Nikolaus Lenaus Gedicht „Bitte“
BITTE – Weil’ auf mir, du dunkles Auge, / Übe deine ganze Macht, / Ernste, milde, träumerische, /
BITTE – Weil’ auf mir, du dunkles Auge, / Übe deine ganze Macht, / Ernste, milde, träumerische, /
NOCH EINE REGUNG – Grüß dich, Sperling in der Pfütze, guter Geist, / Da am Wegrand badend, immerfort gehetzt
AUF UND AB gehe ich / in der Stubenwärme / Die Irren im Korridor kreischen / mit den schwarzen Vögeln draußen /
EINFACHE SÄTZE AUS DEM JAHR 68 – Jemand läßt durchblicken, daß er / gegen die Zeit ist. //
DER STERBENDE VATER – Ein Vater hinterließ zween Erben, / Christophen, der war klug, und Görgen, der war dumm. /
BUNTE KREIDE – Und jeder Sommertag sei uns der längste Tag, / nach Drinks gemessen, rund wie eine Aprikose, /
DENK ES, O SEELE! – Ein Tännlein grünet wo, / Wer weiß, im Walde, / Ein Rosenstrauch, wer sagt, /
AUF DEN ERSTEN BLICK – Eigentlich hat sich nichts verändert: / die Kastanie vor dem Haus, vom Efeu gemartert, /
DIE LETZTEN – Wir sind die Letzten. / Fragt uns aus. / Wir sind zuständig. / Wir tragen den Zettelkasten /
INTERIEUR (HAINGOTT MIT BUDDHAZÜGEN, 17. JAHRHUNDERT) – Gangesgott / unter der Pendeluhr – : / welcher Spott