Jürgen Becker: Poesiealbum 379
Peter Handke behauptet, dass das Lesen seiner Bücher… ein Zeitgewinn ist.
Peter Handke behauptet, dass das Lesen seiner Bücher… ein Zeitgewinn ist.
Geländefahrt, Gläserne Gebäude, Die Treppen der Villa Malaparte, Sommerfilm, Seefenster, Die Scheune heißen die einzelnen Kapitel.
Nicht den Linien der väterlichen Schnittmuster folgen die Gedichte der dänischen Schneiderstochter Inger Christensen, sondern dem Atem der Schöpfung und ihren eingehauchten Prinzipien.
Lutz Seilers neue Gedichte, entstanden zwischen 2004 und 2010, unternehmen Expeditionen ins Grenzland rund um Berlin, mitten in den „satzbau dieser gegend“, die gezeichnet ist vom Wechsel der Zeit.
Das Jahrbuch der Lyrik feiert den zwanzigsten Band.
Franz Fühmann hat Georg Trakl für den Leser in der DDR immer wieder neu entdeckt.
Es war zur neunten Stunde als Jesus am Kreuz schrie: Mein Gott, warum hast du mich verlassen.
Es sind Gedichte der Erinnerung, des Abschieds, der Trauer. Manifeste und Träume, deren „letztes Vermächtnis das Schweigen“ ist. Gedichte aber auch, die die Landschaft wieder als das beschwören, was sie ist: Gleichnis und Gegenbild.
„Gezählte Tage‟ steht in einer Raumkurve oder Kontaktlinie mit Rilkes „Stundenbuch‟ und Ingeborg Bachmanns „Die gestundete Zeit‟.
„Poesiealbum 277: Peter Huchel“ ist die getreue Rekonstruktion eines Manuskripts das kulturpolitisch schwierige Zeiten nicht überlebt hat und zugleich die späte Verbeugung vor einem unserer größten Dichter des zwanzigsten Jahrhunderts.