Ernst Jandls Gedicht „sommerlied“
SOMMERLIED – wir sind die menschen auf den wiesen / bald sind wir menschen unter den wiesen /
SOMMERLIED – wir sind die menschen auf den wiesen / bald sind wir menschen unter den wiesen /
AM RANDE – Manchmal auf einer Schwelle sitzen, / ausruhn vom Gehen, das nicht ankommt, / die Tür hinter dir und nicht klopfen.
ERMUNTERUNG – In dem Marterpfahl, kann sein, / Sitzt der Wurm, / Und ein Wetterstrahl, kann sein, /
BEIM EINGRABEN – Und bin ich tot, nur eines ist mir leid: / Die viele bittre ungelebte Zeit. /
HALLE-LURELEY 2 – Ich weiß nicht, was soll aus mir werden, / wenn wir nicht beisammen sind. / Ich geh meine Weile auf Erden
,Wer sich der Einsamkeit ergibt, / Ach der ist bald allein; / Ein jeder lebt, ein jeder liebt / Und läßt ihn seiner Pein.‘
EINBILDUNG – Wir sehn mit Grausen ringsherum: / Die Leute werden alt und dumm. / Nur wir allein im weiten Kreise, /
FAUNSFLÖTENLIED – Ich glaube an den großen Pan, / Den heiter heiligen Werdegeist; / Sein Herzschlag ist der Weltentakt, /
Waldeinsamkeit, / Die mich erfreut, / So morgen wie heut / In ew’ger Zeit, / O wie mich freut
STRANDGUT – Ich bin die schaumgeborene Sandale, / ich bin ein Splitter des Balkens! // Schwarz, verschimmelt Sonn und Mond.