Kerstin Preiwuß’ Gedicht „einmal sind von anatomischen tischen…“
einmal sind von anatomischen tischen / die apokalyptischen reiter durch mein gesicht gezogen / nun ist es verbogen
einmal sind von anatomischen tischen / die apokalyptischen reiter durch mein gesicht gezogen / nun ist es verbogen
ANGINA PECTORIS – Ich weiß vor Angst nicht ein und aus, / vor Angst nicht aus und ein. / Einst war’s ein Glück, nun ist’s ein Graus;
KOLK – Wie Drachen auf / und ab mit dem Luftstrom, // ihr Glänzen und Kreisen /
Man wird nicht besser mit den Jahren – / Wie sollt’ es auch? Man wird bequem / und bringt, um sich die Reu zu sparen, /
Hast du die Lippen mir wund geküßt, / So küsse sie wieder heil, / Und wenn du bis Abend nicht fertig bist, /
DER KIRSCHDIEB – An einem frühen Morgen, lange vor Hahnenschrei / Wurde ich geweckt durch ein Pfeifen und ging zum Fenster.
ANTWORT – Ganz recht, ich sagte, / es sei nicht fünf vor / zwölf, es sei vielmehr halb /
SOLDATENBROT – Der Hunger brennt arg, Soldat. / Hast du Brot im Gepäck, Soldat? // Fein war die Nacht. //
IN A STATION OF THE METRO – The apparition of these faces in the crowd; / petals on a wet, black bough. /
BRIEF – Der Flug der Vögel lässt auf Deutung warten. / Das Haus, umblüht von Flieder, schweigt. / Du bist weit fort, und nichts kann mir verraten,