Jan Wagners Gedicht „grubenpferde“
GRUBENPFERDE – die grubenpferde wurden abgetragen / wie warme fläze. jeder tag nahm schichten / von ihnen fort. in stollen, förderschächten:
GRUBENPFERDE – die grubenpferde wurden abgetragen / wie warme fläze. jeder tag nahm schichten / von ihnen fort. in stollen, förderschächten:
FRÜHLINGS VERKENNEN – der frühling bittert, das grün wirft gallene blasen / auf wundem holz und auf der eignen haut /
MÜHLRAD – Dört hoch auf jenem berge / da get ein mülerad, / das malet nichts denn liebe /
EIN HOCHZEITSGEDICHT – die sonne kam auf und / die braut war blond und / sie strahlte die sonne /
PROPHEZEIUNG – Einmal kommt – ich habe Zeichen – / Sterbesturm aus fernem Norden. / Überall stinkt es nach Leichen.
WIRSING – Soviel Wirsing auf der Welt, / soviel Vorstellung und Wille, / soviel Wahn, soviel Promille – /
Einfach werden – radikal / Kompliziert, das war einmal. / Weil,… Subtilität / kaum ein Leser noch versteht.
DIE MILDE GABE – Soll ich den Meteorfall schelten, / Steigt eine Wolke Müll aus seinem Sturz? / Was mir als Ernst gegolten hat, wird gelten.
EINE REGUNG – Dieser flüchtige kleine Windstoß, Luft- / wirbelsekunde, als ein / verschreckter Sperling kurz /
IM MÄRZWALD – im märzwald / stehen wir. du und ich. bis hierhin / sind wir gekommen, die anderen /