István Vas: Rhapsodie in einem herbstlichen Garten

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von István Vas: Rhapsodie in einem herbstlichen Garten

Vas/Szanto-Rhapsodie in einem herbstlichen Garten

MARX

Nicht gültig sei er mehr? Veraltet?
Wers glaubt, wird selig. Ich begreif zwar nicht,
Was auf dem Weltmarkt sich getan hat,
Auch nicht, warum gerade da, warum nicht
Ganz anderswo jenes Etwas obsiegte,
Wie’s in den Anfängen geheißen hat,
Ebensowenig, warum eigentlich
Die zwei, drei Grad Abweichung hier grad
So ’ne, dort so ’ne Folgen nach sich zog –
Wie sie nun eben sind. Doch eins weiß ich,
Das heißt, ich seh es, hör es: abermals
Geht ein Gespenst um, und das nicht in
Europa bloß, nein, weltweit. Wovor sonst
Denn kriegen sie das Zittern da und dort?
Meinst du, vor der Atom- oder der
Neutronenbombe? Ach was, sie doch nicht!
Gehts um die Erde? Ausgerechnet!
Bewahr sie doch der Herrgott droben,
Wenn er sie so sehr braucht, vor dem Zerfall.
Na, sag schon, woher kommt die große Angst?
Fürchtet man etwa den globalen Tod?
Sind es die Sprengladungen der Raketen?
Im Raum die märchenhaften Laserstrahlen?
Auch sie wärn was zum Fürchten. Aber nein!
Nur das Gespenst des Kommunismus.

 

 

Nachwort

Das erste Gedicht des damals Achtzehnjährigen war 1929 in der Zeitschrift der ungarischen Avantgarde, in Lajos Kassáks Munka (Arbeit), grade im Druck erschienen, da hatte der für die Literatur entdeckte junge Mann seine konstruktivistische Periode schon so gut wie hinter sich. Eine flüchtige Bekanntschaft war es trotzdem ganz und gar nicht, denn für den gegen seine bürgerliche Umwelt rebellierenden Budapester Gymnasiasten waren Kassáks avantgardistische Entwürfe vom „kollektiven Menschen“ neuen Typs ein rationales und emotionales Erlebnis von der Größenordnung einer Offenbarung gewesen. Um den aus dem Wiener Exil 1926 heimgekehrten Lajos Kassák hatte sich ein Kreis junger Leute versammelt, die – im Zeichen sozialistischer Ideen und Ziele – mit der Kunst zugleich Mensch und Welt neuschaffen wollten. Dieser Kreis versprach, solange ein Gyula Illyés oder Tibor Déry dazugehörten, tatsächlich ein Kristallisationszentrum zur Erneuerung der Literatur zu werden und damit die Führungsrolle der von der Zeitschrift Nyugat (Westen) repräsentierten Gruppierung in Frage zu stellen. Da erschien 1928 Gyula Illyés’ Gedichtband Schweres Land, in welchem sich – mit István Vas’ Worten – der „Übergang von seiner surrealistischen Periode zu einer nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Form volksverbundenen Poesie“ sowie Besinnung auf die nationale und europäische Tradition abzeichneten. Solches aber war, auch nur als Tendenz, mit den Prinzipien und der Praxis der Kassákschen Avantgarde unvereinbar.
Als der nun aber doch von Kassák in die Literatur eingeführte junge Mann in jenem Jahr 1929, am Tag nach Dreikönigen, den Schnellzug Budapest-Wien bestieg, um nach den Weihnachtsferien seine Studien nominell an der Wiener Handelsakademie, mehr jedoch über den Schriften von Marx, Spengler, Engels, Freud, Lenin und im Kreis gleichgesinnter Freunde fortzusetzen, sollte ihm die Lektüre der Illyésschen Gedichte zum nachhaltigen Reiseerlebnis werden. Doch das eben begonnene Jahr hielt für István Vas noch weitere Wendungen bereit – ein Schicksalsjahr, wie im Roman; tatsächlich setzt mit der Beschreibung dieser Reise István Vas’ mehrbändige Romankomposition Schwere Liebe ein. Der Titel ist offenkundig auch eingedenk jener Reiselektüre gewählt worden, während der Untertitel in deutscher Fassung mehrere Interpretationen zuläßt: „Lyrik-Roman“ oder „Roman einer Lyrik“ oder gar „Roman der Lyrik“. Die bisher erschienenen drei Bände – Die gefundene Gewißheit (1964), Die unterbrochene Fahndung (1967), Warum schrillt der Bartgeier wohl? (1981), der vierte, Danach, erscheint in Fortsetzungen seit Anfang 1985 – umspannen im epischen Hauptstrom die zehn Jahre einer Liebe, die Zeit seiner Lebensgemeinschaft und Ehe mit der Ausdruckstänzerin Etel Nagy, der Stieftochter von Lajos Kassák, bis zu ihrem Tod 1939. Umflochten ist diese zehnjährige „Schwere Liebe“ von Iiteratur- und gesellschaftshistorischen Fäden und Fehden, auch aus Zeitebenen davor und danach.
Auf das Jahr 1929 kommt Vas in seinem Lyrik-Roman immer wieder zurück. „Aber es war nun einmal wichtig für mich, dieses Jahr, denn da trugen sich mit mir wichtige Dinge zu, ja die wichtigsten möglicherweise; vielleicht verließ ich in ebendem Jahr endgültig den Weg, auf den ich durch die Umstände meiner Geburt gebracht worden war“, heißt es im zweiten Band des Romanwerks. Jedenfalls war es das Gefühl der Entschiedenheit, mit dem er im Sommer 1929 aus Wien heimkehrte; entschieden war seine Zugehörigkeit zu denen auf der – von seiner Herkunft aus gesehen – anderen Seite der Barrikade. Daß ihn, den Bürgersohn, die noch halbpubertäre Rebellion dahin getrieben hatte, war nichts so Ungewöhnliches; die Liebe zu Etel aber, die von der Erziehung her und mit Überzeugung auf der Seite bereits stand, brachte Gewißheit mit sich, auch die Gewißheit, Kraft für den eignen dichterischen Weg aufzubringen.
Über einen Zeitraum von dreißig Jahren hinweg korrespondiert die Schwere der Liebe im Titel des Vasschen Lyrik-Romans mit der Schwere des Landes bei Gyula Illyés. Die Schwerkraft des Lebens, des realen, hatte den acht Jahre älteren Illyes, der 1925 aus Paris heimgekehrt war: aus der Welt des Surrealen, wo noch gleichsam alles möglich gewesen war, und der Konstruktionen, wo die Gesetze kreativen Gestaltens in aller Reinheit gewirkt hatten, herab- und zurück- und heimgeholt; Illyás zurück zur Sache und allmählich zur Sprache des bäuerlichen Volkes und zurück auch den kaum erst gestarteten Vas aus der Kassákschen – und das hieß auch: schwiegerväterlichen – Vorausabteilung. Wohin aber zog ihn die Schwerkraft des Lebens und der Liebe in einem? Im Herbst, immer noch des Jahres 1929, in die Buchhaltung einer Fabrik für Elektrogeräte in Budapests nördliche Arbeitervorstadt Újpest. Fortan führte Vas Konten: bis 1939 im Zweigbetrieb der Standard Electrics, dann – bis zur Flucht vor den faschistischen Verfolgern in den Untergrund – in einer kleinen Konservenfabrik; später, 1946, bis zur Berentung 1971, betreute er als Verlagslektor Manuskripte und Projekte. Statistisch: das Leben eines Lohnabhängigen.
Vom Verlauf der ersten Wegstrecke zeugt der von Abonnenten, zumeist Arbeitskollegen, vorfinanzierte und dann im Selbstverlag erschienene Gedichtband Herbstliche Zerstörung (1932). Es erwies sich, die aus Wien mitgebrachte Gewißheit des eignen Wegs war im Mut zur Subjektivität begründet. Die geradezu intime Form des Briefes (an einen toten Freund, dann an einen Freund in Berlin) suggerierte nicht bloß, sondern war: authentischer Bericht, ein „So-leben-wir-halt“, die wir hier und heute in Budapest wohnen, in Újpest arbeiten, auf der täglichen Fahrt dorthin in der Straßenbahn Krieg und Frieden lesen, Geldsorgen haben, nach Feierabend hin und wieder Kunde von einer neuen, besseren Welt vernehmen und auch noch ein bißchen Hoffnung nähren, die wir so sehr brauchen, weil wir noch Großes zu verrichten haben.
Ja, aber war das nicht ein Rückzug dann ins Individuelle, Vereinzelte, Private gar, was die Literaturhistoriker in ihrer terminologischen Ratlosigkeit unter anderem Neo-Realismus nennen? Doch, auch das war es; aber es war in einem Land wie Ungarn, wo das politische Regime zwischen den beiden Weltkriegen immerzu und in ebenden Jahren der Weltwirtschaftskrise sogar sehr zum Faschismus tendierte, zugleich auch innerer Widerstand. So steht es auch da, etwa in dem Gedicht „Brief an den Freund in Berlin“: „Ich komm und geh wie ein stummer Verbannter.“ Und daß die „Glut unter der Asche“ glomm, steht in dem Gedicht, das „Zeugenschaft“ heißt: „Sieh, wär es möglich, klagt’ ich diese Welt nicht nur so an, / Feuersbrunst wäre mein Wort und Maschinengewehr das Metrum.“ Vierzig Jahre später, in dem Gedicht über Salvador Allende, erschallt wieder oder immer noch mit „standhaftem Knattern ein vor Zeiten zum Schweigen gebrachtes / Maschinengewehr…“. Die Form selbst, Brief etwa oder Dialog, war und ist bis ins Alter: Realismus in Funktion, mit seinem Kommunikationsbedürfnis Ausdruck sozialer Gebundenheit – nach dem faschistischen Krieg dann an allzuviel tote Freunde adressiert. Und dennoch war es, bei allem Mut, ein Rückzug; gewiß, es wurden Schanzen gebaut, denn „zum Krieg wird gerüstet, schlimmer als alle bisherigen“ (1932!), aber sehr früh und erschreckend realistisch war das Wissen da, das der dann so nahe Freund Miklós Radnóti immerzu vor sich hin sprach und jedem vermeldete, der’s hören wollte: „Lauf nur, zum Tode Verurteilter“. Daß Attila József mit letzter Kraft Äußerstes vollbrachte zur Verteidigung der Poesie, d.h. des Menschtums, haben selbst von den mit ihm Befreundeten nur wenige erkannt.
Es wäre heute nur noch von fachinternem, literaturhistorischem Interesse, daß der Neo-Realist Vas seine „Zeugenschaft“ den Avantgardisten und anderen Modernisten zum Affront in Hexametern, Alexandrinern, regelmäßig jambisch rhythmisierten und gereimten Versen ablegte, wäre nicht auch die Tradierung dieser Werte der Menschheitskultur ein Beitrag zum Bau antifaschistischer Schanzen gewesen, die, aus Worten errichtet, für sich allein freilich nicht halten konnten, aber doch notwendig waren, wie jene in dem Gedicht „Fernes Ereignis“, die „durch Dünen der Erinnerung / fließen fort in Kapillarsystemen, / bis sie im Zeitstrom sich vereinen“ und als Quell aufbrechen irgendwann, irgendwo.
Spätestens an dieser Stelle ist eine Erklärung dafür fällig, warum in diesen Auswahlband Gedichte aus den dreißiger Jahren nicht aufgenommen wurden. Erstens: Sie haben neben ihren Stärken auch Schwächen. Realismus als Methode und von den Klassikern inspirierte Prosodie sind noch keine Gewähr für Dichte und Dauerhaftigkeit. Zum anderen: István Vas blieb sich und der frühen Entschiedenheit seiner Ars poetica über alle epochalen Wandlungen in der Gesellschaft und der Literatur im Kern treu: ein „konservativer“ (Selbst-)Veränderer; die Anfänge sind dialektisch aufgehoben im reifen Werk. Drittens: Über die determinierenden Anfänge wurde hier ausführlicher berichtet, nicht nur um dem literar-historischen Interesse, hoffentlich, genüge zu tun, sondern um die, bei allem Wandel, relative Beständigkeit des Gegenstands der Literatur, der Lyrik zumal, vielleicht der Kunst überhaupt, anzudeuten: der menschlichen Substanz. In historischer Perspektive zeigt sie sich, wenn der jetzt Fünfundsiebzigjährige, da ihm die „Herbstliche Zerstörung“ ganz individuell schon arg zusetzt, bescheiden den Finger hebt, um anzumelden: Aber da war doch noch etwas, was über das private letztliche Elend des Einzelnen triumphiert. War es das Glück der Liebe nicht? War es die Idee des Kommunismus ? Waren sie nicht eins gewesen dazumal, im Jahr 1929?
Wer immer Vas’ lyrisches Werk zu deuten versucht, kommt um die von ihm selbst beschworene „coincidentia oppositorum“, die Einheit der Gegensätze, nicht herum. Und warum auch? Ist doch sie, die Dialektik, das Natürliche; nur wenn’s konkret wird, erst wenn ganz subjektive Zeugenschaft gefordert ist: Wahrhaftigkeit, wird oft das Natürliche, das es zu sagen gilt, schier unaussprechlich. Istvan Vas gibt mit seinen Gedichten Fingerzeige, etwa in historischen Analogien, ohne daß er sie überstrapaziert: Auch andere, Altvordere, hatten schon ihre Not, mit den Gegensätzen in ihrer Einheit fertig zu werden; ganz zu schweigen – also laut zu sprechen – von solchen wie Leben und Tod, in vertrautem Dialog. „Die stoßen wieder über uns zusammen… der Steppe Booten und des Ozeans“, alljährlich um den Tag des mit der Schafskälte drohenden Medardus, auch über Budapest, „aus dem Grau / der Dämmrung blinkt allein die neue Brücke – / das schöne, blasse Silber unsres Willens – / voll Ahnung“. Ob in der Stadtwohnung im altehrwürdigen Buda, am Donaukai, ob in dem mit der wunderbaren Malerin und Erzählerin Piroska Szántó bewohnten Sommerhaus auf der Hügelkuppe in Szentendre, Vas übermittelt, wie 1932 dem Freund nach Berlin, angesichts der Wetter, die sich über uns türmen, trotzig-sturen und zugleich heiteren Widerspruch. Und damit diese Weisheit nicht nur an ihm hängenbleibt, deutet er auf das Relief eines etruskischen Sarkophags, das in seiner Lesung nichts andres sagt: Wir pfeifen – freilich so wie im dunklen Wald oder im Keller –, so pfeifen wir auf den Tod.
Um aber zu diesem skizzenhaften Vas-Porträt noch einmal Literaturgeschichtliches beizugeben: Als Vas der schwieger-väterlichen Avantgarde, mit allem Respekt, den Rücken gekehrt hatte, war sein Blick zwangsläufig der Tradition zugewandt, der nationalen zuallererst: dem ganz ungarisch antikisierenden Berzsenyi, dem leidenschaftlich um eine Einheit der Gegensätze ringenden Vörösmarty, und dem – wie Vas sagt – eigentlichen Dichter-Großvater János Arany, dem 19. Jahrhundert also. Von den Größten des Nyugat-Kreises steht er dem elegisch-sanften Árpád Tóth nahe, dem väterlichen Freund und Förderer Dezső Kosztolányi, zumal in der Prosa, nicht zuletzt aber dem gerade in Sachen Künstlermoral unbestechlichen Mihály Babits, der in dem kritischen Jahr 1932 den um die Periodisierung des Literaturprozesses stets verlegenen Literaturhistorikern langfristig aus der Bredouille half, indem er die mit Gyula Illyés etwa Gleichaltrigen zu der zweiten Generation der um die Zeitschrift Nyugat versammelten einstigen Moderne und alsbald auch die wie Vas jungen Leute zur dritten Generation erkor, mit dem väterlichen Hinweis, daß es dieser gut täte, sich mehr Impulse auch aus der Weltliteratur zu verschaffen. Mit dieser Generationszählung hatte Babits das literaturwissenschaftliche Dilemma (wie es bei Werner Kraus mit der Differenzierung von Ordnungs- und Wesensbegriff offengelegt ist) für die ungarische Literaturgeschichtsschreibung behoben. Die Reklamation weltliterarischer Offenheit indessen war unnötig: Ob Radnóti oder Vas, Sándor Weöres oder László Kálnoky oder wer sonst noch von den Angehörigen dieser Nolens-Volens-Generation zu nennen wäre, übertrafen in der Pflege des Kontakts zur alten und neuen Weltliteratur die meisten ihrer Vorgänger. Zur Abwehr der faschistischen Barbarei mobilisierten sie alle für sie erreichbaren humanistischen Werte, ganz besonders in den so zeitlos nutzbaren Formen: Miklós Radnóti u.a. die Nibelungenzeile, Weöres die Sanskrit-Tradition, Vas das persische Ghasel und die rhythmische Reimprosa der arabischen Makame. „Und hätte ich damals Eliot zu lesen bekommen, wäre meine Entwicklung beträchtlich beschleunigt worden… und in Alexandrien war gerade ein Dichter (Kavafis) gestorben, dessen Gedichte in meine Poetik zweifellos eine wichtige Wende gebracht hätten… uns was nicht alles hätte ich von Robert Lowell lernen können, hätte ich schon damals die Gedichte gelesen, die er erst dreißig Jahre später schreiben sollte“, heißt es im dritten Band der Schweren Liebe. Und da fragt man sich, wie hätte zum Beispiel Georg Maurer die Gedichte von Vas aufgenommen, und warum haben Günther Deicke und Heinz Kahlau und Brigitte Struzyk mit solcher Neugierde Vas-Verse übertragen, und warum werden sie möglicherweise gelesen? – Weil es so eigene Antworten sind auf die so ähnlichen Fragen der nämlichen Zeit.

Paul Kárpáti, Nachwort, 1985

István Vas

„Ein Wunder ist nur, was vergeht, eine Minute nur verweilt, nicht war, nicht sein wird, wandelnd sich, solang es weilt“, so der 1910 in Budapest geborene István Vas zu seiner Ars poetica. Es liegt ihm fern, sich mit dem Urei, der Atomspaltung, mit alten oder neuen Mythen zu befassen. Inspiriert vom „werktäglichen Fieber“, von der Vielfalt, der Einmaligkeit, der „ultima realitas, die kommt und schwindet und nie wiederkehrt“, findet er die Thematik seiner Dichtung im Alltäglichen, im scheinbar Gewöhnlichen, aber auch in der Liebe, im Leiden und im Altern. Bei einem Besuch in Italien, wo ihn die Monumentalität der antiken Denkmale überwältigt, an denen die Menschen wie blind vorüberhasten, „der Autos irrer Kakerlakenlauf“ vorbeirauscht, sucht Vas die Fortsetzer dieser beeindruckenden Werke, den Wandel und den steten Neubeginn, „denn: nichts, was mehr wert wär, gibt’s als unser Leben, und was wir daraus zu machen wagen: und vermögen ist unsres Daseins großer Sinn, sein Abenteuer, und alles andre dusliges oder beduselndes Geschwafel“.
István Vas, der sich auch als Nachdichter u.a. von François Villon, Friedrich Schiller, J.W. Goethe, englischer Barockpoesie, Guillaume Apollinaire, T.S. Eliot und Saint-John Perse Verdienste erworben hat, ist über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt, insbesondere im englischen und französischen Sprachraum. Sein dichterisches Werk zählt zu den bedeutendsten der letzten fünfzig Jahre in Ungarn.

Verlag Volk und Welt, Begleitzettel, 1986

 

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