Pablo Neruda: Extravaganzen Brevier

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Pablo Neruda: Extravaganzen Brevier

Neruda-Extravaganzen Brevier

FRAGT MICH NICHT

Mir ist das Herz schwer
von so vielen Dingen, die ich kenne,
es ist, als trüge ich riesenhafte
Steine da in einem Sack
oder der Regen wäre herabgestürzt
unaufhörlich in mein Gedächtnis.

Man soll mich nicht danach fragen.
Ich weiß nicht, wovon man spricht.

Ich wußte nicht, was geschehen war.

Auch die anderen wußten nicht
und so von Nebel zu Nebel schritt ich,
in der Meinung, daß nichts geschah,
auf der Suche nach Früchten in den Straßen,
nach Gedanken auf den Wiesen
und das Ergebnis ist folgendes:
daß alle recht hatten
und ich unterdes schlief.
Daher fügen sie meiner Brust
nicht Steine allein, auch Schatten hinzu,
nicht Schatten allein, auch Blut.

So stehen die Dinge, mein Lieber,
und so auch sind die Dinge wiederum nicht,
denn, trotz allem, ich lebe
und meine Gesundheit ist ausgezeichnet,
mir wachsen Seele und Nägel,
ich gehe in die Friseursalons.
Ich gehe und komme von den Grenzen,
fordere Stellungnahme und beziehe Stellung,
wenn man aber mehr wissen will,
so geraten meine Wegweiser durcheinander,
und hört man neben meinem Haus
die Traurigkeit bellen, so ist es Lüge:
die lichte Zeit ist die Liebe,
die verlorene Zeit das Klagen.

So, also nach alldem, was ich erinnre,
und nach alldem, was ich nicht im Gedächtnis hab,
nach alldem, was ich weiß und was ich wußte,
nach alldem, was ich auf dem Wege verlor
unter so vielen verlorenen Dingen,
nach den Toten, die mich nicht hörten
und die vielleicht mich sehen wollten,
frage man mich besser nicht:
sie sollen hier, auf meiner Weste, fühlen,
und sie werden erkennen, wie mir ein Sack
voll dunkler Steine pocht.

 

 

 

Dichtung als Mission

− Zum Werk Pablo Nerudas –

Die dramatischen Umstände, die den Tod des an Krebs erkrankten neunundsechzigjährigen Pablo Neruda beschleunigten (er starb am 24. September 1973, dreizehn Tage nach dem Putsch der chilenischen Rechten), haben den bereits 1971 durch die Verleihung des Nobelpreises kanonisierten Dichter mit einer pathetischen postumen Aura umgeben. Die Militärs mußten seiner Leiche konzedieren, was sie der Allendes versagt hatten: ein feierliches Begräbnis, das zu der ersten antifaschistischen Demonstration unter dem neuen Regime wurde. Der Photograph Fina Torres und der Journalist Alvaro Sarmento haben in einer schmalen Publikation die Chronik des Tages festgehalten (Neruda — entierro y testamento, Inventarios provisionales, Las Palmas de Gran Canaria, 1973).
Mit (west-)europäischen Maßstäben läßt sich ein Phänomen wie Neruda nicht erfassen. Das kann eine von Nerudas Frau Delia del Carril übermittelte Episode illustrieren, die Jean Marcenac in seiner dem chilenischen Dichter gewidmeten Monographie (Paris 1971) erzählt: „Es war auf dem Vorplatz eines chilenischen Kohlenbergwerks in Chile. Es war Mittag, glühendheißer Mittag. Seit drei Stunden hörten mehr als zehntausend Männer die Reden der Gewerkschafts- und Parteifunktionäre an. Nun war es an Neruda, auf die Rednertribüne zu steigen. Wer von den Tausenden erschöpfter, ausgebeuteter und in unmenschliche Ignoranz hineingezwungenen Männer mochte schon seine Gedichte gelesen haben? Und trotzdem: als man ankündigte, Pablo Neruda werde ein Gedicht lesen, nahmen alle zehntausend Bergleute unter der sengenden Sonne wie ein Mann ihre Kopfbedeckung ab.“ Der Lyriker Neruda verfügte über ein Selbstbewußtsein, das den Dichtern andernorts abhanden gekommen ist. Wenn man Aufnahmen der Massenkundgebungen sieht, zu denen die Lesungen Nerudas wurden, wird offenbar, daß für den Lateinamerikaner und sein dortiges Publikum Lyrik noch eine große politische Sprengkraft besaß. Mochten die Verse mitunter auch fragwürdig oder gar unter aller Kritik sein, wie etwa seine Aufforderung zum Nixonicid und sein Lob der chilenischen Revolution, die er noch kurz vor seinem Tod schrieb. Nicht die Qualität seiner Gedichte gab bei ihrer Rezeption den Ausschlag, sondern die Tatsache, daß sie Pablo Neruda geschrieben hatte.
Den Kritiker beschleicht schon angesichts des Umfangs von Nerudas Produktion der Zweifel, bei einer solchen Masse von Gedichten könne doch nicht alles gut sein. Neruda ist in einem 1935 in Madrid veröffentlichten Artikel dem Einwand begegnet, als er programmatisch eine „unreine“ Poesie verlangte. Es ist eine Herausforderung an das europäische Lyrikverständnis in der Nachfolge Mallarmés und Valérys.

Als der Student Ricardo Eliecer Neftalí Reyes 1924 unter dem bereits seit einigen Jahren benutzten Pseudonym Pablo Neruda Veinte poemas de amor y una canción desesperada (Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung) veröffentlichte, erlangte er frühen Ruhm. Er ermöglichte ihm den Einstieg in die diplomatische Laufbahn, in deren wechselvollem Verlauf er 1969 Präsidentschaftskandidat der Kommunistischen Partei Chiles und 1971 unter dem Sozialisten Allende (zu dessen Gunsten er seine Kandidatur zurückgezogen hatte) Botschafter in Paris wurde.

Der zehn Jahre nach Neruda geborene Argentinier Julio Cortázar erinnert in seinem Nachruf auf den chilenischen Dichter in der Neruda-Sondernummer der Zeitschrift Europe (Jan./Feb. 1974) daran, was die Zwanzig Gedichte… für die lateinamerikanische Literatur bedeutet hatten: „dieser Dichter, der uns plötzlich unserem Kontinent zurückgab, und uns der vagen Theorie europäischer Geliebten und Musen entriß, war uns in die Arme einer unmittelbar zugänglichen und greifbaren Frau, um uns zu zeigen, daß die Liebe eines amerikanischen Dichters hic et nunc dargeboten und geschrieben werden konnte, mit den einfachen Worten des Alltags, mit dem Geruch unserer Straßen…“ Das Zitat zeigt, daß sich von allem Anfang im Werk des Chilenen der Verzicht auf die literarischen Vermittlungsinstanzen Europas abzeichnete. Neruda verzichtete auf die höheren Weihen, um welche seine Vorgänger mit ganz wenig Ausnahmen in Paris oder Madrid ersucht hatten.
Der Eindruck der nun erreichten literarischen Autonomie wurde bestätigt, als Neruda 1933 am Ende langer Jahre in verschiedenen südostasiatischen Konsulaten Residencia en la tierra (Aufenthalt auf Erden) veröffentlichte: „Ich erinnere mich sehr gut“ – schreibt Cortázar in dem zitierten Nachruf – „Ruben Darío verschob sich in meiner dichterischen Geographie mit schwindelerregender Schnelle zwischen Morgen und Abend wurde er zu einem großen, fernen Dichter wie Quevedo, Shelley oder Walt Whitman. Auf unsere öde und wilde geistige Landschaft, die wir mit unbestimmten und unerläßlichen Mythologien bevölkert hatten, stürzte Residencia wie einst San Martin auf Chile, um es zu befreien, wie Bolívar, als er von Norden aufbrach und seine Adler fliegen ließ. Die Gedichte der Residencia sind pessimistisch, voll von den unheimlichen Angstträumen eines „eigenartigen Herzens“ wie sich  Neruda in dem Gedicht „Are poética“ bezeichnet. Hingewiesen wird hier zwar auch auf das „prophetische Element“, das Neruda in sich weiß, aber die selbstzerstörerische Unrast überwiegt.

Einen Wendepunkt in Nerudas Werk brachte erst der Spanische Bürgerkrieg, den er aus nächster Nähe miterlebte. Der Anfang seines Kontakts mit Spanien war die Begegnung mit García Lorca, den er 1933 in Buenos Aires kennenlernte. Zwei Jahre später war Neruda am chilenischen Konsulat in Madrid. Die Ereignisse der kommenden Monate machten ihn zum engagierten politischen Dichter. In dem noch unter dem Bürgerkrieg gedruckten Gedichtband España en el corzón (Spanien im Herzen) ist Nerudas politische Konversion in einigen seiner besten Verse festgehalten. Der Auftakt de Gedichts „Erklärung einiger Dinge“ ist die Frage: „Und wo ist der Flieder? / Und die Metaphysik von Mohn zugedeckt?“ Die Antwort ist der Aufschrei des Schlusses: „Kommt, seht das Blut in den Straßen / kommt, seht / das Blut in den Straßen, / kommt, seht doch das Blut / in den Straßen! (Text nach der Übersetzung von Erich Arendt und Stephan Hermlin.) Der lyrische Einzelgänger der Residencia en la tierra, der sich darauf beschränkt hatte, die englischen Kolonialherren, auf die er in Asien überall stieß, en passant verabscheuungswürdig zu nennen, wurde nun zum politischen Lyriker. Erst jetzt setzte die internationale Neruda-Rezeption ein. Eine französische Ausgabe von Españe en el corazón erschien 1938, eine von Ilja Ehrenburg besorgte russische 1939.
Dieses Echo wurde dann in den Nachkriegsjahren auch dank Nerudas offizieller Rolle als Träger des Stalinpreises von 1952 weltweit. Angesichts dieses Erfolgs war es nicht mehr vermessen, wenn sich Neruda als Sprecher der gesamten Menschheit fühlte. War es doch das erste Mal, daß ein lateinamerikanischer Dichter eine derartige Verbreitung erfuhr. Sein Canto general (Der große Gesang) wurde 1950 erstmals in Mexico veröffentlicht (in Chile erschienen im selben Jahr zwei Ausgaben, die Freunde des damaligen Emigranten im Untergrund publizierten). Die auf den ersten Blick unüberschaubaren Gedichte und Versmassen des Canto general haben ihr Inspirationszentrum in dem Zyklus „Las alturas de Macchu Picchu“ (Die Höhen von Macchu Picchu). Ein Aufstieg zu den präkolumbianischen Ruinen der erst in unserem Jahrhundert wiederentdeckten Andenstadt wird zum Abstieg in die amerikanische Vergangenheit und zur lateinamerikanischen Zukunftsvision. Die Verse sind erfüllt mit einem Pathos, wie es in Europa zum letztenmal der allen Lateinamerikanern teure Victor Hugo und in Nordamerika der von Neruda immer wieder beschworene Walt Whitman in Dichtung umgesetzt hatten. Die zahllosen Genetivmetaphern, die nur selten in die x-Beliebigkeit von Neruadas politischen Preisgedichten ausarten, werden zu litaneiartigen Anrufungen eines parareligiösen Kults, durch dessen Worte und dessen Blut, wie es im letzten Vers des Zyklus heißt, ein ganzer Kontinent zu sich selbst finden soll.
Für H. M. Enzensberger stand der Canto general schon vor Jahren im Mittelpunkt seines Essays „Der Fall Pablo Neruda“. Der Zyklus schien ihm ein besonders ergiebiges Beispiel für den Komplex „Poesie und Politik“, der das Thema seiner „Einzelheiten II“ (1970) absteckte. Am Schluß seines Neruda-Aufsatzes meinte Enzensberger resigniert: „Auf den Dichter, der die Zwickmühle sprengt, der weder die Dichtung um ihrer Zuhörer noch ihre Zuhörer um der Dichtung willen verrät, und der nicht die Poesie zur Magd der Politik, sondern die Politik zur Magd der Poesie, will sagen, zur Magd des Menschen macht: auf diesen Dichter werden wir vielleicht noch lange, und vielleicht vergeblich, warten müssen.“
Nerudas poetologische Äußerungen in seinen Gedichten und Artikeln wirken neben Enzensbergers geschliffener Dialektik geradezu naiv. Diesen Eindruck kindlicher Unkompliziertheit bestätigen auch die Memoiren, die 1974 in Buenos Aires, in Barcelona und noch im selben Jahr in einer vorzüglichen deutschen Übertragung von Meyer-Clason erschienen (Luchterhand, Darmstadt). Der genaue Titel des Buches lautet Confieso que he vivido (Ich bekenne ich habe gelebt). Damit sind alle mit autobiographischer Literatur verbundenen Assoziationen eingebracht: Vita, Confessiones, Memoiren. Nerudas Propagandafeldzüge brachten ihn in Kontakt mit der politischen und literarischen Linken der ganzen Welt: von Stalin zu Nehru und Mao Tse-tung, von Rafael Alberti zu Míguel Hernández und Louis Aragon. Wer erwartet, Neruda wolle wegen seines früheren Engagements für Stalin Bekenntnisse ablegen, sieht sich getäuscht. Nicht wegen politischer oder dichterischer Analysen sind die Memoiren lesenswert, sondern wegen ihrer Farbe, ihrer Porträtkunst und ihrer Erlebnisse. Nachdem Neruda seine politische Konversion vollzogen hatte, beschränkte er sich darauf, die Lösung ideologischer Fragen seiner Partei zu überlassen. „Meine Position ist folgende gewesen: aus der mir unbekannten Finsternis der stalinistischen Ära tauchte vor meinen Augen der erste Stalin auf, naiver Prinzipienreiter, nüchtern wie ein Einsiedler, titanischer Verteidiger der russischen Revolution. Überdies wuchs dieser kleine Mann mit dem gewaltigen Schnauzbart im Kriege zum Riesen an; seinen Namen auf den Lippen griff die Rote Armee die Festungen der Hitlerdämonen an und legten sie in Schutt und Asche.“
Das ist nicht die Sprache eines Diagnostikers, sondern eines Poeten. So wird Geschichte für Lesebücher zu Schulzwecken aufbereitet. Nerudas Widersacher, wie etwa Ricardo Paseyro (Le mythe Neruda), machen es sich allzu leicht, wenn sie einige Zitate aus seinen Schriften zusammentragen, um seinen angeblichen politischen Opportunismus anzuprangern. Ein selbstkritischeres Temperament hätte weniger eruptiv Gedicht um Gedicht aus sich herausgeschleudert, vieles Unvergorene und Ungefähre zurückgehalten, es hätte aber auch nicht in vergleichbarer Weise Dichtung als Mission verstehen können:

Ich arbeite weiter mit dem Material, das ich habe und bin. Ich bin ein Allesfresser von Gefühlen, Menschenwesen, Büchern, Ereignissen und Schlachten. Ich würde die ganze Erde aufessen. Ich würde das Meer austrinken.

Es kann kaum ausbleiben, daß Leser, die ihr Lyrikverständnis im Zeichen Mallarmés, Valérys und Benns vermittelt bekamen, angesichts dieser alles in sich hineinschlingenden Vitalität ein Unbehagen befällt. Sie werden Neruda kaum je verstehen, so wenig wie jene von ihm bewunderten „vulkanischen Maler“ Mexicos – so Neruda in den Memoiren −, die die Öffentlichkeit ständig in Atem hielten und wie Diego Rivera und Siqueiros mit großen Pistolen herumschossen, wenn ihnen bei Streitgesprächen die Argumente ausgingen. Für den Europäer beginnt hier lateinamerikanische Theatralik und Exotik. Und man wird trotz der flüssigen Prosa seiner Memoiren daran erinnert, daß Pablo Neruda von einem zeitlich und räumlich sehr fernen Land kommt.

Johannes Hösle, Neue Rundschau, Heft 2, 1975

Das Werk Pablo Nerudas

Der Chilene Pablo Neruda hat in Spanien von Anfang an nicht den rückwärtigen Bezugspunkt seiner Identität als ein Mensch iberisch-christlicher Kultur gesehen. Vielmehr ist Spanien für ihn ein traumatischer Begriff. Es ist der Ort einer stagnierenden, ja regressiven Gewalt; denn mag der Spanier auch vorgeben, la tradición zu pflegen, den alten Begriffen und Werten zu dienen, nach Nerudas Meinung sorgt er nur dafür, dass mit dem überlieferten Gedankengut auch die hierarchischen Strukturen fortbestehen:

In Spaniens Nächten, durch die alten Gärten,
lustwandelte voll von totem Rotz,
Eiter verströmend und Pest, mit einem Schweif
im Meerdunst, in Asthma gehüllt und löchrigen
blutbefleckten Gehrock, gespenstisch und anmassend die Tradition…

Nerudas Hass auf alles Spanische und alles Klerikale ist von ebenso elementarer Art wie seine Liebe, die dazu neigt, alle Dinge, auf deren Umklammerung sich ihr Ungestüm eingelassen hat, nicht wieder freizugeben – es sei denn das Gefühl schlägt um und die Besitzgier hört auf, als vitaler Impuls zu wirken. Denn wenn dieser Dichter sich auch zum Kommunismus bekennt, wenn er sein Schaffen als einen gegen die Gesellschaft gerichteten und auf ökonomische Veränderungen zielenden Akt ansieht, wenn er seine männliche Rigorosität nicht nur propagiert, sondern selbstherrlich praktiziert, so lässt sich keinesfalls übersehen, dass all dieses Agieren mehr aus den Instinkten und Trieben als aus dem Kopfe kommt.

Euch liebe ich, Idealismus und Realismus…

Neruda versucht mit einer derart paradoxen poetologischen Formel zwischen den Antinomien Harmonie zu stiften. Und das abendländische Denken mit seiner Intention, die Phänomene kausal, chronologisch und auf Dachbegriffe hin zu ordnen, bleibt ihm in dem Masse gleichgültig und sogar verdächtig, in dem er die griechisch römische Zivilisation und Geistesgeschichte als Nährboden des christlichen Spaniens ansieht, dessen gestaute Aggressivität sich als moralischer Anspruch erst gegen die Mauren und dann gegen die unbekannten überseeischen Fernen, gegen Cuba, Mexico und Südamerika gerichtet hat:

Nur Knochen blieben zurück
starr aufgeschichtet,
in Kreuzesform, zum grösseren
Ruhm Gottes und der Menschen.

Neruda (als Person determiniert durch die Taten der verhassten Conquistadores und als Dichter nicht vorstellbar ohne das Spanische als Idiom) erfindet sich und seinem Subkontinent im Dunkel der präkolumbianischen Zeiten eine spezifische Abkunft, die mythologisch eingefärbt ist. Dieser Drang, in einer quasi fiktiven Vergangenheit ein grösseres Eigenverständnis zu erlangen, ist auch insofern bemerkenswert, als Neruda – ähnlich wie Gabriela Mistral und Octavio Paz – maternistische und pantheistische Vorstellungen der Indios aufgreift.
Freilich ist der Glaube Nerudas an die allgegenwärtige Mutterschaft einer vegetabilischen Natur nicht von unbedingter Art. Der Dichter, der 1904 in dem südchilenischen Städtchen Parral geboren wurde, hatte früh die Mutter verloren, und seine Hinwendung zu Flüssen, Bäumen, Meeren, Vögeln, Fischen, Muscheln und anderen Hervorbringungen des kosmischen Schosses entsprang einem nostalgischen Verlangen nach Geborgenheit:

Ich habe keine Erinnerung
an die Landschaft, an die Zeit,
nicht an Gesichter noch an Gestalten,
nur an pulvrigen Staub,
den Schweif des Sommers
und den Friedhof, wohin
man mich führte,
zwischen Gräbern den Schlaf
meiner Mutter zu sehn.
Und da ich nie ihr Gesicht
geschaut,
rief ich sie zwischen den Toten, auf dass ich sie sähe,
jedoch, wie alle übrigen Begrabenen
weiss sie nicht, hört sie nicht, gab sie keine
Antwort,
und dort blieb sie allein, ohne ihren Sohn,
ausweichend, scheu,
unter den Schatten.
Von dort her stamm ich, aus jenem,
Parral der bebenden Erde,
der traubenüberladenen Erde,
die da aufspriessen
von meiner toten Mutter her.

Hier, in den Schlusspassagen des Gedichts „Geburt“, in denen der alternde Lyriker die Retrospektive seiner Sammlung Memorial von Isla Negra (1964) bis zu seinem autobiographischen Ursprung zurückführt, wird erkennbar, dass Neruda, wenn er die Natur zu einer Gottheit ausgestaltete, persönliche Motive hatte. Der Schutz, den die Mutter nicht geben konnte, kam magisch aus einer anderen Sphäre, kam von der alles Leben tragenden Erde, über die sich – Symbol schwellender Ueppigkeit wie auch schmerzüberwindenden Rausches – der Wein ausbreitet, die Traube, die Neruda immer wieder besingt und zu so etwas wie einer tellurischen kleinen Sonne macht. Und allmählich verwächst die Mutter mit der Erde, in der sie ruht, zu einem Mythos, der tiefer ist als ihr Tod.
Federico García Lorca, der Anfang der 30er Jahre zu den Freunden und Förderern Nerudas gehörte, charakterisierte den damals gerade in die surrealistisch-nihilistischen Rhapsodien des Bandes Aufenthalt auf Erden verstrickten Dichter als jemanden, der „dem Tode näher (sei) als der Philosophie, dem Schmerz näher als der Einsicht, dem Blut näher als der Tinte“. Zum Glück aber, so fährt Lorca fort, vermöge dieser Poet die geheimnisvollen Stimmen, von denen er erfüllt sei, nicht zu deuten. Doch handle es sich bei Neruda um „einen wirklichen Menschen, der bereits weiss, dass Binse und Schwalbe der Ewigkeit näher sind als die kalte Wange einer Statue“.
Neftali Reyes Basoalto, der Sohn eines chilenischen Lokomotivführers, der sich – in Verehrung des tschechischen Dichters Jan Neruda – als Lyriker Pablo Neruda nennt, benutzt die lyrische Rede frühzeitig als ein selbstverständlich und in keiner bestimmten Absicht gehandhabtes Instrument, mit dem er seine Schüchternheit, seine Lebensangst, seine individuelle und gesellschaftliche Profillosigkeit zu kompensieren trachtet:

Und es war in diesem Alter…
Da nahte
auf der Suche nach mir
die Poesie. Ich weiss nicht, weiss nicht, woher sie kam, vom Winter oder vom Fluss…

Die Verwirrung des Jünglings wird noch vergrössert durch die erwachende Geschlechtlichkeit. Und als er eines Tages („Sommer, / die Tür in die Dämmerung. / Die letzten zweirädrigen Karren / der Indios, / ein ungewisses Licht / und der Rauch / des niedergebrannten Urwalds…“) von zwei Mädchen in eine Bäckerei gelockt, gezerrt und „grossen Augs“ als Mann inspiziert wird, während in der Nähe die Schritte und das Husten des Vaters zu hören sind, gerät sein Trieb in eine schwankende objektunsichere Einstellung. So kann sich denn auch der junge Mann, der nach Santiago an die Universität geht und der sich als Lyriker gegenüber seinen bereits berühmten Landsleuten Vicente Huidobro und Gabriela Mistral durchzusetzen versucht, nicht dazu entschliessen, eine feste Bindung einzugehen:

Aus deiner Tiefe und auf den Knien
blickt, traurig wie ich, ein Kind uns an.

Ich will’s nicht. Geliebte.

Auf dass uns nichts binde,
dass nichts uns vereine…

In demselben Gedicht, das 1923 in dem Band Crepusculario (Dämmerung) unter dem Titel „Farevell“ erschien, finden sich als Abschnitt 3 die Verse:

(Ich liebe der Seeleute Liebe, die küssen und
weitergehn.
Sie lassen zurück ein Versprechen.
Sie kehren nie wieder zurück.

In jedem Hafen wartet ein Weib,
die Seeleute küssen und gehen davon.

Eines Nachts gehn sie schlafen mit
dem Tod in das Bett des Meers.)

Der Dichter bricht selber bald in die Ferne auf – allerdings nicht als Matrose, sondern als Diplomat. Rangoon, Singapore, Ceylon, Batavia und später Barcelona und Madrid sind die Stationen seines Lebens bis zur Mitte der 30er Jahre. Die sozialen Missstände, denen er überall begegnet, treiben ihn in eine Verzweiflung, der er in Aufenthalt auf Erden (1925–1935) Ausdruck gibt.
Die Arbeiten dieses Bandes in denen alles Tun als eine Folge sinnloser Funktionen dargestellt wird, sehen auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen nur noch für Melancholie in den Familien. Das Nichts dringt durch die Tapisserien der bürgerlichen Zimmer, und im modernen Grossstadtleben gehen die metaphysischen Perspektiven verloren:

Der kleine Angestellte hat nach so manchem,
nach der wöchentlichen Oede und den des Nachts im Bett gelesenen Romanen, endlich seine Nachbarin verführt,
und er führt sie aus in die armseligen Kinos…

Hatte die Sexualität für Neruda anfangs die Möglichkeit geboten, aus dem Gefängnis seines Ichs in einen Zustand rauschhaften Vergessens zu entkommen, so erscheint ihm jetzt (ähnlich wie dem Eliot der Sweeney– und Waste-Land-Periode sowie dem Alberti von Kalk und Gesang und Sermone und Hausungen) der Eros nur noch als etwas Heruntergekommenes:

Die Menschen gehen zur Zeit über unsere Erde
fast ohne daran zu denken, dass sie einen Leib haben und darin das Leben,
und eine Furcht ist, eine Furcht ist in der Welt vor Worten, die den Leib bezeichnen,
und man spricht am liebsten von der Kleidung,
es ist tunlich, von Hosen zu sprechen, von Anzügen
und von Frauenunterwäsche (von Seidenstrümpfen und Strumpfhaltern für „Damen“),
als liefen in den Strassen vollends leere Kleider und Anzüge umher
und eine düstere obszöne Garderobe nähme die ganze Erde ein.

Mit der Zeit hintergrübelt die Schwermut die gesamte zivilisatorische Szene. Sie sickert in den ontologischen Bereich ein; und, vom europäischen Geist infiziert, stellt sie plötzlich Fragen von totaler Abgründigkeit wie sie Maternismus und Pantheismus nicht kennen:

Warum der Himmelsbreiten so viel, warum reiht
ein Tag sich an den andern? Warum ballt
im Mund sich seine schwarze Nacht? Weshalb Tote?

Erst der spanische Bürgerkrieg befreite den Dichter aus seiner existentiellen Krise. Und die Radikalität, mit der Neruda sich wandelte, die Bereitschaft, mit der er sich von seiner an Gongoras Metaphernkunst und an Lautréamonts grausamer Phantasie geschulten hermetischen Poesie lossagte, legt die Vermutung nahe, dass der Weg zum Antifaschismus und bald darauf zum Kommunismus nicht nur aus Solidarität mit dem spanischen Volk und den Peones Lateinamerikas beschritten wurde. Es war dem Dichter auch darum zu tun, seinen im Todesdenken befangenen Atheismus zu überwinden und sich in der marxistischen Ideologie eine neue Gottheit zu erschaffen.
Neruda, der seine Hilfsdienste für die spanische Republik damit beendete, dass er dreitausend Flüchtlinge auf dem Schiff Winnipeg in das lateinamerikanische Exil rettete, entwarf während der nächsten Jahre in den fünfzehn umfangreichen Abteilungen seines Buchs Der grosse Gesang (1950) ein Epos seines Kontinents, das mit Walt Whitmans Grashalmen korrespondiert, das aber im Tenor elegischer ist als die Demokratie und Freiheit verkündenden Verse des Nordamerikaners. Neruda, Erbe des Pathos und der Rhetorik, die die spanischsprachige Dichtung zwischen dem siglo de oro und dem Modernismus unerträglich machten, hält in seinem Werk vor allem Abrechnung mit der kolonialen Vergangenheit sowie mit der durch Yankee-Ausbeutung und Latifundienwirtschaft geprägten Gegenwart. Gleichzeitig aber evoziert er die Vorstellung von einer idealen kommunistischen Gesellschaft, die er sowohl der vorgeschichtlichen Welt der Indianer als auch der eines kommenden Kommunismus russischer Fasson zuordnet. Als Egozentriker, der er jedoch weiterhin bleibt, versäumt er es nicht, neben den Helden der amerikanischen Befreiungskriege und neben Stalin, Molotow und Woroschilow sich selber zu porträtieren – als den gütigen Bruder Pablo:

Aber heut kommen die Bauern
mich besuchen:
aaaaaaaaaaaa„Bruder,
es gibt kein Wasser, Bruder Pablo, es gibt kein Wasser, es hat nicht geregnet…“

Der Dichter stellt sich ausführlich dar: als verständnisvoller Freund der Bauern und als Feind jeglicher Korruption. Doch wenn es Neruda mit seinem Engagement auch so ernst ist, dass er sich der Verfolgung aussetzt, in seiner Poesie drückt sich eine Selbstgefälligkeit aus, die auch Maoisten nur mühsam übersehen können, während die zahlreichen Gegner, die zu Schau gestellte Gesinnung für eine blosse Attitüde halten, weswegen sie Neruda la veleta, die Wetterfahne nennen.
In der Tat ist es dem Autor in allen Phasen seines Lebens und Schaffens schwergefallen, etwas anderes als das eigene Gefühl und die eigene Meinung gelten zu lassen. Alle Vorkommnisse, die sich um ihn herum ereigneten, schienen letztlich nichts weiter zu sein als bedeutungsvollchiffrierte Zutaten zur eigenen Biographie. Sogar der Klagegesang auf den Tod von Miguel Hernàndez, dem aus dem Landproletariat stammenden spanischen Dichter, der 1942 in einem Gefängnislazarett hungergeschwächt an Tuberkulose starb, verwandelt sich unversehens in ein Dokument der Eitelkeit:

Du wirst meine Schritte unter ihnen erkennen,
die, Kain zertretend, sich stürzen werden
an Spaniens Brust…

Und Neruda sagt weiter:

Jene, die dich quälten, sollen es wissen,
eines Tags werden sie mich sehen…

Schliesslich wird der nur sechs Jahre jüngere Tote gönnerhaft und mit klassenkämpferischer Pose verabschiedet:

ich vergesse dicht nicht, Sohn!
… meine Augen trübten sich, kaum,
ich fand in mir nicht Tränen
sondern Waffen,
unerbittlich!
aaaaaaaaa Warte auf sie! Erwarte mich!

Neruda reisst mit überschwänglicher Geste die ganze Welt an die Brust, aber seine Grossherzigkeit ist vergesslich, seine flammende Leidenschaft neigt zur Untreue. Auch verwechselt er die Lauterkeit seiner Liebe mit der Rührung, die seine melodramatischen Ansprachen in ihm auslösten. Wenn jedoch sein Interesse erlahmt, wenn seine Neugier sich anderen Objekten zuwendet, erweist er sich als ein geradezu imperialistisch Liebender und Geniessender:

Schon geraten meine Augen in deinen nicht mehr in Entzücken,
schon mildert an deiner Seite sich nicht mehr mein Schmerz…

Diese Einstellung, die sich bereits in „Farewell“ kundtat, hat sich nach zweieinhalb Jahrzehnten nicht geändert:


du und ich, die Leiber hinwerfend, zusammen gewesen,
ein Haus errichtend, das nicht dauert noch stirbt,
haben wir, du und ich, zusammen den gleichen Strom befahren
mit verketteten Mündern voll von Salz und Blut,
haben wir, du und ich, die grünen Lichter noch einmal erzittern lassen
und zum andern den grossen Staub begehrt.

Ich war ein Mann, den der Zufall hergeführt,
mit einer Frau, aufs Geratewohl aufgelesen,
wir entkleideten uns…

Neruda verdinglicht seine Partner. Jedes Gegenüber – eine begehrte Frau, eine Muschel, eine Zwiebel, ein toter Kazike, ein Pottfischzahn – lebt von der Intensität und der Gnade seines Verlangens, aber es über-lebt die Gefühlsaufwallung nicht. Alles wird abgelegt, kommt zurück ins Regal, auf die Erde oder endgültig ins Grab, sobald das Klima des Gemüts umschlägt.
Dieser krasse Egoismus, der seine opportunistische Entsprechung auf politischem Gebiet hatte (etwa wenn Neruda in bequemer Linientreue Tito einen „fetten, blutbesudelten Verräter“ nannte oder wenn er sich weigerte, die Unterdrückungen in Osteuropa wahrzunehmen oder gar zu kommentieren) milderte sich allmählich, als der Lyriker das Bändchen Verse des Kapitäns schrieb, eine Sammlung von Liebesgedichten, die 1952 anonym in Neapel erschien. Die sexuelle Begierde des Unbeständigen – der Autor nannte sich selbst so im Titel einer seiner Arbeiten – wurde nun kritischer beobachtet, ja sie wurde gebändigt:

Allen
laufe ich nach.

Zu dir aber, ohne mich zu regen, ohne dich, du Ferne, zu sehen,
gehen mein Blut, meine Küsse,
du meine Dunkle und Helle,
meine Hochgewachsene und Kleine,
meine Volle und Schlanke,
meine Hässliche, du meine Schöne…

Die Liebe zu Mathilde Urrutia befreite Neruda sowohl von seiner anarchistischen Triebhaftigkeit als auch von seiner sklavischen Hingabe an das politische Dogma:

Und dem Süden zu, dem Kaukasus entgegen fuhr er
unerkenntlich tief im Finstern,
auf der Suche nach derselben Sonne, die er uns verweigerte…

An die Stelle der Vaterfigur Stalin gelangten als Vertrauen spendende Muttergottheiten wieder die pantheistischen Kräfte:

Alle geben sich zufrieden
mit finsteren Vorstellungen
vom raschen Kapitalisten
und systematischen Frauen.

Ich will mit vielen Dingen sprechen
und werde nicht von diesem Planeten gehen
ohne zu wissen, was ich suchen kam,
ohne diese Angelegenheit zu klären,
und mir genügen nicht die Menschen…

Neruda, ein Lyriker mit katarakthafter Schöpferkraft (es gibt etwa 30 Gedichtbände von ihm), will mit allen Dingen fraternisieren: mit den Pferden und den Sprudeln, mit den Wochentagen und den leeren Eisenbahnzügen. Und wenn dieses Programm auch nicht neu ist, so erreicht es doch in der Sammlung Extratouren (1958) die wärmste und assoziativste Ausgestaltung. Denn inzwischen hat der Dichter Alter und Tod als Bestandteile seines Lebens akzeptieren gelernt, und er versöhnt seine gegenwärtige Existenz mit seiner Kindheit, der er aus den Hölzern der regennassen Wälder, in denen er aufgewachsen ist, ein lebendiges Denkmal setzen will:

Jetzt um das Haus zu errichten,
schicke man mir Hölzer des Südens…

und dann werd ich sehn, wie der Duft
erbauen wird mein Haus,
aufrichten werden sich die Wände
mit dem Rauschen, das ich verlor,
mit dem, was in der Wildnis geschah,
und ich werde mich freuen von so viel
Reinheit umgeben zu sein,
von so viel Schweigen, das
Zwiesprache halten wird mit meinem Schweigen

Hans Jürgen Heise, Die Tat, 13.5.1972

 

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Zum 1. Todestag des Autors:

Jürgen P. Wallmann: „Ich werde niemanden exkommunizieren“
Die Tat, 21.9.1974

Zum 75. Geburtstag des Autors:

Uwe Berger: Seine Poesie ist Stimme des Volkes
Neues Deutschland, 12.7.1979

H. U.: Einheit von Poesie und Politik
Neue Zeit, 11.7.1979

Zum 80. Geburtstag des Autors:

Hans-Otto Dill: Seine Dichtung – leidenschaftlicher Hymnus auf den Kampf der Völker
Neues Deutschland, 12.7.1984

Volodia Teitelboim: Ein Dichter, der auf Erden wohnt
Sinn und Form, Heft 6, November/Dezember 1984

Zum 100. Geburtstag des Autors:

Margit Klingler-Clavijo: Ich bekenne, ich habe gelebt
Deutschlandfunk, 12.7.2004

Josef Oehrlein:Die drei Archen des Dichters
Cicero

Karin Ceballos Betancur: Das Kind und der Dichter
Die Zeit, 8.7.2004

Holmar Attila Mück: Krieger mit der Lyra
Deutschlandradio Berlin, 12.7.2004

Claudia Schülke: „Militanter Stalinist und kolossaler Dichter“: Pablo Neruda
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.7.2004

Zum 5. Todestag des Autors:

Sergio Villegas: Beerdigung unter Bewachung
Sinn und Form, Heft 6, November/Dezember 1978

Zum 10. Todestag des Autors:

Karl Bongardt: Seinen Atem dorchwob die singende Liebe
Neue Zeit, 24.9.1983

 

Pablo Neruda – Lesung und Interview des Literaturnobelpreisträgers 1971.

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