Eduard Mörikes Gedicht „Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden,…“
Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden, / Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht;
Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden, / Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht;
ACH SO! – Wohin denn, wohin denn so schnelle, / Du Mann mit der Elle? / Siehst nicht den schönen Regenbogen?
RÄTSEL – Ein Meer größer als das Meer, / und du siehst es nicht. // Ein Meer, in dem du schwimmst,
ACH, WIRKLICH – Ach, wirklich, ich hab ein paar / Bücher geschrieben, kaum / Reisen gemacht, war
BESCHWÖRUNG IX – Ich lag im Bunker mit vielen, / Keiner kam zur Ruh, / Und eine Hand bestahl mich,
KEHR MIR ZURÜCK, MEIN GEIST – Kehr mir zurück, mein Geist, im Blut verrieben; / Was du gelöst, das sammle wieder fest
DER LETZTE BAUM – So wie die Sonne untergeht, / Gibt’s einen letzten Baum, / Der, wie in Morgenflammen, steht /
FAUST AUFS HERZ – hier hängt er drin / in meiner brust / der alte sack & / kann nicht raus /
BETTLERHOCHZEIT – Regen hin zur Kastanienallee, / Ich Blinder singe, ich Gehörloser tanze / im Kronenlaub, Unruhe, nächtlich.
Allein den Betern kann es noch gelingen, / Das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten / Und diese Welt den richtenden Gewalten