Steffen Mensching: In der Brandung des Traums
Nichts Abgeklärtes findet sich in seinen Gedichten, dafür Lakonisches, Sprachspielerisches; noch immer wird die Wut der jungen Jahre sichtbar, aber gekeltert durch Erfahrungen und poetische Genauigkeit.
Nichts Abgeklärtes findet sich in seinen Gedichten, dafür Lakonisches, Sprachspielerisches; noch immer wird die Wut der jungen Jahre sichtbar, aber gekeltert durch Erfahrungen und poetische Genauigkeit.
Wer sich von den Spuren der Aufklärung angezogen fühlt, Gefallen findet an Toccata und Fuge für Cembalo oder nach Metaphysik dürstet findet hier einen Einstieg.
Mit Sokrates kehren die Gedichte schließlich doch zu einem Fragezeichen zurück, zur großen Frage der menschlichen Existenz: Woher denn und wohin?
Jürgen Fuchs gehört zur Gruppe der Verhinderten, die zu DDR-Zeiten schon publizierten, aber durch politische Restriktionen kein Poesiealbum erhalten durften.
Mit der Schärfentiefe einer Kamera und dem feinen Ohr für die Ober- und Zwischentöne der Sprache durchmisst er den Erinnerungsraum seiner westfälischen Herkunft.
Schulz will diese Gedichte denn auch in erster Linie als Dokumente verstanden wissen, und er betont: „Sie sind nach Maßgabe der Notlage, aus der sie hervorgingen, bis hinein in die Fehler ihrer Qualitäten untrennbar reaktiv verbunden mit folgenschweren ideologisch-politischen Faktoren.“
Gedichte 1971 bis 1980. Die Nähe des Alltags und die Isolation des Subjekts.