Andrea Zanzotto: Dorfspiel

Zanzotto-Dorfspiel

Da Fäulnis und Hagel und Berge von Krieg

Da alles bebt im umschwingenden Wetter
und das Verlangen zu töten bösartig sinnt und sinnt

Selten sind Stätten wo widerstehen,
Stätten an denen sich Musen ein Stelldichein geben
um uns zu bewahren den Hall einer Harmonie
um uns noch zu erinnern dass das Erhabene ist
um wieder zu preisen das uralte Glänzen und neue Wege bejahen der Pracht

Selten immerzu und begraben in Wäldern aus Schatten weltweiter Waffen
eine STÄTTE: und jetzt wird sie wieder geboren und sucht uns zu schützen vor dem zornigen All.

 

 

Die vorliegende Auswahl

orientiert sich an Andrea Zanzottos Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg und einer nicht eroberten Welt; sie versammelt Gedichte aus verschiedenen Schaffensperioden, von seinen ersten bis zu seinen allerletzten, und Schriften über sein Werk. Das Buch schließt mit einem Nachruf auf den im Oktober 2011 verstorbenen venetischen Dichter.

Folio Verlag, Engeler Verlag, Klappentext, 2014

„Eine Dichtung wie eine Droge

auf das Urteilsvermögen des Lesers.“

Eugenio Montale

Andrea Zanzotto ist einer der großen Erneuerer der Lyrik im 20. Jahrhundert. Sein Werk ist, bei aller Radikalität, tief in der italienischen Tradition verwurzelt. Er war Freund der prägenden Künstler der italienischen Nachkriegszeit, wie Pasolini, Montale oder Luzi; er verfasste Gedichte und Libretti für Federico Fellinis Filme Casanova und Das Schiff der Träume.
Dorfspiel enthält früheste Gedichte (aus: Da hinter der Landschaft), einige wenige aus der mittleren Periode und Gedichte aus dem letzten Band Conglomerati und vereint alle zentralen Themen und Leitmotive des umfangreichen Lebenswerkes: die Befragung der Geschichte, die Zerstörung der venetischen Landschaft vom Ersten Weltkrieg bis heute, die Betrachtung der Landschaft mit ihrem Dahinter. Vergessene Personen tauchen auf, Erinnerungen an die Kindheit, den Krieg, das Handwerk, Landschaften, Gedichte in verschiedenen Sprachformen – Hochsprache, Dialekt, vorsprachliches Gestammel.
Die mehrfach ausgezeichneten Übersetzer erschaffen eine eigene sprachliche Vielfalt. Essays begleiten den Band.

Folio Verlag, Ankündigung

 

Der Dorfplatz der runde

– Ausgewählte Gedichte von Andrea Zanzotto. –

„Ausser der Reihe“ – d.h. ausserhalb der auf neun Bände angelegten Werkausgabe bei Folio Wien – liegt seit kurzem ein schmaler Band vor, der Texte von und über Andrea Zanzotto zu einem ungewöhnlichen Reader bündelt. Es handelt sich um eine dreisprachige Lyrikauslese (italienisch/deutsch/englisch) aus allen Schaffensphasen des Autors, ergänzt durch eine kundige Abhandlung von Donatella Capaldi. Editorische Hinweise fehlen – die Gedichte sind undatiert, Auswahl und Komposition werden ebenso wenig erläutert wie die Arbeitsweise der beiden für das Projekt engagierten Übersetzerteams. Man bleibt also auf das verwiesen, was als Text italienisch/deutsch und italienisch/englisch dasteht. Gut so. Die Gedichte treten um so deutlicher aus ihren zeit- und literaturgeschichtlichen Bedingtheiten hervor.
Unter dem schlicht-vertrackten Titel Dorfspiel gibt das kleine wundersame Buch Einsicht in Zanzottos dichterische Welt und lässt deren biographischen, historischen, sprachlichen, philosophischen Fundus zumindest ahnen. Es ist eine Wortwelt, in der mikro- und makrokosmische Elemente ineinander aufgehen, sich wechselseitig durchwirken, auch sich in die Quere kommen oder unvermittelt ineins fallen.
Formal sind Zanzottos Gedichte auf keinerlei metrische oder strophische Vorgaben festgelegt – sie fluktuieren in ungebundenen, mehrheitlich reimlosen Versen über die Seiten hin, sind lediglich durch Einrückungen, Leerzeilen und andere Spazien strukturiert, Klammerausdrücke, Gedankenstriche, Auslassungspunkte werden wie Fermaten in grosser Zahl eingesetzt, und die relative Länge vieler Texte verleiht der Lyrik einen Zug ins Epische. Doch nie verfällt Zanzotto ins Berichten oder Erzählen, sein dichterisches Interesse gilt nicht dem Satz, nicht der Aussage, sondern dem Wort und dessen Lautbestand. Die Syntax ist durchweg schwach ausgebildet, die additive Aufreihung von Einzelwörtern (oft Namen) und kurzen Wortverbindungen wie auch der vorrangige Gebrauch von Nominativ- und Partizipialformen macht deutlich, dass es Zanzotto primär ums Benennen geht, ums Bezeichnen, genauer noch: um Zeichensetzung, und nicht um die sonst übliche metaphorische Dichterrede, die mit Bildern faszinieren, bezaubern oder auch befremden will.
Thematisch erschliesst Zanzottos Lyrik einen weiten, verhältnismässig eintönigen, vorab durch die heimische Natur bestimmten Einzugsbereich – Landschaften, Wege, Örtlichkeiten (Stätten), Jahreszeiten, Witterungen, Winde, Farben, Düfte, Hügel, Wälder, aber auch, verbunden damit, Empfindungen wie Nähe und Weite, Grösse und Pracht, Leichtigkeit, Blödigkeit, Wärme, Schwere, Begehren, Spannung, lange Weile. Doch eigentlich wird all dies (und noch viel mehr) nicht thematisiert, also weder besprochen noch erklärt, eher wird es motivisch aufgegriffen, episodisch vorgeführt, dann wieder fallengelassen. Auch spielt das sogenannte lyrische Ich eine untergeordnete Rolle, als Subjekt der Rede fungiert weit häufiger das neutrale „man“ oder das kollektive „wir“. ‒ Hier ein Beispiel für Zanzottos tastende, bisweilen zögernde, da und dort auch abbrechende Dichterrede:

Sie stieben stieben
im Regen –
und wir entfernten uns immer mehr
im Regen
Schnee Regen
aber mit zahllosen Lichtern
aller unteren und inneren und
welche Mühsal – sie musste
ich konnte nicht
immer entfernter aber
wie mit dem Gefühl einer Verfolgung Verkehrung
die uns immer weiter
immer mehr entfernte
auch wenn deine winzigkleine Flocke
Schnee, nicht der Regen die Ursache war –
dann auch der Postbus am Grunde,
dann auch der Dorfplatz der runde
leer und leer und zugrunde.

Das Fazit meiner Beobachtungen am Leitfaden von Zanzottos deutschem (wie auch englischem) „Dorfspiel“ besteht darin, dass die beiden Übersetzerteams Bemerkenswertes geleistet, sich aber auch manche Eigenmächtigkeiten herausgenommen haben. Man braucht sie dafür nicht zu rügen. Statt Zanzottos Gedichte in vager Unverständlichkeit (oder Bedeutungslosigkeit) verharren zu lassen, wird hier mit grossem Einsatz um eine Sinngebung gerungen, die bei allem Gelingen doch nur vorläufig sein kann. Die vorliegende Eindeutschung ist das Ergebnis einer kollektiv erarbeiteten Lesart, die bloss eine von vielen Verstehens- und Übersetzungsmöglichkeiten darstellt. Für alternative Nachübersetzungen ist damit der Weg geebnet. Andrea Zanzotto wird immer wieder neu (und immer wieder Neues) zu lesen geben, aber nur jenen, die ausser der Bedeutung auch den Sinn seiner Dichtung erschliessen wollen.

Felix Philipp Ingold

Außer der Reihe

– Leseerfahrungen mit Andrea Zanzotto und seinen Übersetzern. –

On est-renvoyé à l’incompréhension.
Philippe Jaccottet

1
Unter dem schlichten Titel Dorfspiel liegt neuerdings ein „kleines Buch außer der Reihe“ mit Texten von und über Andrea Zanzotto vor, herausgeberisch und übersetzerisch betreut von rund einem Dutzend erprobter „Zanzottonen“ aus dem Kreis um Peter Waterhouse. Die vom Typografen Marcel Schmid ebenso diskret wie einfallsreich gestaltete Edition steht in mancher Hinsicht „außer der Reihe“, was vorab nichts anderes heißen muss, als dass sie – in ihrer Eigenart wie im Vergleich zu anderen Lyrikpublikationen – außerordentlich ist. Vielleicht ist aber mit der „Reihe“ auch bloß die Werkausgabe von Zanzotto gemeint, von der bisher vier Bände erschienen sind.
Das vorliegende „kleine Buch“ enthält eine dreisprachige Auslese von Gedichten aus allen Schaffensphasen Zanzottos, die teils Italienisch/Deutsch, teils Italienisch/Englisch präsentiert werden und deren Gesamtcorpus durchwirkt ist mit sekundärliterarischen Texten, die den Autor und sein Werk kundig in Stellung bringen, die aber auch konkret als Lesehilfe zum vorliegenden Reader dienen können. Als „außerordentlich“ hat nicht zuletzt die Tatsache zu gelten, dass weder zur Auswahl und Abfolge noch zur Entstehungszeit oder zum Erstdruck der im Dorfspiel vereinten Gedichte Angaben gemacht werden. Einer knappen Notiz auf der vorderen Klappe der Broschur ist immerhin zu entnehmen, dass sich die Herausgeberschaft bei der Zusammenstellung der Texte an „Andrea Zanzottos Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg und einer nicht eroberten Welt“ orientiert habe – eine Orientierung, die im Buch kaum zum Tragen kommt und die im Übrigen auch eher auf zeitgeschichtliche oder weltanschauliche denn auf poetische oder poetologische Kriterien schließen lässt.
Außerhalb der üblichen Ordnung bleiben auch die Übersetzer, die zwar kollektiv in zwei Teams auftreten, einem deutsch- und einem englischsprachigen, deren jeweils persönliche Beiträge zur Ausgabe insgesamt und an der Übersetzung der einzelnen Gedichte jedoch nicht erschlossen wird. Folglich gibt es keine individuell verantwortlichen Adressaten für Lob oder Kritik an der Übersetzungsarbeit, und es kann auch – was gravierender ist – keine individuelle Übersetzungspoetik beziehungsweise Übersetzungstechnik ausgemacht werden. Das ist, wenn man sich die heute gängige Praxis der „auktorialen“ Lyrikübersetzung vor Augen hält, tatsächlich „außer der Reihe“, hat aber den Vorzug, dass man als Leser eine quasi anonyme Übersetzung unter die Hand bekommt und sich umso freier auf die Texte einlassen kann. Fragt sich allerdings, weshalb denn die Namen der Teammitglieder überhaupt aufgelistet werden.
Formal sind Zanzottos Gedichte auf keinerlei metrische oder strophische Vorgaben festgelegt – sie fluktuieren in ungebundenen Versen über die Seiten hin, sind lediglich durch Einrückungen, Leerzeilen und andere Spazien strukturiert.
Klammerausdrücke, Gedankenstriche, Auslassungspunkte werden wie Fermaten in großer Zahl eingesetzt, und die relative Länge vieler Texte verleiht der Lyrik einen Zug ins Epische. Doch nie verfällt Zanzotto ins Berichten oder Erzählen, sein dichterisches Interesse gilt nicht dem Satz, nicht der Aussage, sondern dem Wort und dessen Lautbestand, aber stets auch dessen variabler Semantik. Die Syntax ist durchweg schwach ausgebildet, die additive Aufreihung von Einzelwörtern (oft Namen) und kurzen Wortverbindungen wie auch der vorrangige Gebrauch von Nominativ- und Partizipialformen macht deutlich, dass es Zanzotto primär ums Benennen geht, ums Bezeichnen, genauer noch – um Zeichensetzung, und nicht um die sonst übliche metaphorische Dichterrede, die mit Bildern faszinieren, bezaubern oder auch befremden will.
Befremden kann Zanzotto auch, aber nicht weil er es will, sondern weil die originäre (die eben nicht originell sein wollende) Rede der Dichtung ohnehin befremdlich ist – eine Fremdsprache innerhalb der Gebrauchssprache, eine Sondersprache selbst innerhalb der gängigen Literatursprache. In Zanzottos Gedichten wird diese Befremdlichkeit, die bei der Lektüre naturgemäß zu Verfremdungseffekten führt, zusätzlich dadurch akzentuiert, dass er die dialektale Alltagssprache des heimatlichen Veneto mit der italienischen Literatursprache zusammenführt und gerade durch diesen Mix, aus diesem Mix seinen unverwechselbaren Personalstil gewinnt.
Ein einziges der für Dorfspiel übersetzten Gedichte wurde aus einer stark dialektal imprägnierten Vorlage von Zanzotto versuchsweise in einen deutschen beziehungsweise deutsch klingenden Dialekt umgeschrieben. Da die Herausgeber auch dazu keinerlei Kommentar abgeben, kann ich den Dialekt nicht orten, verstehe ihn wohl der Spur nach, lasse mir den Text aber lieber als eine Art Lautpoesie gefallen; beispielshalber rücke ich hier einen Teil des Gedichts „Schtumme Markt“ ein:

… Wia schean isch decht der Morkt doo
aaaaaaaaaae pissl ploss, awekk va dr Schtroos
aaaaaaaaaavrschloofn vrtraamp.
Miar gfollt, aawennzmr foscht Ongscht mocht
aaaaaaaaaadies Schtummsain odr grood unt grood
aaaaaaaaaaMurmln ollz
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaauntn untn untrdrukkt
wenn lai a pissl Sunn
aaaaaaaaaadeis Bsinnen segnan tat
aaaaaaaaaaunt deis bis in di leschtn Winkl Drschtarrn…

Thematisch erschließt Zanzottos Lyrik einen weiten, verhältnismäßig eintönigen, vorab durch die heimische Natur bestimmten Einzugsbereich – Landschaften, Wege, Örtlichkeiten (Stätten), Jahreszeiten, Witterungen, Winde, Farben, Düfte, Hügel, Wälder, aber auch, verbunden damit, Empfindungen wie Nähe und Weite, Größe und Pracht, Leichtigkeit, Blödigkeit, Wärme, Schwere, Begehren, Spannung, lange Weile. Doch eigentlich wird all dies (und noch viel mehr) nicht thematisiert, also weder besprochen noch erklärt, eher wird es motivisch aufgegriffen, episodisch vorgeführt, dann wieder fallengelassen. Auch spielt das sogenannte Lyrische Ich eine untergeordnete Rolle, als Subjekt der Rede fungiert weit häufiger das neutrale „Man“ oder das kollektive „Wir“. Psychische Befindlichkeiten – große Liebe, großes Leid, aber auch kleine Freuden und Querelen – werden nicht, wie in aller Lyrik sonst üblich, explizit gemacht, in den nüchtern rapportierten sinnlichen Wahrnehmungen schwingen sie kaum merklich mit.
Andrea Zanzottos dichterisches Weltbild ließe sich mit einer Nebellandschaft vergleichen, in der sich Distanzen, Formen, Proportionen im Ungefähren verlieren und dabei doch eine eigenartige Präzision (oder umgekehrt: eine exakte Vagheit) bewahren. Von daher – wie auch aus manchen anderen Gründen – ergibt sich und erklärt sich die Schwierigkeit des Verstehens im Umgang mit Zanzottos Gedichten. Es ist die Schwierigkeit, mit der viele Lyrikleser angesichts des vermeintlich oder tatsächlich Unverständlichen konfrontiert sind.
Unverständlich! Doch weshalb sollte Verständlichkeit ein Kriterium, womöglich gar ein Qualitätskriterium für dichterische Texte sein? Als verständlich gilt gemeinhin das, was man auf seine vorgegebene Bedeutung hin verstehen kann – man versteht dann wohl, was der Autor gemeint, was er zu sagen hat. Was Zanzotto mit seiner Dichtung „zu sagen“ hat, ist schwerlich auszumachen, eher stellt sich bei der Lektüre die Vermutung ein, es gehe ihm vor allem darum, Unverständlichkeit durchzusetzen, dies wohl im Gegenzug zur exhibitionistischen Offenheit der neueren euroamerikanischen Trendpoesie und vollends zum immer schon vorab verstandenen Gequassel der Werbung und der populären Medien. Denn was unverständlich ist, muss keineswegs sinnleer sein. Vielmehr regt Unverständlichkeit zu eigener Sinnbildung an – je hermetischer ein Gedicht ist, desto mehr Lesarten provoziert es, darunter immer auch solche, die der Autor selbst nicht bedacht hat und gegen die er sich möglicherweise verwahren würde.

2
Die Schwierigkeiten des Verstehens und die Möglichkeiten sinnbildender Lektüre sind anhand der Übersetzungen zur vorliegenden Textauswahl gut zu beobachten. Übersetzung ist intensivste Lektüre. Freilich muss sich der Übersetzer, anders als der gewöhnliche Leser, in jedem Fall auf eine einzige Lesart festlegen, und eben diese Lesart dokumentiert dann auch, ob und wie und was er vom Original verstanden oder allenfalls missverstanden hat. Doch darüber hinaus macht die Übersetzung, gerade bei schwierigen Texten, deutlich, was dunklen Stellen bei aller Bedeutungsferne an Sinn abzugewinnen ist.
Schon der Buchtitel, Dorfspiel, kann dafür als Beispiel dienen. Man liest, man überliest das Wort problemlos, obwohl es kein Wort der deutschen Sprache ist – im Großen Duden, der Dutzende von Ausdrücken anführt, die mit „-spiel“ zusammengesetzt sind – kommt „Dorfspiel“ nicht vor. Nur wenn… erst wenn man bei dem Wort kurz einhält und sich nach dessen Bedeutung fragt, wird einem klar; dass man nicht verstanden hat und auch nicht verstehen kann, was sich so unmittelbar verständlich ausnimmt wie eben der Begriff „Dorfspiel“. In meinem alten Konversationslexikon, einem Meyer von 1913, finde ich einen Hinweis auf das „Kirchspiel“, das administrativ für die (evangelische) Kirchgemeinde steht. Es handelt sich mithin um einen spezifisch deutschen Ausdruck, und der lässt sich zu „Dorfspiel“ durchaus in ein plausibles Verhältnis bringen – „Spiel“ bedeutet im gegebenen Zusammenhang so viel wie „Sprengel“, etwas „Versprengtes“, „Verstreutes“ also. Das „Dorfspiel“ ein „Streudorf“?
Andrea Zanzotto widmet dem „Dorfspiel“ zwei Gedichte. Bei beiden steht das Wort – italienisch „(la) contrada“ – gleich am Textanfang und leitet demzufolge die Lektüre ein; so das Incipit bei „Rio fu“:

La contrada, già Zauberkraft,
povera, sul nulla si equilibrava, volava…

Deutsch:

Das Dorfspiel, einst Zauberkraft,
ärmlich, das balancierte auf nichts, das schwebte…

Im Italienischen bezeichnet „contrada“ im häufigsten Wortgebrauch ein „Stadtviertel“ oder „Quartier“, kann aber auch „Straße“ (synonym zu „strada“) oder allgemein „Gegend“, „Region“ bedeuten. Von Dorf, von Dörflichkeit weiß „la contrada“ nichts, und tatsächlich findet sich in dem ganzen Gedicht auch kein „dörfliches“ Motiv. Selbst die an einer Stelle vorkommenden Esel („somari“) haben hier nichts mit Ländlichkeit zu schaffen, sie liefern (wie im Deutschen) nur einfach das Wort zur Bezeichnung der Alten als alte „Trottel“. Anders als die Übersetzung es nahelegt, verweisen alle Realien in diesem Gedicht auf ein städtisches, wenn nicht großstädtisches Setting – hundert stinkende Hallen, eine Alzheimer-, eine Borderlinestraße, ein Verein für Mafianachwuchs, eine Altensiedlung, und noch im letzten Vers ist von einer „großen Stadt“ die Rede, die man sich eher als Großstadt denn als Dorf vorstellt.
Die Übersetzer haben sich nun aber für das „Dorf“, das „Dorfspiel“ entschieden und geben das Stadtgedicht als ein Land- beziehungsweise ein Provinzgedicht zu lesen. Das ist ein ähnlich eigenmächtiges Vorgehen wie bei der Umformung der alltagssprachlichen „contrada“ in einen archaisch angehauchten deutschen Neologismus. Beispiele für dieses Verfahren bietet Dorfspiel zuhauf. Im Fazit ist festzustellen, dass hier des Guten eher zu viel getan wurde – man findet Reime, Assonanzen, syntaktische Fügungen, zu denen es im Original keine Entsprechung gibt, und umgekehrt geht Zanzottos subtile Sprachinstrumentierung in manchen Fällen völlig verloren. Den Titel des oben angesprochenen Gedichts „Rio fu“ mit „Vergangenbach“ wiederzugeben, ist semantisch zwar durchaus in Ordnung, wirkt klanglich aber zu schwerfällig („vergangen“ für „fu“) und hätte doch einfach in „Warbach“ umgesetzt werden können.
Dutzende von Detailbeobachtungen dieser Art ließen sich hier zusätzlich anführen; ich beschränke mich auf zwei, drei Hinweise zum nachfolgenden Text, der als Schlussgedicht in den Band aufgenommen wurde und der für Zanzottos parataktische Schreibweise besonders charakteristisch ist: „A Zuel di qua“.

3

IN ZUEL HÜBEN

– Hohes und vornehmes Haus
aahalb eingestürzt mit
aaENGLÄNDERN die campieren darin
aazwanzig Tage im Jahr
– die schattigen Erscheinungen aus tausenden Grünen
aaim üblichen Abend im düsteren Juli
aaman kann alles auf den Kopf gestellt sehen
aaTäler Spiegel der nahen schlaftrunkenen Gipfel
– die Myrte steht in Blüte
– allerlei niedere Körper der Bauten
(oder Baue?)
aaangelehnt um einander zu helfen
– Werkstätten wo ein Künstler
aaHölzchen komponiert zu Farben, Landstriche Geschichten die
aanicht zur Ruhe kommen, sich bewegen, opus ligneum
aaaus feinsten Andeutungen und Ahnungen
– Dauergast wenigstens eine Zornnatter
[Zornnatter – hierophis viridiflavus]
aadie droht doch nicht giftig ist – besser
aaaber es gäbe sie nicht
– und, tiefer drinnen, bei den unbekannten Gründen von Eurosia
aaund Leone, und der Gasse der Arment
[Arment – Trift] und Zuel
aadie ihren Namen ändert zu Zuel drüben
– in der Höhe glitzert das Gestirn Geminga
[Geminga – „Stern“, der großen Erfolg hatte vor ein paar Jahren. Um jenen Namen herum gelang es schließlich, eine eigene Gruppe von wirklichen Sternen zu bestimmen.]
aaoder wir sind hier auf Geminga, um Gedanken zu spinnen?

Dem Lesen bietet das Gedicht kaum Schwierigkeiten, dem Verstehen aber mehr als genug. Zwar sind alle Wörter der Normsprache entnommen und können einzeln verstanden (und übersetzt) werden – dazu verhelfen nicht zuletzt die Fußnoten des Autors. Doch im Gesamtzusammenhang des Gedichts verflüchtigt sich das Verständnis; haften bleibt jedoch die Intonation, die ihrerseits eine seltsame Stimmung erzeugt mit disparaten Verweisen auf den ungeheuren Raum zwischen Haus und Kosmos. – Zanzotto setzt unten an, beim Haus:

Casa alta e nobile
semidiroccata con
INGLESI dentro accampati

Das italienische „accampare“ (zu „accampati“) bedeutet „kampieren“ in militärischem Verständnis – ein Lager aufschlagen, vorübergehend Halt machen. Wie aber hat man sich auf Grund der Übersetzung („ENGLÄNDER die kampieren darin“) die von Zanzotto skizzierte Situation vorzustellen? Schlagen die Gäste – oder Besetzer? – für „zwanzig Tage im Jahr“ ihr Lager, ihre Zelte in dem schönen Haus auf? Kann man überhaupt in einem Innenraum kampieren? Ein Camp, ein Lager wird doch gewöhnlich im Freien errichtet. – Was der Autor sagt und meint, ist wohl dies:

Hohes und nobles Haus
halb verrottet mit
ENGLÄNDERN drin einquartiert
(o.ä.) *
[Übersetzungsvorschläge des Rezensenten werden nachfolgend jeweils mit Asterisk (*) markiert]

Mit Blick auf den italienischen Originaltext fällt die um ein Drittel größere Textmenge der Übersetzung auf – manche Verse sind fast doppelt so lang wie in der Vorlage; nehmen wir zum Vergleich die folgenden Zeilen:

le proiezione cupe di mille verdi
nella solita sera di buio luglio

die schattigen Erscheinungen aus tausenden Grünen
am üblichen Abend im düsteren Juli

Erkennbar ist die übersetzerische Bemühung, die beiden Verse durch den dreimaligen Einsatz des ü-Lauts – „Grü-“, „üb-“, „dü-“ – klanglich zu harmonisieren. Indessen fragt sich doch, ob ein Abend „üblich“ (solito) sein kann – dann müsste man ihn eigentlich üben können –, ob also bei Zanzotto nicht eher von einem „gewohnten“ oder „gewöhnlichen“ Abend die Rede ist. Wie steht es aber mit den „schattigen Erscheinungen“, die da so üppig grünen? Wie können tausend, gar Tausende von Grüntönen im Schatten unterschieden werden? Zanzotto spricht von „Projektionen“, also von „Würfen“. Wohl gibt es Schattenwürfe, nicht aber solche aus (oder in) Grün. Wie wäre die Stelle demnach zu verstehen? Da „cupo“ nicht primär schattig bedeutet, sondern dunkel oder dumpf, darf man sich (in Analogie zu „rosso cupo“, dunkelrot) ein hochdifferenziertes Dunkelgrün in zahllosen Schattierungen vorstellen; etwa so:

dunkle Einwürfe in tausendfachem Grün
am gewohnten trüben Juliabend (o. ä.)
*

Wo es bei Zanzotto heißt:

vari corpi minori di abitazioni (o tane)

Lesen wir Deutsch:

allerlei niedere Körper der Bauten (oder Baue?)

Zur assonantischen Verbindung von „Bauten“ und „Baue“ findet sich im Original keine Entsprechung; Zanzotto spricht von „Wohnstätten“, „Behausungen“ einerseits, von „Tierhöhlen“ andererseits, hebt also einen Gegensatz hervor. Diesen Gegensatz durch lautliche Harmonisierung zu begradigen – dazu besteht kein Anlass, natürlich aber die Versuchung, die im Deutschen sich anbietende Assonanz zu nutzen. Mein Vorschlag (als Variante):

allerlei kleine Baukörper von Wohnhäusern (oder Höhlen) *

Und ein Letztes – zum großartigen Schlussvers des Gedichts:

o siamo noi, qui, su Gheminga, a fare filó?

Zu Deutsch:

oder wir sind hier auf Geminga, um Gedanken zu spinnen?

Gedanken spinnen auf einem fernen Stern? „Filo“ heißt Faden, „fare (il) filo“ heißt „spinnen“ (als Handwerk), „Fäden ziehen“ (vom Käse o.ä.), jemandem „den Hof machen“, wird heute aber auch negativ für Stalking verwendet. Bei Zanzotto steht aber „fare filò“ (endbetont), was mit „spinnen“ (und vollends mit „Gedanken“) nur assoziativ etwas zu tun hat – es bedeutet einfach „tratschen“, „quatschen“.

In der Höhe glitzert das Gestirn Geminga
oder wir sind hier…

Entscheidend ist an dieser Stelle das „oder“, die Tatsache mithin, dass wir „hier“ sind und eben nicht dort auf dem fernen Planeten. Doch was tun wir hier, um uns das Dort zu vergegenwärtigen? „Spinnen“ oder „tratschen“ wir? Ich könnte mir vorstellen, dass sich „fare filò“ im gegebenen Kontext durch Klangassoziation auf ein handwerkliches Spiel (engl. „stitch the stars“) bezieht, bei dem es darum geht, in Sticktechnik auf einem vorgestanzten Karton Sternbilder zu entwerfen, die dann die Umgebung eines bestimmten Gestirns bilden sollen. Die Vermutung kann verfehlt sein, an dieser Stelle hätte sie aber hohe Plausibilität.
Das Fazit meiner Beobachtungen am Leitfaden von Andrea Zanzottos deutschem (wie auch englischem) Dorfspiel besteht darin, dass die beiden Übersetzerteams Bemerkenswertes geleistet, sich aber auch manche Eigenmächtigkeiten herausgenommen haben. Man braucht sie dafür nicht zu rügen. Statt Zanzottos Gedichte in vager Unverständlichkeit (oder Bedeutungslosigkeit) verharren zu lassen, wird hier mit großem Einsatz um eine Sinngebung gerungen, die bei allem Gelingen doch nur vorläufig sein kann. Die vorliegende Eindeutschung ist das Ergebnis einer kollektiv erarbeiteten Lesart, die bloß eine von vielen Verstehens- und Übersetzungsmöglichkeiten darstellt. Für alternative Nachübersetzungen ist damit der Weg geebnet. Zanzotto wird immer wieder neu (und immer wieder Neues) zu lesen geben, aber nur jenen, die außer der Bedeutung auch den Sinn seiner Dichtung erschließen wollen.

Volltext, Heft 1, 2014

Weitere Beiträge zu diesem Buch:

Bernd Leukert: Fremd wie zuhause
fauskultur.de, 22.2.2014

Barbara Zeizinger: Zauberkraft des Dorfspiels
fixpoetry.de, 19.2.2014

 

Die Schwierigkeit des guten Übersetzens

– Peter Waterhouse wuchs zweisprachig in Österreich auf, ist Schriftsteller und Übersetzer und hat gemeinsam mit anderen drei Übersetzern die Texte des italienischen Dichters Andrea Zanzotto ins Deutsche übertragen. In der Galerie Lungomare wurde Zanzotto gelesen.

Andrea Zanzotto (1921–2011) war einer der radikalen und eigenständigen Lyriker des 20. Jahrhunderts, er war Freund prägender Künstler wie etwa Pasolini, Montale oder Ungaretti; Vorbild vieler Dichtergenerationen und gilt als herausragende Figur der Gegenwartspoesie.
Literatur Lana, Lungomare und Folio widmen dem Dichter einen Abend mit einer Lesung, Gesprächen, Filmausschnitten und einer Buchvorstellung. Gestaltet wird der Abend vom Übersetzerteam Donatella Capaldi, Ludwig Paulmichl und Peter Waterhouse. Besonderer Gast ist Marisa Zanzotto, die Witwe des Dichters.

Christine Helfer: Herr Waterhouse, warum war es notwendig, den Gedichtband La Contrada mit gleich vier Übersetzern ins Deutsche zu übertragen?

Peter Waterhouse: Ich habe im Lauf der Jahre die Erfahrung gemacht, dass das gemeinsame Übersetzen ein guter Weg ist. Wir (Donatella Capaldi, Maria Fehringer, Ludwig Paulmichl) kennen uns seit den 1980er Jahren und aus dieser intensiven Beschäftigung des Gedichte-Übersetzens ist schließlich der Folio Verlag entstanden. Das Zanzotto-Übersetzen gab den Ausschlag. Ich bin vor einigen Jahren nach England übersiedelt und habe dort mit 10 Studenten eine Zanzotto-Gruppe ins Leben gerufen. Wir haben den Dichter vom Italienischen ins Englische übersetzt; da habe ich gesehen, dass man auch zu zehnt gut miteinander am Text arbeiten kann.

Helfer: Auf der Basis des italienischen Originaltextes?

Waterhouse: Das Original hatte jeder, aber nicht alle konnten italienisch; aber wir haben im Gespräch miteinander übersetzt. Das gelingt, wenn alle mitmachen und keiner zu dominant ist. An meinem Seminar an der Uni Wien haben wir sogar mit 25 Personen gemeinsam übersetzt, einen amerikanischen Autor.

Helfer: Kann man sich das so vorstellen, dass in der Gruppe nach den geeignetsten Ausdrücken gesucht wird?

Waterhouse: Ja, man hört einander zu, einer sagt ein Wort, der andere antwortet, der Dritte hört wieder aus der Antwort etwas Eigenes heraus. Das Reservoir an Möglichkeiten ist nicht geringer, wenn eine so große Gruppe dasitzt. Aber es geht nur, wenn man nicht dominieren möchte. Es gibt dann auch keinen einzelnen Autor der Übersetzung, autorisiert wird sie durch alle 25.

Helfer: Und Zanzotto eignet sich ebenfalls besonders gut für solch diskursive Übersetzungstechnik?

Waterhouse: Ja, ich glaube vor allem ist es das Diskursive das hilft, weil man es mit allerlei Schwierigkeiten zu tun hat, über die man reden kann. Aber auch das Spielerische daran gefällt mir, man kann dieses Spiel des Wörtersuchens, des Assoziierens miteinander versuchen.

Helfer: Was sind denn die Schwierigkeiten für den Übersetzer bei Andrea Zanzottos Texten? Wir haben gehört, seine Phonetik und das Körperhafte der Sprache sind große Herausforderungen.

Waterhouse: Die Färbung seiner Sprache kann ich nicht erkennen, ich kenne die Regionaldialekte zu wenig, aber ich höre bei ihm sicher das venezianische th heraus, das ja ähnlich wie das englische th gesprochen wird; Zanzotto sagt Venethia und nicht Venezia. Es gibt allerlei intellektuelle Schwierigkeiten, wie er etwa auf die Gewaltsamkeit der geschichtlichen Prozesse reagiert. Wie verhält sich das Gedicht gegen diese Überwältigung. Da machen wir langsam unsere Entdeckungen. Eine Reaktion auf das Gewaltätige sind seine Verspieltheiten, zum Beipiel Wortteile die für sich ohne Bedeutung sind, wie die Verkleinerungsendungen -lein oder -chen, im Italienischen -ino oder -lino, die werden bei Zanzotto aufgewertet. Er lässt die wenig gewaltsamen Elemente der Sprache aufleben. Es ist ein Respekt für diese kleinen Elemente, die wenig bedeutenden, und vielleicht gibt es auch die Tendenz bei Zanzotto, die Bedeutsamkeit der Sprache zu senken. Weit hinunter zu senken.

Helfer: Gibt es im deutschen Sprachraum einen vergleichbaren Dichter oder Schriftsteller?

Waterhouse: Das haben wir uns beim Übersetzen auch gefragt. Gibt es eine vorbildliche Sprache im Deutschen oder bilden wir das hier jetzt neu. Ich glaube, man kann Ähnlichkeiten in den Gedichten von Friederike Mayröcker erkennen, in den Gedichten aus den 1960er Jahren. Da gibt es ebenfalls lange Textfelder, Flächen mit riesigen Zwischenräumen. Und im fragmentarischen Sprechen von Hölderlin, worauf sich Zanzotto ja bezieht; das Abbrechen von Sprache, die Lücken, Auslassungen und Löcher in der Sprache.

Helfer: Andrea Zanzotto wurde im Folio Verlag übersetzt, eignet sich der aus Treviso stammende Dichter besonders für ein Südtiroler Publikum?

Waterhouse: Das ideale Publikum für Dorfspiel von Zanzotto sind zweisprachige Leser. Denn die Übersetzung ins Deutsche ist nicht als Hilfe gedacht, es ist ein eigenständiges Werk. Insofern leben die idealen Zanzotto-Leser schon hier in Südtirol. Die können die Unterschiede in der Übersetzung auch lesen, die Abweichungen vom Original und sich damit auseinandersetzen, ob die Abweichung zulässig ist oder nicht. Wohin die deutsche Übersetzung zeigt. So wie beim Wort Dorfspiel, das zeigt in eine andere Richtung als Contrada, der italienische Ausdruck. Die Übersetzung ist keine Wiederholung des Italienischen und sie hat auch nicht den Anspruch, das Original zu erobern oder sich diesem zu sehr anzunähern. Die Übersetzung ist wie eine Antwort, mit einem eigenen Leben.

salto, 24.4.2014

 

Fakten und Vermutungen zu Donatella Capaldi
Fakten und Vermutungen zu Maria Fehringer
Fakten und Vermutungen zu Ludwig Paulmichl
Fakten und Vermutungen zu Peter Waterhouse + KLG
Porträtgalerie: Autorenarchiv Isolde Ohlbaum + Galerie Foto Gezett +
Dirk Skiba Autorenporträts
shi 詩 yan 言 kou 口

 

 

 

Richard Pietraß: Dichterleben – Peter Waterhouse


Peter Waterhouse liest beim Tanz um das goldene Nilpferd am 10.3.2012 im Klagenfurter Ensemble.

Fakten und Vermutungen zum Autor + KLfG
Porträtgalerie
Nachrufe auf Andrea Zanzotto: der Standart ✝ NZZ ✝ stol ✝ Die Welt  ✝
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Andrea Zanzotto zu seinem 88. Geburtstag.

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