog mit der Zeit, die Wege und die Kreuzungen, die Sprache und die Menschen.
Ernst Jandls Gedichtband dingfest (1973) wird gewiß zu den bedeutendsten Lyrikbänden unseres Jahrhunderts gezählt werden. Zarte Liebesgedichte stehen neben bösen, zeitkritischen Balladen, lakonische Verse neben großen Szenen oder makabren Grotesken. Humor, Satire, Pathos, gestische Sprache wie Wortspiele, rhetorische Figuren und selbst Melos bauen diese Texte auf, eine Vielfalt, die vielleicht ein Programm bedeutet. Ein lakonisches, nicht unaktuelles Gedicht lautet:

DEMOKRATIE

unsere ansichten
gehen als freunde
auseinander

Mir scheint, in diesen drei Zeilen ist das Kulturprogramm für die nächsten Jahrzehnte ausgesprochen: wenn wir das hinbekämen, jene verträgliche Vielfalt, die Andersheit als Bereicherung und nicht als Bedrohung erfährt, Auseinandersetzung als Vergnügen und nicht als kriegerische Handlung, dann wären wir in jener Zeit angekommen, für die Ernst Jandl geschrieben hat und schreibt. Und schreibt, was er so ausdrückt:

ich quill
ich quill es auch künftig quollen

Ich darf Ihnen, lieber Ernst Jandl, die Erich-Fried-Ehrung 1991 überreichen: eine Urkunde, die Sie als Juror des Friedpreises 1991 bestätigt, und eine Kleinplastik des Meisters und Friedfreundes Alfred Hrdlicka. Herzlichen Dank, daß Sie dieses Amt angenommen und so überzeugend erfüllt haben, und herzlichen Glückwunsch!

Alexander von Bormann, aus Alexander von Bormann: Die Schriftsteller und die Restauration, Verlag Jürgen Häusser, 1991

 

FELT FUTSCH
Nach Ernst Jandl

fom fleck feg
fald und fiese
feltuntergang
feltuntergang
fen ferd ich
fohl fiedersehn
feltuntergang
feltuntergang
for fier fochen
far feltuntergang
wortsetzung folgt

Kurt Bartsch

 

 

Wie man den Jandl trifft. Eine Begegnung mit Ernst Jandl, eine Erinnerung von Wolf Wondratschek.

Ernst Jandl im Gespräch mit Lisa Fritsch: Ein Weniges ein wenig anders machen.

Eine üble Vorstellung. Ernst Jandl über das harte Los des Lyrikers.

Zum 70. Geburtstag von Ernst Jandl

 

Fakten und Vermutungen zum Poesiealbum + wiederentdeckt +
50 Jahre 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6

 

 

Fakten und Vermutungen zum Herausgeber 
Porträtgalerie
Fakten und Vermutungen zum Autor + Archiv + ÖM + KLG
und weiteres 1 + 2 + 3
Georg-Büchner-Preis
Porträtgalerie: Autorenarchiv Isolde Ohlbaum +
Autorenarchiv Susanne Schleyer + Galerie Foto Gezett
shi 詩 yan 言 kou 口
Nachrufe auf Ernst Jandl: Der Spiegel ✝ Süddeutsche Zeitung ✝
Die Welt ✝ Die Zeit ✝ der Freitag ✝ Der Standart ✝ Schreibheft ✝
graswurzelrevolution

Weitere Nachrufe:

André Bucher: „ich will nicht sein, so wie ihr mich wollt“
Neue Zürcher Zeitung, 13.6.2000

Martin Halter: Der Lyriker als Popstar
Badische Zeitung, 13.6.2000

Norbert Hummelt: Ein aufregend neuer Ton
Kölner Stadt-Anzeiger, 13.6.2000

Karl Riha: „ich werde hinter keinem her sein“
Frankfurter Rundschau, 13.6.2000

Thomas Steinfeld: Aus dem Vers in den Abgrund gepoltert
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.6.2000

Christian Seiler: Avantgarde, direkt in den Volksmund gelegt
Die Weltwoche, 15.6.2000

Klaus Nüchtern: Im Anfang war der Mund
Falter, Wien, 16.6.2000

Bettina Steiner: Him hanfang war das Wort
Die Presse, Wien, 24.6.2000

Jan Kuhlbrodt: Von der Anwesenheit
signaturen-magazin.de

 

Zum 90. Geburtstag des Autors:

 

 

Bild von Juliane Duda mit den Texten von Fritz Schönborn aus seiner Deutschen Dichterflora. Hier „Jandldadei“.

 

Peter Wawerzinek parodiert Ernst Jandl.

 

Ernst Jandl – Das Öffnen und Schließen des Mundes – Frankfurter Poetikvorlesungen 1984/1985.

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