Marie-Luise Bott: Zu Wolfgang Hilbigs Gedicht „Mittag“
Wolfgang Hilbigs „Mittag“-Replik auf Conrad Ferdinand Meyers „Eingelegte Ruder“.
Wolfgang Hilbigs „Mittag“-Replik auf Conrad Ferdinand Meyers „Eingelegte Ruder“.
Der Leser kann miterleben, wie Gedichte die Jahrhundert hindurch aufeinander Bezug nehmen, sich ergänzen und widersprechen, Gedanken aufgreifen und weiterführen.
In der besonderen Sprache des Gedichts haben sich Autorinnen und Autoren zum Geschehen der deutschen Wende geäußert.
Erkennbar wird, von den furiosen Jugendgedichten bis zum grandiosen Spätwerk, die Selbstgründung und Entwicklung eines Dichters, der sich aus der Enge des Schweigens befreit und hinaustritt in den unendlichen Raum der poetischen Sprache.
GLEICHNIS – Es war eine Zeit, da sollte man meinen, / die Welt wollte untergehn vor Wind.
INVERTO – Ich schlief zu tief im Licht / ich lag zu lang im Schein
Der abstrakte Untertitel dieser Anthologie von 1998 lautet: „Deutschsprachige Lyrik der neunziger Jahre“.
„Grab, Grimm und Trost‟. Max Bense zum Gedächtnis.