Klaus Kinski singt und spricht Bertolt Brecht

 

Kinski und Brecht (Der Spiegel 22.2.1961, Auszug):

Auch Brecht war eine Zeitlang fester Bestandteil seines Repertoires gewesen, bis Kinski mit der Dichter-Witwe Helene Weigel und dem Brecht-Verlag Suhrkamp Schwierigkeiten bekam. Die Weigel und Suhrkamp nahmen Anstoß daran, daß Kinski während des Vortrags Texte eigenmächtig zu verändern pflegt…
„Ich verändere die Texte, wenn es mir nötig erscheint. Ich verändere Schiller und Goethe, warum nicht auch Tucholsky und Brecht, wenn ihre Sprache nicht mehr stimmt. Wenn einer von den Leuten noch leben und es mir verbieten würde, dann würde ich sagen: Hau ab mit deinem Text, er ist in dieser Form schlecht, ich spreche was anderes.“
Die Brecht-Erben protestierten, und die Firma, die Kinski-Brecht-Platten herausbringen wollte, mußte den Plan aufstecken…

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