Wulf Kirsten und Annette Seemann (Hrsg.): Der gefesselte Wald

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Wulf Kirsten und Annette Seemann (Hrsg.): Der gefesselte Wald

Kirsten & Seemann (Hrsg.)-Der gefesselte Wald

EINE SCHACHPARTIE

Mathematisches Chaos,
Ein schwarzweiß gewürfeltes Brett,
Von Logik gefolterte Schädel,
Deren glühendes Schweigen
Die besiegten Hirne verbrennt.

Verlauf der Züge, Negation der Farben,
Zeit scheint stillzustehen
In ihrem Schmerzensgefängnis,
Ein sonderbares Zuspiel,
Weiß ist besiegt und schwitzt.

Weiß spielt instinktiv und dumm,
Nur bei Schwarz ist Verstand,
Der mächtige Führer
Durch die Jahrhunderte. Sieg,
Der von Arbeit schwarze Bettler hat gesiegt.

René Salme

 

 

Einleitung

Im Konzentrationslager Buchenwald: Trotz der gespenstischen Angst angesichts der erlebten und der bevorstehenden Tage. Trotz des ständigen Kreislaufs sadistischer Verbrechen mit ihrem verwirrenden, gruseligen Puppentheater-Arsenal. Trotz des leeren Magens, der noch nicht einmal mehr zu denken wagte, dass es so etwas wie Weißbrot und eine große Tasse Milch geben könnte. Trotz dieser von der Todesarbeit erschöpften Arme und Beine. Trotz des fremdgewordenen Blicks, der das seltene Himmelsblau fixieren musste – durch den Rauch hindurch, der ewig zu sein schien, den Rauch des geheimnisumwobenen Krematoriums. Trotz der heimtückischen Überwachung durch das „Achtäugige Tier“ des Nazi-Lager-Kommandos, das Tier, dessen leichenblasser Kopf zuweilen von beunruhigenden Nebelschwaden umgeben war, ähnlich wie schwarze Magie am verfluchten Ort.
Trotz der Hölle auf Erden haben Menschen hier gedacht, nicht literarisch gedacht, aber human. Und sie dachten, dass irgendwo außerhalb dieser Hölle die Welt noch sehr viel an Schönheit und Güte bereithält.
Diese Menschen haben sich nicht in ihr Leiden vergraben, um sich bitter darin zu gefallen, das hätte für sie Verrat bedeutet. Sie haben sich erhoben, kraftvoll und zart zugleich, gegen ihr vorübergehendes Sklaventum, und ihr Wille hat die Ketten gesprengt. Sie waren immer noch Widerständler der ersten Stunde.
Ihr Leiden hat in ihnen einen Hoffnungsgesang und brüderliche Liebe entstehen lassen. Sie triumphierten über das Böse mit Verachtung, mit demselben Lächeln, das diejenigen, die fast überall in Frankreich wie in den unterworfenen Ländern durch die Kugeln der Faschisten fielen, auf den Lippen trugen. Mit diesem Lächeln träumten diese Menschen schon von besseren Tagen. Und das Andenken der toten Kameraden machte sie keineswegs schwach, sondern viel stärker in ihrem Glauben.
Das sind Menschen, wohlgemerkt, die sich an Sie wandten, und keine Sklaven. Es sind Arbeiter, Geschäftsleute, Künstler und Intellektuelle aller Nationalitäten, die in Buchenwald vertreten waren.
Hier, in dieser Sammlung konnten wir zwei Belgier vereinen, René Salme und Fosty; einen Spanier, Semprún; drei Polen, M. Lurczynski, J. Strzelecki, Z. Lubicz, deren Gedichte durch Professor Z.L. Zaleski übertragen wurden, Wahl-Pariser und großer Freund unseres Lands, der auch nach Buchenwald deportiert wurde; zwei Deutsche, Franz Hackel und Ferdinand Reumann, die schon mehrere Jahre inhaftiert waren; ein Russe, der Sergeant Korotschka, der an Tuberkulose und Auszehrung in der Krankenstation des Lagers verstarb; und 16 Franzosen; darunter der geheimnisvolle Alain de Serrieres, ein zweitrangiger Dichter des 16. Jahrhunderts, dessen Werke man in Buchenwald fand!… Vielleicht war er ja immer noch leibhaftig dort!
Viele andere schrieben in Buchenwald, deren Zeugnisse wir nicht sammeln konnten, sei es, dass es uns unmöglich war, sie im Lager aufzufinden oder dass man sich vor Denunzianten und Durchsuchungen in Acht nehmen musste, sei es, dass einige der Autoren auf den Transporten ins Ungewisse damals aus dem Blick gerieten, als ich anfing, das Material zu sammeln. Es half mir dabei mein Kamerad, der junge Grundschullehrer Yves Boulongne. Wir haben dies im Rahmen unserer zeitlichen Möglichkeiten und unserer „nationalen und internationalen“ Beziehungen geleistet.
Weit mehr Menschen schrieben in Buchenwald. Sie sind gestorben, auf grausame Weise, wie man in allen Hitler-Lagern starb, sie steckten alles in ihre Taschen und gaben dahinein ihren letzten Abschiedsgruß an das Leben, an ihre Hoffnung und ihr Ideal.
Mein lieber Kamerad Desnos, dessen geheime Tätigkeit während der Resistance ganz stark unserer Gegenspionage diente sowie Einsätzen vor Ort, mein lieber Desnos wurde vom Typhus befallen und verstarb einen Monat nach Kriegsende (und man wäre versucht, einen protestierenden Fluch an die Götter des Lichts [der Aufklärung? A. S.] zu senden wegen dieses ungerechten Endes!), aber: ging er nicht von uns mit einem glühenden Liebesgesang in seiner Hosentasche, in diesem Falle: einem kostbaren Reliquar?
Ist es hier nötig, die bürgerliche Profession dieses oder jenen zu erwähnen? Ich glaube nicht… Es sollte so sein, dass diese Sammlung sich als anonymes, wunderbar neutrales Zeugnis des Triumphs eines Geistesreichs Buchenwald darstellt, wo – auf jedem Meter – auf dem Hof, in den Baracken, Gemarterte beständig litten, bis zum Tod.
Einige dieser „Zeugen“ haben niemals geschrieben oder gedichtet. Doch kann man hier überhaupt von Gedichten sprechen? Die Wahrhaftigkeit ihrer Stimmen ist umso lebendiger. Der zugewandte Leser wird sie leicht an ihrer besonderen, kruden Wahrnehmung erkennen, an der Treffsicherheit, mit der sie Worte finden, die aus dem Herzen des Volks kommen, Worten begriffen als Waffen im Dienst von Gerechtigkeit und Brüderlichkeit.
Alle aber sind freie Menschen, die sich im Unglück dem Licht der Welt angenähert haben.
Sie sollen das niemals, keinen Tag lang vergessen, jetzt, da das normale Leben sie wiederhat. Und hier wende ich mich besonders an meine französischen Kameraden, an alle, die aus politischen Gründen deportiert wurden, denn das Spektakel, dem sie in Frankreich beiwohnen konnten, war keineswegs erfreulich. Mehr als je zuvor sollten sie sich gegen diesen gegenwärtigen Riesenbetrug auflehnen und sich sagen, dass alle toten Kameraden von ihnen Taten verlangen.
Handeln im Dienste des Guten und des Lichts ist eine der echten Formen wahrer Poesie.

André Verdet (Commandant Duroe) August 1945, Vorwort

Dichten, um zu überleben

Von den in Gefangenschaft geratenen Franzosen, die sich ab 1940 der Résistance angeschlossen hatten, wurden viele ins KZ Buchenwald deportiert. Oft nach mehrjähriger Haft in französischen Gefängnissen oder Lagern von dem Vichy-Regime an die Gestapo ausgeliefert. Unter ihnen zahlreiche Intellektuelle, Politiker, Wissenschaftler, Studenten, Lehrer, bildende Künstler, Schriftsteller. Obwohl die Möglichkeiten des Widerstands sehr begrenzt waren, bildeten sich Gruppierungen, die einerseits ihre streng klandestinen Aktivitäten vor der SS verbergen mußten, andererseits stellten auch die äußerst heterogen zusammengesetzten Häftlingsgruppen eine Gefahr dar. So konnten auch in das mit dieser Anthologie vorgestellte Überlebensprogramm nur absolut zuverlässige, vertrauenswürdige Mitstreiter einbezogen werden. Gewiß gab es auch andere Formen des Widerstands wie Sabotage und gegenseitige Hilfe. In diesem Zusammenhang kann es nur um die Darstellung einer Möglichkeit unter anderen gehen. Boris Taslitzky berichtete 2005 in einem Brief, wie sich in Block 34 ein Freundeskreis um Christian Pineau bildete, dem Schriftsteller und Maler angehörten und der „so etwas wie das Zentrum des klandestinen Kulturlebens der französischen Deportierten“ wurde. Sonntagnachmittag trafen sich Maler, Musiker und Dichter, unter ihnen Jorge Semprún, Paul Goyard, José Fosty. Heimlich wurden kulturelle Veranstaltungen organisiert, die bewußt gegen die inhumanen Lagerbedingungen gesetzt wurden. Zunächst bereitete man ein Rezitationsprogramm vor mit Gedichten aus fünf Jahrhunderten – von Charles d’Orleans bis Louis Aragon. Gefragt waren Häftlinge, die entsprechende Gedichte auswendig aufsagen konnten. In der darauffolgenden Veranstaltung waren Gedichte von Mithäftlingen gefragt, die im Lager entstanden waren, unter den bestehenden Bedingungen die einzig mögliche literarische Form. Der Zeichner und Lyriker Jacques Lamy berichtete:

Schreiben im Konzentrationslager war streng verboten und wurde in der Regel mit dem Strang bestraft. Schon das Besorgen von Schreibzeug war fast unmöglich. Mir ist es trotzdem gelungen, und ich schrieb im Büro der Fabrik, in der ich arbeitete. Man mußte das Manuskript an einem sicheren Ort verstecken.

Lamy, der die deutsche Sprache beherrschte, wurde in die Lagerleitung abkommandiert, wo er Papier und Tusche entwenden konnte. So entstanden neben Tagebuchaufzeichnungen 1944/45 dank seiner Möglichkeiten als Schreiber in den Gustloff-Werken etwa 150 Zeichnungen. Unter den zwingend gebotenen Vorsichtsmaßnahmen strengster Konspiration bildeten sich abgeschirmte Widerstandskreise, in denen die Häftlinge untereinander unbedingtes Vertrauen aufbringen mußten. Unter diesen Prämissen ist zu sehen, wie es zu der Anthologie der fünfundzwanzig vorwiegend französischen Beiträger kam. Wobei im einzelnen nicht mehr zu ergründen sein wird, wieso von deutschen Häftlingen lediglich der Dresdner Anarchist Franz Hackel aus dem Freundeskreis des Malers Otto Griebel vertreten ist oder der völlig unbekannte Ferdinand Reumann, der, wie bislang eruiert werden konnte, an keiner anderen Stelle literarisch in Erscheinung trat. Hingegen hat André Verdet ausführlich berichtet, wie der außergewöhnlichste Beitrag der Anthologie zustande kam. Als er einige Tage mit Fieber in der Krankenbaracke lag, war sein Bettnachbar der aus der Ukraine stammende Sergeant Anton Korotschka. Dessen Gedicht soll während dieser Begegnung gesprochen worden sein. Was mir zweifelhaft erschien, bis zu erfahren war, daß sich beide Patienten auf deutsch verständigen konnten. Aber insgesamt waren alle übrigen Autoren der aufgenommenen Gedichte des Französischen mächtig, sowohl die Belgier Goyard und Fosty, der Spanier Semprún als auch die polnischen Beiträger, von denen zwei längere Zeit in Frankreich gelebt hatten. Auf Initiative französischer Häftlinge entstand die Anthologie. Von Verdet und Boulongne stammte die Idee, ihre Mithäftlinge zum Schreiben von Gedichten zu stimulieren, um so ihren Lebenswillen zu stärken, zu erhalten. Träumen und Singen wurden als elementare Lebensäußerungen gesehen. Boulongne veranstaltete im Block 40 einen Schreibwettbewerb, der vom Comité des loisirs (Freizeitkomitee) in größerem Umfang aufgenommen wurde. Zur Jury gehörten unter anderen André Verdet, Christian Pinau, Yves Boulongne und Boris Taslitzky. Die eingegangenen Texte ließen die Idee aufkommen, daraus eine Anthologie entstehen zu lassen. Die fünfzehn Beiträge des Wettbewerbs bildeten dazu den Kern. Verdet und Boulongne ging es mit ihrem künstlerischen Vorhaben darum, menschliche Würde zu manifestieren, Solidarität und Ordnung zu festigen beziehungsweise neu zu etablieren. Auf diese Weise sollte Tendenzen der Demoralisierung entgegengewirkt werden. Der aktiv-kreative Akt der Selbstsetzung und Selbstbehauptung galt als Zeichen revoltierenden Widerstands. Der kulturelle Beitrag wurde dabei ein ganz entscheidendes Stimulans, um zu überleben. Man traf sich abends im Waschraum oder auf der Latrine. Die Häftlinge wurden ermutigt zu schreiben, zu zeichnen oder zu komponieren. Da es äußerst schwierig und gefährlich war, an Papier zu gelangen, wurden leere Zementsäcke zurecht geschnitten oder gebrauchte Zielscheiben der SS benutzt. So entstanden Ende 1944/Anfang 1945 drei Exemplare der Anthologie. Zwei in Jacken eingenäht, eines in einem Behälter unter Block 45 begraben. Ob eines dieser Exemplare erhalten blieb, ließ sich nicht ermitteln. Das Vorwort von André Verdet wurde unter dem unmittelbaren Eindruck der Buchenwald-Erlebnisse im August 1945 geschrieben. Es ist davon auszugehen, daß die Anthologie zu diesem Zeitpunkt bereits druckfertig vorlag. Sie erschien 1946 oder schon 1945, wie in der 1995 erschienenen Neuausgabe vermerkt, in der Edition Robert Laffont, Paris, als eines der ersten Zeugnisse geistigen Widerstands in Konzentrationslagern, inspiriert und getragen von intellektueller Résistance. Merkwürdigerweise wurde dieses document humaine in Deutschland damals und auch im Laufe von sechs Jahrzehnten in so vielfältigen literarischen Berichten sowie in Darstellungen der Historiker so gut wie nicht wahrgenommen, allenfalls in Fußnoten, wenn überhaupt. Von einer gebührenden Würdigung war keine Spur ausfindig zu machen. Weder in Ost noch in West. Die Gründe dafür auszuforschen müßte einer separaten Arbeit vorbehalten bleiben, in der Formen des Widerstands und der Zusammenhalt verschiedener Häftlingsgruppierungen, die sich vor allem aus den Sprachbarrieren ergaben, zu untersuchen wären. Leicht zu erkennen ist, die Gedichte der Franzosen und von einigen ihnen nahestenden Häftlingen anderer Nationen, so der ausgesprochen frankophilen Polen, fügten sich nicht ins Konzept der deutschen Kommunisten.
In den Gedichten, die Verdet sammelte, dominieren elementare Themen wie Hunger, Kälte, das Leben in ständiger Todesangst. Die schlecht gekleideten Häftlinge waren auf dem Ettersberg, der auf Grund seiner ungünstigen klimatischen Bedingungen nie besiedelt worden war, den extremen Wetterlagen bei geschwächter Konstitution ausgesetzt. So war das lange Stehen auf dem Appellplatz besonders berüchtigt. Hinzu kamen der Qualm und der Gestank, die das Krematorium verbreitete, die das Lagergelände weiträumig als ständige Bedrohung überzogen. Den Überlebenswillen bestärkten Erinnerungen an das Leben in Freiheit, an Kindheit, Familie, Freundschaften. Dazu gehören vor allem die zahlreichen Liebesgedichte, die in der „Höllenstadt ohne Rathaus“ zwischen Verzweiflung und Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und den Tag der Befreiung den Lebenswillen bezeugen. In José Fostys Gedicht „Der gefesselte Wald“ heißt es: „Den Tod denken heißt das Leben denken“. Auffällig und damit vielsagend bleibt, daß es den Lyrikern, die Verdet in dieser Anthologie vereinte, nicht vordergründig um politische Bekenntnisse ging. Verschiedene politische Gruppierungen hatten sich in der Résistance vereint, unter ihnen auch Kommunisten wie Yves Boulongne. Der Londoner Aufruf von Charles de Gaulle vom 18. Juni 1940 wirkte als Fanal, als Geburt der Widerstandsbewegung für alle nationalbewußten Franzosen, die nicht bereit waren, sich mit der Niederlage abzufinden.
In den deutschen, aber auch in den französischen Darstellungen zur Résistance, zu Internierungen und Deportationen wird André Verdets Anthologie vornehmlich außer Acht gelassen oder allenfalls am Rande erwähnt, wie in Wolfgang Schneiders Publikation Kunst hinter Stacheldraht (Leipzig 1976), in der neben Claude Bourdet und André Verdet vorwiegend tschechische und deutsche Häftlinge ein politisch ausgerichtetes Bild vermitteln. In dem von Irene Selle herausgegebenen Band Frankreich meines Herzens. Die Resistance in Gedicht und Essay (Leipzig 1987) wird die Anthologie immerhin im Anhang zu den Angaben André Verdets erwähnt. Aus französischen Quellen ist überliefert, wenn sich die Überlebenden von Buchenwald trafen, bezogen sie sich immer wieder auf Verdets Anthologie als sie unmittelbar betreffende, weil repräsentierende Stimme des Widerstands in den „vier schwarzen Jahren“ (1940-1944). Als Annette Seemann Jorge Semprúns Gedicht „Uralter Traum“ für die Münchener Literaturzeitschrift Akzente (Heft 6/2011) übersetzt hatte, entschloß sie sich spontan, alle Gedichte ins Deutsche zu übertragen.
Wenn dieses document humain(e) jetzt mit großer Verspätung ins Deutsche gehoben wird, kann es ungeachtet individueller Verwunderung seitens der Herausgeber wie vielleicht auch mancher Leser nicht darum gehen, Gedichte und deren Autoren gegeneinander auszuspielen. Vielmehr soll Verdets und seiner Helfer unter schwierigsten Bedingungen entstandenes Zeugnis Mitspracherecht eingeräumt werden als einem Beispiel neben anderen. Von Pierre Durand stammt der Satz: „Es gab viele Buchenwalds.“ Gerade innerhalb des Lagers selbst, aus welcher Perspektive Häftlingen Einblicke in die Lagerstrukturen möglich waren, aus welchen ganz konkreten Anlässen Torturen zu erleiden waren. Erst recht kann es nicht darum gehen, die aufgenommenen Gedichte zu qualifizieren. Ohne Überzeichnung kann aber gesagt werden, Verdets Sammlung bildet einen beeindruckenden Kontext, der ein ungewöhnliches, weil bislang so nicht wahrgenommenes Bild vom Lageralltag bietet, das unbedingt bewahrt werden muß – in französischen wie deutschen Versionen von Dichtung, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Hilfe zu leisten beim Überleben: „Créer pour survivre.“
Als schwierig erwies sich, biographische Angaben zu den weniger bekannten Autoren zu ermitteln. In entsprechenden französischen Nachschlagewerken war die Suche fast immer vergeblich. Den Grundstock für die übermittelten Daten steuerte die Gedenkstätte Buchenwald bei. Doch nicht immer gaben die Häftlinge ihre bürgerlichen Namen preis. Einige wurden unter ihrem Résistancenamen erfaßt. Verständlicherweise konnte den Beiträgern der Anthologie auch nicht daran gelegen sein, Lebensdaten preiszugeben, schon gar nicht über Aktivitäten im Widerstand. Daraus ergaben sich aufwendige Recherchen, die nicht in allen Fällen zum Erfolg führten. Ohne die Hilfe von französischer Seite wären die wie fragmentarisch auch immer übermittelten Vitae nicht beizubringen gewesen. Insbesondere muß dabei die Mitarbeit von Agnes Triebel, Paris, von der L ’Association Française Buchenwald, Dora et Kommandos hervorgehoben werden. Ihr gelang es, den nur mit Vornamen bekannten Richard, den Verdet als Opfer eines der Todesmärsche wähnte, als den Journalisten Richard Ledoux zu identifizieren, der über seine Haft und Befreiung durch die Truppen der USA in Cham/Oberpfalz zehn Jahre nach Kriegsende berichtete. Vor allem vermochte der ehemalige Häftling Floreal Barrier, der jetzige Präsident des Häftlingsbeirates, die Identität zu bezeugen. Wie fatal auch immer, daß ausgerechnet über einen der beiden Deutschen bislang keine zuverlässigen Angaben zu ermitteln waren. Die mir von einer möglicherweise entfernten Sonneberger Verwandtschaft mündlich gegebenen Auskünfte ließen sich nicht verifizieren. Seine zu stark ins legendenhaft gehende Geschichte soll vorerst besser nicht überliefert werden.
In kaum zu überbietendem Kontrast zur Barbarei, wie sie seit 1937 auf dem Ettersberg, wenige Kilometer über der Stadt Weimar, praktiziert wurde, stehen die vom Propagandaminister Joseph Goebbels initiierten Dichtertreffen, die das Bild eines ganz anderen Deutschland vorzutäuschen suchten. 1941 und 1942 wurden dazu auch ausländische Schriftsteller gewonnen. 1941 beteiligten sich daran auch sieben Franzosen, während zur selben Zeit Jagd auf Widerstandskämpfer gemacht wurde, bei Nantes einen Tag vor dem Treffen in Weimar fünfzig Geiseln den Tod fanden. François Dufay hat in dem Buch Die Herbstreise (dt. 2001) berichtet, wie die Reise der Franzosen organisiert wurde und wie es dem Offizier Gerhard Heller, 1940-1944 Sonderführer der Propaganda-Staffel im besetzten Paris, gelang, Opportunisten, Anhänger des Faschismus oder zur Kollaboration bereite Schriftsteller für diese Reise zu gewinnen. Sie ließen sich Weimar als Europa des Geistes vorführen. Ihnen wurde suggeriert, Teilnehmer eines Kreuzzuges gegen den Bolschewismus zu sein. Marcel Jouhandeau ließ sich von Gerhard Heller und dem „Jünglingsdichter“ Hans Baumann faszinieren. Alle sieben Teilnehmer erfüllten in begeisterten Berichten in der Presse und in Vorträgen ihre Pflicht als Propagandisten Nazi-Deutschlands. Jacques Chardonne, dessen Sohn in einem KZ einsaß, verstieg sich zu einem Lobgesang auf die SS. Nach der Rückkehr fuhr er „als Bote des Teufels“ nach Vichy, um General (Maréchal) Pétain seine Aufwartung zu machen. Nach der Befreiung schwor er, von seinen „deutschen Hirngespinsten“ abgekommen zu sein und fand einflußreiche Fürsprecher, die zu bekunden bereit waren, er habe sich getäuscht. Seitens der Résistance wurde der Propagandarummel um die Reise französischer Schriftsteller nach Weimar, die als Sprachrohre korrumpieren ließen, als nationale Schande angeprangert. Paul Éluard forderte im Oktober 1944 die Verhaftung der Weimarreisenden. Einer war bereits seinen Alkoholexzessen erlegen. Der Erzfaschist Robert Brasillach wurde hingerichtet, das Akademiemitglied Abel Bonnard in Abwesenheit zum Tode verurteilt, Drieu La Rochelle nahm sich das Leben. Andere, von Verrat und Schande gezeichnet, sind „mit dem Angstschweiß“ davongekommen. Die Teilnahme an dem Weimarer Treffen wurde geflissentlich totgeschwiegen oder zu einer Geisterreise entrückt. Der frankophile Leutnant Gerhard Heller, der später zu seinen Gunsten Bericht erstattete (In einem besetzten Land, N5-Kulturpolitik in Frankreich. Erinnerungen 1940- 1944, franz. 1981, dt. 1982), kehrte 1948 nach Paris zurück.
Schwer vorstellbar unter den heutigen Verhältnissen europäischer Gemeinsamkeiten, angesichts der Existenz eines auf Freundschaft und politischer Kooperation basierenden französisch-polnisch-deutschen Weimarer Dreiecks. Welch absurde Kontraste, wahre Ausgeburten der Inhumanität, die das überreichlich mit deutscher Geschichte beladene Weimar in einigen wenigen Jahren geradezu magisch, schicksalhaft auf sich zog. Geschichte, die in ihren Dimensionen nicht vergessen werden darf, um vor Wiederholungen dieser und ähnlicher Art nationalistischer Überhebung gefeit zu sein. Nicht von ungefähr soll die mit großer Verspätung übersetzte Anthologie über den Geist des oberen und unteren Weimar zum Nachdenken anregen: über ein Weimar auf dem Berg und die seit Goethes Anwesenheit klassisch-humanistisch fundierte Kleinstadt unten im Kessel. Auch wenn es bislang noch keine Meßlatte für Geist und seinen Widersacher Ungeist gibt, läßt sich immerhin vermuten, der Geist der oberen Etage überstieg sichtlich den der unteren in jenen von Totenkopfverbänden geprägten Jahren. Auch ein Goethe-Verehrer wie Hans Carossa, der sich zum Präsidenten jener Schriftstellervereinigung schlagen ließ, weil er Joseph Goebbels nicht zu brüskieren wagte – wie er später entschuldigend einräumte –, vermag dieses Ungleichgewicht nicht wesentlich zu verschieben. Gerade André Verdets Überlebens-Anthologie, entstanden unter mörderischen Bedingungen, unter denen es galt, sein Leben aufs Spiel zu setzen, fordert in ihrer Spannungsgeladenheit zu einem Vergleich aus humanistischer Sicht heraus, die sich der Wahrheitsfindung verpflichtet weiß.

Wulf Kirsten, Nachwort

 

Inhalt

Gedichte aus Buchenwald – erstmals aus dem Französischen für diese zweisprachige Ausgabe übersetzt.
Bereits im August 1945 hatte André Verdet diese Gedichtanthologie zusammengestellt. Alle 25 Beiträger haben die Gedichte im Konzentrationslager Buchenwald verfasst – unter schwierigsten Bedingungen, denn schon der Besitz von Schreibmaterial war strengstens verboten. Die französische Originalausgabe erschien 1946, eine Neuauflage 1995. In Deutschland jedoch blieben die Gedichte bis heute völlig unbeachtet.

Wallstein Verlag, Ankündigung

Beitrag zu diesem Buch:

Rainer Strobelt:  Dokument der Menschlichkeit in Zeiten ihrer Abwesenheit
fixpoetry.de, 28.7.2013

 

So ehrt Wulf Kirsten die vergessenen Opfer von Buchenwald

– Wulf Kirsten gehört zu den wichtigsten Sprachkünstlern unserer Zeit. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich der Lyriker, der im Juni 85 Jahre alt wird, intensiv auch mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Konzentrationslagers Buchenwald. –

In seinem Arbeitszimmer in Weimar, umgeben von vielen Büchern, zeigt Wulf Kirsten aus dem Fenster. Der Blick folgt der ruhigen Straße in Richtung Norden. Dorthin, wo sich der Ettersberg erhebt, nicht gewaltig, aber doch markant, die Bäume in diesen Frühlingstagen noch im zarten Grün. Ein Höhenzug geformt aus Muschelkalk. Oder „Weimar oben“, wie Wulf Kirsten gelegentlich sagt, um so den tief verstörenden Kontrast zwischen der Klassikerstadt und dem ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald – dem Ort des Terrors und des Todes – zu markieren. „Der Berg, den ich von hier aus sehe, von meinem Arbeitszimmer aus, acht Kilometer Entfernung, ist zum Greifen nah“, sagt der Dichter und Schriftsteller.

Der Berg ist so vollgestopft mit deutscher Geschichte, dass man darüber irrsinnig werden müsste. Was da noch auszuforschen wäre.

Wulf Kirsten – geboren im Juni 1934 in Klipphausen bei Meißen, seit Jahrzehnten zu Hause in Weimar – kommt von diesem Berg nicht los. Er will von ihm auch nicht loskommen. „Die Geschichte“, so bemerkt er im Gespräch, „setzt sich zusammen aus Geschichten, setzt sich zusammen aus solchen Dingen, die kein Ende nehmen. Und wenn ich höre, das Thema sei durch, da graust es mir. Das Thema ist nie zu Ende. Das, was die Hitler-Faschisten behauptet haben und sich selbst etwas vom ,Tausendjährigen Reich‘ vorgefabelt und vorschwadroniert haben, das bewahrheitet sich, indem die Hinterlassenschaften uns bis heute anhängen, zu schaffen machen. Und es gibt ja nicht nur Buchenwald.“
Es gibt die vielen anderen Orte des Todes und der Vernichtung. Orte, an denen – neben unzähligen anderen – auch Dichterinnen und Dichter ermordet worden sind. Selma Meerbaum-Eisinger, Camill Hoffmann oder Karl Schloß sind nur einige von ihnen. Künstlerinnen, Künstler, die man ohne die akribische Arbeit von Menschen wie Wulf Kirsten vermutlich vergessen hätte. Bei manchen von ihnen ist nicht einmal das genaue Todesdatum bekannt. Jahrzehntelang sammelte Kirsten Gedichte, schrieb sie ab, mit der Hand, wieder und wieder. Einen Teil veröffentlichte er in einer Anthologie mit dem Titel Beständig ist das leicht Verletzliche, in einer umfangreichen Sammlung mit Gedichten in deutscher Sprache von Nietzsche bis Celan. Und immer wieder schrieb Kirsten, ausgehend von den vielen Lektüren und Erkundungen, eigene Texte. Im neuen Gedichtband Erdanziehung, der am Mittwoch erscheint, erinnert er – einmal mehr – an den Dichter Karl Schloß, geboren 1876 bei Alzey, im heutigen Rheinland-Pfalz, ermordet 1944 in Auschwitz.
Wulf Kirstens Auseinandersetzung mit diesen Schicksalen ist ein essentieller Teil seines eigenen Werkes. Das gilt auch für seine Beschäftigung mit dem Todesort vor den Toren Weimars, mit dem Lager Buchenwald, das die Nationalsozialisten im Sommer 1937 in Betrieb nahmen und in dem bis zum Frühjahr 1945 fast 240.000 Menschen inhaftiert waren. Kirsten hat Gedichte über den Steinbruch im Konzentrationslager geschrieben, über Häftlinge wie Werner Scholem, die dort heimtückisch, brutal ermordet worden sind. Er hat an drei Büchern über den Ettersberg und das Konzentrationslager Buchenwald mitgearbeitet, unter anderem mit seinem Sohn Holm Kirsten und mit der Weimarer Publizistin Annette Seemann. Sie haben Texte von Häftlingen ediert und so verfügbar gemacht. Manche gab es zuvor nicht in deutscher Sprache, etwa eine Sammlung mit Gedichten von französischen Häftlingen, herausgegeben von André Verdet, in Frankreich unmittelbar nach dem Krieg erschienen.
„Man weiß, dass unter den Franzosen relativ viele Intellektuelle waren“, erläutert Wulf Kirsten.

Das waren Résistance-Kämpfer. Verdet war ein kulturelles Multitalent, ein Südfranzose. Wie sie das gemacht haben? Es war schwierig, Bleistift und Papier zu bekommen. Und es gab aber Häftlinge, die in irgendwelchen Funktionen waren, die das verstecken konnten und die dann auch Möglichkeiten beschaffen konnten. Angeblich sind Texte auch auf leere Zementsäcke, auf dieses Packpapier von Zementsäcken geschrieben worden. Davon ist nichts mehr vorhanden.

Wulf Kirsten sagt über sich, er sei ein Sammler. Im Gespräch über den Berg, den er beständig sieht, vom Arbeitszimmer aus, wird das oft erfahrbar. Er sammelt Geschichte um Geschichte, mit großer Detailversessenheit. Und das nicht unbedingt, um am Ende darüber zu schreiben. Kirsten will zuerst erzählen und aufmerksam machen, auf einzelne Schicksale, ebenso auf noch wenig bekannte kleine Geschichten, die zur großen gehören. Darunter die der Häftlingsbücherei, die es im Lager Buchenwald gab. Ein Widerspruch in sich: ein Kulturort mitten im Reich des Todes. 56.000 Menschen wurden im Konzentrationslager Buchenwald ermordet.

Ich weiß nur, welche perfiden Titel es gab. Zum Beispiel Schöner Wohnen. Und andere Dinge, auch faschistische Literatur, für die die SS gesorgt hat. Bücher ausleihen konnten SS-Leute alle. Aber es gab da unterschieden, welche hinter die Theke und welche vor der Theke stehen mussten, weil sie natürlich auch die Befürchtungen hatten, dass die Häftlinge, Häftlingsbibliothekare irgendwas verstecken, im Hintergrund. Das ist ein offenes Thema. Und ich finde, gerade diese Detailarbeit ist so wichtig.

Auf die Geschichte der Häftlingsbücherei wurde Wulf Kirsten aufmerksam durch eine Mitarbeiterin der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, wie er erzählt. Aus dem Thüringischen Haupt-Staatsarchiv bekam er eine Liste mit den Titeln der Sammlung. Unter ihnen – und das ist das Überraschende – Bücher, die 1933 von den Nazis verbrannt worden sind, etwa Robert Musils Romanwerk Der Mann ohne Eigenschaften. Bücher, die den Häftlingen abgenommen worden sind. Die Bibliothek wurde von den Häftlingen verwaltet.
Nach der Befreiung des Konzentrationslagers im April 1945 wurde die Sammlung aufgelöst. Die russische Armee hat auf dem Ettersberg ein sogenanntes Speziallager errichtet. Die Bücher wurden auf LKW geladen, nach Weimar gebracht und schließlich zerstört. Von den über 10.000 Bänden existiert heute noch ein kleiner Bestand, an die 115 Bücher, versehen mit dem Stempel „Häftlingsbücherei K.L. Buchenwald“, in Frakturschrift. Die geretteten Exemplare, immer wieder zufällig entdeckt, etwa in Linz, im Historischen Institut, gehören zur Museologischen Sammlung der Gedenkstätte im einstigen Konzentrationslager.
In einem seiner Gedichte, einem Triptychon, schreibt Wulf Kirsten vom „rauhen Ort“ am Ettersberg, vom Steinbruch des Konzentrationslagers Buchenwald, in dem viele Häftlinge ermordet worden sind, von der SS und auch von den Kapos. Am Ende heißt es:

über stillgelegten körpern
der ausgewuchtete bruch, aufgelassen,
als wär nichts geschehn

Gegen dieses „als wär nichts geschehn“ hat sich Wulf Kirsten beständig zur Wehr gesetzt, mit seinen eigenen Texten und ebenso mit denen, die er gesammelt hat. Und auch die vielen Geschichten, denen der Dichter nachgegangen ist, arbeiten gegen dieses „als wär nichts geschehn“ an.
Es sind Geschichten, die relevant sind, auch in einer Zeit, in der die Erinnerungskultur in der Bundesrepublik massiv von einer neuen Rechten angefeindet wird. Und in der so hässliche Wörter wie das von einem sogenannten „Schuldkult“ verkündet und verbreitet werden. Wulf Kirsten, ein so akribischer Erkunder von Geschichte und Sprache, sagt, ihn beunruhige diese Entwicklung sehr.
Die Deutsche Geschichte ist sehr unbequem. Die Wahrheit ist unbequem an dieser Geschichte. Mit Demokratie kann man zu viel Missbrauch treiben. Und die lässt sich zu viel gefallen. Ich wünschte mir eine Demokratie, die tolerant ist, aber nicht gegen die Intoleranz.

Niels Beintker, Bayerischer Rundfunk, 19.5.2019
Fakten und Vermutungen zur Herausgeberin

Zum 70. Geburtstag des Herausgebers:

Nico Bleutge: Sprachschaufel
Süddeutsche Zeitung, 21.6.2004

Michael Braun: Der poetische Chronist
Neue Zürcher Zeitung, 21.6.2004

Wolfgang Heidenreich: Gegen das schäbige Vergessen
Badische Zeitung, 21.6.2004

Tobias Lehmkuhl: Das durchaus Scheißige unserer zeitigen Herrlichkeit
Berliner Zeitung, 21.6.2004

Hans-Dieter Schütt: „herzwillige streifzüge“
Neues Deutschland, 21.6.2004

Zum 75. Geburtstag des Herausgebers

Christian Eger: Leidenschaftlicher Leser der mitteldeutschen Landschaft
Mitteldeutsche Zeitung, 19.6.2009

Jürgen Verdofsky: Querweltein durch die Literaturgeschichte
Badische Zeitung, 20.6.2009

Norbert Weiß(Hg.): Dieter Hoffmann und Wulf Kirsten zum fünfundsiebzigsten Geburtstag
Die Scheune, 2009

Zum 80. Geburtstag des Herausgebers

Lothar Müller: Aus dem unberühmten Landstrich in die Welt
Süddeutsche Zeitung, 21./22.6.2014

Thorsten Büker: Der Querkopf, der die Worte liebt
Thüringer Allgemeine, 22.6.2014

Jürgen Verdofsky: Querweltein mit aufsteigender Linie
Badische Zeitung, 21.6.2014

Zum 85. Geburtstag des Herausgebers:

Frank Quilitzsch: Herbstwärts das Leben hinab
Thüringische Landeszeitung, 21.6.2019

 

 

Fakten und Vermutungen zum Herausgeber + Archiv + KLGIMDb +
Interview + Laudatio 1 + 2 + 3 + 4
Dankesrede 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 +7 + 8
Porträtgalerie: Autorenarchiv Isolde Ohlbaum +
Dirk Skiba Autorenporträts
shi 詩 yan 言 kou 口

 

Beitragsbild von Juliane Duda zu Richard Pietraß: Dichterleben – Wulf Kirsten

 

Wulf Kirsten – Dichter im Porträt.

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