Frank Wedekinds Gedicht „Mein Käthchen“
MEIN KÄTHCHEN – Mein Käthchen fordert zum Lohne / Von mir ein Liebesgedicht. / Ich sage: Mein Käthchen verschone
MEIN KÄTHCHEN – Mein Käthchen fordert zum Lohne / Von mir ein Liebesgedicht. / Ich sage: Mein Käthchen verschone
DIE WÜSTE HAT ZWÖLF DING – Du sollst minnen das Nicht, / Du sollst fliehen das Icht. / Du sollst alleine stahn
LUFTVERÄNDERUNG – Fahre mit der Eisenbahn, / fahre, Junge, fahre! / Auf dem Deck vom Wasserkahn
IM NAMEN JESU – Ich möchte gern was schreiben, / Das ewig könnte bleiben; // Denn alles andre Treiben
HAMBURG – BERLIN – der zug hielt mitten auf der strecke. draußen hörte / man auf an der kurbel zu drehen: das land still / wie ein bild vorm dritten schlag des auktionators.
KEHR EIN BEI MIR – Du bist die Ruh, / Der Friede mild, / Die Sehnsucht du / Und was sie stillt.
NICHT ZUTREFFENDES STREICHEN – Was deine Stimme so flach macht / so dünn und so blechern / das ist die Angst
GEISTLICHES LIED FÜR EINE ALTERNDE FRAUENSTIMME – ich finde auch mein kurzes glück / mit dem und dem / mehr oder minder bequem
LIEGEN, BEI DIR – ich liege bei dir. deine arme / halten mich. deine arme / halten mehr als ich bin.
LETZTE WORTE – Geliebte, wenn mein Geist geschieden, / So weint mir keine Träne nach; / Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,