AGF (Antye Greie): gedichterbe
Kann Quio Frau Ava rappen? Antye Greie interpretiert Gedichte aus zehn Jahrhunderten.
Kann Quio Frau Ava rappen? Antye Greie interpretiert Gedichte aus zehn Jahrhunderten.
STILLER FREUND DER VIELEN FERNEN – Stiller Freund der vielen Fernen, fühle, / wie dein Atem noch den Raum vermehrt.
Als das „Museum der modernen Poesie“ 1960 erstmals erschien, sprach die Kritik von einer „literarischen Documenta“, von einem „Orbis pictus der modernen Poesie“. In der Tat hat sich Enzensbergers Sammlung als ein unwiederholbares Unternehmen erwiesen. Die beinahe hundert Dichter aus aller Welt mit ihren 351 Gedichten, die darin vorgestellt werden, waren seinerzeit in ihrer Mehrzahl kaum dem Namen nach bekannt. Heute, da die große Zeit des Modernismus (1910–1940) längst historisch geworden ist, wird deutlich, daß sie die Leitfiguren dieser Epoche waren und daß sie es geblieben sind.
Die Anthologie präsentiert eine faszinierende Vielfalt an Traumgedichten von namhaften Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts.
ABSCHIED – Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt. / Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
MOUVANTE LIMITE / GEHENDE GRENZEN: Gaspara Stampa, Giacomo Leopardi, Gabriele D’Annunzio, Stéphane Mallarmé, Raimbaut de Vaqueiras, Pierre de Ronsard, Ugo Foscolo, Michel Leiris, Mario Luzi, Paul Celan, Armand Robin, Jules Laforgue und Rainer Maria Rilke sind mit „Originalen“ vertreten.
SIE WAR: – Ein unerwünschtes Kind, verstoßen / auch aus der Mutter Nachtgebet, / und ewig fern von jenem Großen,
Wandelt sich rasch auch die Welt / wie Wolkengestalten, / alles Vollendete fällt / heim zum Uralten. //
DER PANTHER IM JARDIN DES PLANTES – Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe / so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
LIEBES-LIED – Wie soll ich meine Seele halten, daß / sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie